XIII. Zum Schluss

Zur Rettung von dropjes und patat

Die Niederländer lassen sich nicht gerne in ihre Eßgewohnheiten reinreden. Und eine leckere Packung dropjes oder eine herrlich frisch gebackene Portion patat, selbstverständlich mit viel holländischer Mayonnaise, da möchte doch niemand ein Appetit-Verderber sein. Die Eigenverantwortung muss jeder/ jede selber tragen, denn wer tatsächlich glaubt, jeden Tag sich von dropjes und patat ernähren zu müssen, der darf sich dann nicht wundern in die negativen Regierungsstatistiken von Altersdiabetes, Krebs und Herzinfarkt einzugehen. Wichtig, so sagen die Wissenschaftler, ist eine nachdenkende Eß-Umgebung, denn Eltern beeinflussen ihre Kinder, sie kochen für sie und leben ihnen die Eßkultur vor.

Daß es überhaupt in den vergangenen Jahren zu verstärkten Ernährungsproblemen kommt, liegt an der Fehleinschätzung gerade junger Menschen. Viele sind sich der Konsequenzen für ihren Körper und ihrer Gesundheit nicht bewußt. Betrunkene und dicke Jugendliche, Steigerung der Krebsfälle bei Kindern, sind Hinweise für niederländische Autoritäten, einen Denkanstoß über gesunde Ernährung und vernünftigen Genuss von Alkohol zu geben. Solange alles in Maßen konsumiert wird und die fünf Gesundheitsregeln eingehalten werden, können die ungesunden niederländischen Gaumenfreuden bedenkenlos verzehrt werden.

Uitsmijter: Rausschmeißer auf Holländisch

Wirklich gesund ist er wahrscheinlich nicht, aber lecker! In vielen Restaurants findet man neben dem obligatorischen Salat mit Ziegenkäse und Honig auch den sogenannten uitsmijter vergleichbar mit dem deutschen Gericht ‚Strammer Max’. Er ist für den kleinen Hunger gedacht und kann schnell zubereitet werden: Spiegelei und gekochter Schinken in der Regel auf Brot serviert. Man kann dies noch nach Belieben variieren mit Tomaten oder anderem Gemüse.

Autorin: Andréa Vermeer
Erstellt:
Juni 2009