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Constantijn Huygens

* ’s-Gravenhage, 4. September 1596 - ’s-Gravenhage, 26. März 1687 - Schriftsteller, Komponist und Staatsbeamter

Constantijn Huygens
Constantijn Huygens, Quelle: Jan Lievens

Constantijn Huygens wurde 1596 als zweiter Sohn des Staatsratssekretärs Christiaan Hugygens und seiner Frau Suzanna Hoefnagel geboren. Constantijn war ein sehr begabtes Kind, das im Haus seines Vaters eine umfassende humanistische Ausbildung erhielt. Besonderer Wert wurde dabei auf den Musikunterricht und auf Fremdsprachen gelegt, aber Constantijn konnte auch sehr gut rechnen, und er lernte zu reiten, schießen und fechten.

Im Alter von 20 Jahren studierte er mit seinem älteren Bruder Maurits in Leiden an der Akademie, war danach für einen Rechtsanwalt tätig und begleitete als Sekretär eine Reihe von Gesandtschaften u.a. nach London und Venedig. 1625 fand er eine feste Anstellung als Sekretär des Statthalters Frederik Hendrik und behielt diese Funktion auch unter dessen Nachfolgern Willem II. und Willem III. 1630 wurde er zusätzlich mit der Verwaltung der Güter der Oranier betraut.

1627 heiratete Constantijn Huygens Suzanna van Baerle. Aus der Ehe gingen bis zu dem frühen Tod Suzannas 1637 fünf Kinder hervor, darunter 1629 der später weltberühmte Naturforscher Christiaan Huygens (Jr.). 1634 baute Constantijn in Den Haag in unmittelbarer Nähe des Mauritshauses ein Wohnhaus für seine Familie, das zu den frühesten Beispielen klassizistischer Architektur gehört. Ab 1642 verbrachte er einen Teil seiner Zeit zudem auf dem Landsitz Hofwijk in Voorburg, der heute als Huygensmuseum dient.

Huygens hatte bereits in früher Jugend zu komponieren und zu dichten begonnen. Zum Kreis seiner Bekannten und Korrespondenzpartner zählten die Schriftsteller Anna Roemers Visscher, Pieter Cornelisz. Hooft und Jacob Cats, die Philosophen Spinoza und René Descartes und der Maler Rembrandt van Rijn. Obwohl seine beruflichen Verpflichtungen für ihn immer im Vordergrund standen, veröffentlichte er ab den frühen 1620er Jahren regelmäßig Kompositionen ― am Ende seines Lebens waren es über 750 ― und eine Vielzahl von Gedichten. Sie gehören durch ihren intellektualistischen Charakter, ihre zugespitzten Formulierungen und ungewöhnlichen Metaphern zu den herausragenden Werken der niederländischen Literatur des 17. Jahrhunderts.

Neben sogenannten Schnellgedichten, Wortspielen und Epigrammen erschienen als größere Werke u.a. Batave Tempe (1621) über das Umland von Den Haag, `T Costelic Mal (1622) über die Modetorheiten der Zeit, Zedeprinten (1624), ein satirisch-moralisierendes Werk über den menschlichen Charakter, Dagh-werck (1638) über sein häusliches Leben, Heilighe daghen (1647), eine Serie christlicher Sonette, Ooghentroost (1647), ein Trostgedicht für eine blinde Freundin und Hofwijk (1651) über die Schönheiten seines Landsitzes. Erst im 19. Jahrhundert veröffentlicht wurde das autobiographische Cluyswerck von 1681. Gesammelt erschienen seine Gedichte in den Bänden Otia of ledighe uren (1625), Momenta desultoria (1644) und Korenbloemen (1658, erweiterte Neuausgabe 1672).

Autorin: Christoph Strupp
Erstellt:
Mai 2007


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Eine Übersicht verschiedener Publikationen über Constantijn Huygens finden Sie auf der Website Digitale Bibliotheek voor de Nederlandse Letteren (NL)

Universiteit Leiden: Faculteit der Letteren Gedigitaliseerde Gedichten van Constantijn Huygens (NL)

Instituut voor Nederlandse Geschiedenis Gedigitaliseerde Brieven van Constantijn Huygens (NL)

Literatur

Alle bibliographischen Angaben zum Thema Literatur finden Sie unter Bibliographie

Broekman, Inge: De rol van de schilderkunst in het leven van Constantijn Huygens (1596-1687), Hilversum: Verloren, 2005.

Leerintveld ,Adrianus Martinus Theodorus: Leven in mijn dicht. Historisch-kritische uitgave van Constantijn Huygens’ Nederlandse gedichten (1614-1625), Diss. Utrecht, 1997.

Streekstra, N. F. (Hrsg): Constantijn Huygens 1596-1996. Lezingen van het tweede Groningse Huygens-symposium, Groningen: Passage, 1997.

Rasch, Rudolf: Een raadsman voor de kunsten. Constantijn Huygens als adviseur van Frederik Hendrik, in: Harald Hendrix, Jeroen Stumpel, Hg., Kunstenaars en opdrachtgevers, Amsterdam: Amsterdam University Press, 1996, S. 89-117.

Meer, Tineke ter: Snel en dicht. Een studie over de epigrammen van Constantijn Huygens, Amsterdam: Rodopi, 1991 (Amsterdamer Publikationen zur Sprache und Literatur, Bd. 96) (Diss. VU Amsterdam).

Deursen, A.Th. van/Grootes, E.K./Verkuyl, P.E.L.: Veelzijdigheid als levensvorm. Facetten van Constantijn Huygens’ leven en werk. Een bundel studies ter gelegenheid van zijn driehonderdste sterfdag, Deventer: Sub Rosa, 1987 (Deventer studiën, 2).

Hofman, Hendrik Arie : Constantijn Huygens (1596-1687). Een christelijk-humanistisch bourgeois-gentilhomme in dienst van het Oranjehuis, Utrecht: Hes, 1983 (Diss. Utrecht).

Smit, Jacob : Het leven van Constantijn Huygens (1596-1687). De grootmeester van woord- en snarenspeel, ’s-Gravenhage: Nijhoff, 1980.

Strengholt, Leendert : Huygens-studies. Bijdragen tot het onderzoek van de poëzie van Constantijn Huygens, Amsterdam: Buijten en Schipperheijn, 1976 (Diss. VU Amsterdam).

Worp, J.A. (Hrsg): De gedichten van Constantijn Huygens, naar zijn handschrift uitgegeven, 9 Bde., Groningen: Wolters, 1892-1899.


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