XI. Ausblick

Zu Beginn des Jahres 2014 hatte die Europäische Zentralbank vorhergesagt, dass sich das bescheidene Wachstum der Eurozone des Jahres 2013 weiter fortsetzen werde. Die wirtschaftliche Talsohle scheint damit durchschritten, auch wenn die Risiken noch immer zu groß sind, um von einem definitiven Ende der Krise zu sprechen. Im Rahmen der europäischen Zusammenarbeit hält die niederländische Regierung weiter an ihrem Kurs fest, nicht nur finanzielle Disziplin der Euromitglieder einzufordern, sondern auch weitreichende Reformen der EU vorzunehmen. In der Financial Times plädierte der damalige Außenminister Frans Timmermans am 13. November 2013 erneut für eine institutionelle und inhaltliche Reform der EU. Seine zentrale Forderung lautet: „More Europe in some areas, and less in others“.[1]

Es waren unter anderem diese Reformforderungen, die den gerade erst gewählten neuen Vorsitzenden der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker dazu gebracht haben, Timmermans für die nächsten fünf Jahre zum Vizepräsidenten seiner neuen Kommission zu berufen (NiederlandeNet berichtete). Es wird sich zeigen, in wie weit es beiden gelingt die EU zukunftsfähig zu gestalten und sich gegen den starken Flügel der Euroskeptiker zur Wehr zu setzten.


[1] Timmermans, Frans: Monnet's Europe needs reform to fit the 21st century, in: Financial Times, 15 November 2013, eingesehen am 03.11.2014 um 13:12 Uhr.

Autorin: Katharina Garvert-Huijnen
Erstellt: Februar 2015