IX. Niederländische Tulpen blühen auf dem Pariser Platz in Berlin

Im Rahmen der Grünen Woche 2014 bekam der Berliner Stadtteil Mitte ein ganz besonderes Geschenk. Die Niederlande und der Branchenverband der Blumenzüchter iBulb ließen dem Bezirk 20.000 Tulpenzwiebeln zukommen. Sharon Dijksma – Landwirtschaftsministerin der Niederlande – und Anne Verdoes – Vertreterin für iBulb – übergaben die Zwiebeln an den Stadtrat für Stadtentwicklung statt. Im Frühling 2015 verschönerten die niederländischen Blumen dann den Pariser Platz.

Am 7. Mai bewunderten Stadtrat Carsten Spallek (CDU) und die Botschafterin der Niederlande, Monique van Daalen, das blühende Ergebnis. Es soll ein Zeichen der Verbundenheit zwischen den beiden Ländern, aber auch zwischen den Niederlanden und Berlin im Besonderen sein. Die Frühblüher zeigten durchaus farbenfroh den gegenseitigen Respekt Deutschlands und der Niederlande. Selten war Völkerfreundschaft so gut sichtbar und so bunt.

Anne Verdoes hatte schon 2014 gesagt, dass die Blumenbranche besonders auf Deutschland als Handelspartner baue. „Deutschland ist für die Niederlande bei weitem der wichtigste Handelspartner für Agrarprodukte. Die niederländische Tulpenzwiebelbranche möchte der Hauptstadt ihres größten Abnehmerlandes mit der Spende gerne etwas zurückgeben.“ Im Jahr 2013 wurden laut CBS 380 Millionen Tulpenzwiebeln nach Deutschland exportiert. Außer diesen wurden nach Angaben der niederländischen Botschaft noch etwa 700 Millionen andere Blumenzwiebeln aus den Niederlanden nach Deutschland gebracht.

Zur Verfügung gestellt wurde die Spende durch iBulb, die damit vor allem die guten Handelsbeziehungen zu Deutschland betonen wollen. Die Botschaft der Niederlande in Berlin unterstütze diese Schenkung und unterstrich die insgesamt gute Zusammenarbeit der Länder.

Die Zwiebeln waren 2014 zur Eröffnung der Grünen Woche von traditionellen Frachtsegelschiffen am Historischen Hafen abgeliefert worden. Diese zogen jedoch nicht wieder leer von dannen, sondern nahmen vier Teile – eins für jedes Schiff – der originalen Berliner Mauer wieder mit nach Hause. Initiator des Geschenkaustauschs war die Initiative „Wallbreakers“, die sich für eine Welt ohne Mauern einsetzt und damit besonders der Berliner Mauer besondere Bedeutung beimisst.

Autorin: Andrea Hoppe
Erstellt:
Mai 2015