Deutsch-Niederländische Fußballrivalitäten


VII. 1988 bis 1992: Europameister Niederlande, Weltmeister Deutschland

In den Jahren 1988 bis 1992 war die deutsch-niederländische Fußballrivalität von besonderer Intensität. Wie schon in den Jahren 1974 bis 1978 gehörten beide Nationalteams zu den besten der Welt. Deutsche und Niederländer waren direkte Konkurrenten um die Titel des Welt- und des Europameisters und trafen nun bei den großen Turnieren binnen nur vier Jahre gleich dreimal aufeinander – davon zweimal in der K.o.-Phase. Die WM-Turniere 1982 und 1986 sowie die EM 1984 hatten ohne die Niederlande stattgefunden, weshalb sich Deutsche und Niederländer auf dem Fußballfeld aus den Augen verloren. Das DFB-Team wurde in Spanien und Mexiko jeweils Vize-Weltmeister, hinterließ dabei aber keine positiven Spuren.

Der niederländische Fußball machte erst Ende der 1980er wieder auf sich aufmerksam. 1987 gewann Ajax Amsterdam mit dem Trainer Johan Cruyff den Europapokal der Pokalsieger. In Athen besiegte Ajax den DDR-Vertreter Lokomotive Leipzig durch ein Tor des 22-jährigen Marco van Basten mit 1:0. In der jungen Elf standen mit dem 24-jährigen Frank Rijkaard und dem erst 18-jährigen Dennis Bergkamp weitere spätere Weltstars. Die neue Nummer eins im niederländischen Klubfußball war allerdings der vom Philipps-Konzern massiv gesponserte PSV Eindhoven, der Ende der 1980er nicht nur eine der besten Fußballmannschaften Europas, sondern auch eine der technisch modernsten Arenen besaß. Auch finanziell war PSV die Nummer eins. Im Sommer 1986 musste der ehemalige nationale Branchenführer Ajax mit Gerald Vanenburg und Ronald Koeman zwei wichtige Leistungsträger an den „Werksklub“ abgeben.

1988 gewann der PSV Eindhoven als dritter niederländischer Klub nach Ajax und Feyenoord den Europapokal der Landesmeister. Vor 70.000 Zuschauern im ausverkauften Stuttgarter Neckarstadion bezwang der PSV Benfica Lissabon nach Elfmeterschießen. Trainiert wurde das Team von Guus Hiddink, der später einer der erfolgreichsten Weltenbummler seines Berufsstands wurde.

Oranje verstärkt Mailand und Barcelona

Mit den finanziellen Möglichkeiten eines AC Mailand oder FC Barcelona konnte aber auch der Philips-Klub nicht mithalten. Bereits 1987 war Ruud Gullit für die damalige Rekordsumme von 17 Millionen DM vom PSV zum AC Mailand gewechselt, wo man den farbigen Niederländer „Il tulipo nero“ (dt. „Die schwarze Tulpe“) taufte. 1989 unterschrieb Ronald Koeman beim FC Barcelona, wo seit 1988 sein Ziehvater Johan Cruyff Trainer war. Ajax verlor 1987 Marco van Basten an den AC Mailand und Frank Rijkaard an Sporting Lissabon. Nach der EM 1988 heuerte auch Rijkaard beim Berlusconi-Klub an.

1989 und 1990 gewann der AC Mailand mit dem niederländischen Trio Van Basten, Rijkaard und Gullit den Europapokal der Landesmeister. 1989 traf das Team im Finale auf Steau Bukarest und behielt nach einer berauschenden Vorstellung mit 4:0 die Oberhand. Sämtliche Tore gingen auf das Konto von Gullit und Van Basten, die je zweimal trafen. 1990 verteidigten die Rossoneri den Titel mit einem 1:0-Sieg über Benfica Lissabon. Frank Rijkaard markierte das einzige Tor.

Derweil hatte Johan Cruyff in Barcelona eine Mannschaft geformt, die den Fußball der Katalanen bis heute prägt. 1992 gewann Barca den Europapokal der Landesmeister.
Im Londoner Wembleystadion besiegte Cruyffs „Dream Team“ Sampdoria Genua durch einen Freistoß von Ronald Koeman mit 1:0. Die Wahl zu „Europas Fußballer des Jahres“ gewannen dreimal in Folge Niederländer: 1987 Ruud Gullit, 1988 und 1989 Marco van Basten. Letzterer wurde 1992 ein drittes Mal gekürt.

Oranje erobert Hamburg

Logo der EM 1988
Logo der EM 1988, Quelle: Wikipedia

In Anbetracht der großen Zahl von Spielern internationaler Klasse war es nicht verwunderlich, dass sich die Niederlande mit der EM 1988 in Deutschland erstmals seit acht Jahren wieder für ein großes Turnier qualifizieren konnten. Wie schon bei der WM 1974 hieß der Bondscoach Rinus Michels.

Im Halbfinale traf die Elftal auf die DFB-Elf mit ihrem Teamchef Franz Beckenbauer. Die Niederländer waren auf fast jeder Position besser besetzt als die Deutschen, weshalb sie als leichter Favorit nach Hamburg fuhren. Die Hansestadt erlebte eine Invasion in Orange. Im Volksparkstadion waren die deutschen Fans zwar in der Mehrheit, aber akustisch dominierten die Niederländer. Frank Mill nach dem Abpfiff: „Schön wär’s gewesen, wenn wir heute in Deutschland gespielt hätten.“[1]

Kapitän und Star der Elftal war Ruud Gullit, Sohn eines aus Surinam stammende Vaters und einer niederländischen Mutter. Während der EM 1988 kam es zu einer „Gullit-Hausse“. Tausende von weißen Oranje-Fans schmückten ihre Häupter mit Gullit-Mützen mit Rasta-Locken. Im Volksparkstadion parodierten niederländische Fans auf einem Transparent den Nazi-Slogan „Ein Volk, ein Reich, ein Führer“ mit „Ein Reich, ein Volk, ein Gullit“.

In der 55. Minute fiel Jürgen Klinsmann über die Beine von Frank Rijkaard und der rumänische Schiedsrichter Ion Igna entschied auf Strafstoß. Lothar Matthäus ließ die Chance nicht liegen und verwandelte zur deutschen 1:0-Führung. In den Niederlanden stellte der Reporter der Zeitung Het Parool anschließend die Frage: „Waren die Rumänen im Krieg auch auf der falschen Seite?“[2] In der 74. Minute konnte Ronald Koeman zum 1:1 ausgleichen, ebenfalls vom Elfmeterpunkt. Zuvor hatte Jürgen Kohler Marco van Basten gelegt. Oder auch nicht. Van Basten später: „Kohler brachte mich aus dem Gleichgewicht, woraufhin der Schiri auf den Punkt zeigte. Und ich musste mich nur noch seinem Urteil unterwerfen.“[3] Als sich die Zuschauer im Stadion und vor dem Fernsehen schon auf eine Verlängerung eingerichtet hatten, gelang Marco van Basten in der 88. Minute der Siegtreffer zum 2:1.

Der Sieg der Elftal war verdient. Argentiniens Weltmeistertrainer Césa Luis Menotti, der sich in den folgenden Jahren wiederholt als großer Fan des niederländischen Fußballs outete, sagte über die Unterschiede zwischen den beiden Halbfinalisten: „Die deutsche Mannschaft denkt nicht, hat keine Vorstellungskraft, keine Fantasie, keine Imagination.“ Die Abwehrreihe habe verglichen mit Rijkaard „primitiv“ gespielt.[4] Und Werder Bremens Trainer Otto Rehhagel gestand: „Im spielerischen Bereich haben wir Defizite. Mit den Holländern und Italienern können wir nicht mithalten.“[5] In den Niederlanden machte das Algemeen Dagblad auf Seiten der Deutschen nur „arme Arbeiter“ aus.[6]

Ein Fußballspiel als „zweite Befreiung“

Nach dem Abpfiff skandierten die niederländischen Fans: „Oma, wir haben dein Fahrrad wiedergefunden.“ Um die Mobilität des Widerstands einzuschränken, hatten deutsche Soldaten während der Besatzung Zehntausende von Fahrrädern konfisziert, was viel Verbitterung erzeugte. Die Aktion blieb auch nach dem Krieg „für lange Zeit das Synonym für die Raubgier der Besatzer.“[7]

Daheim versammelten sich neun Millionen Menschen (also über 60 Prozent der Bevölkerung) auf den Straßen und Plätzen und feierten ein spontanes Volksfest. In Amsterdam warfen Menschen ihre Fahrräder in die Luft und riefen: „Hurra, wir haben unsere Fahrräder wieder.“ Auf dem Leidseplein, der vorübergehend in „Marco van Basten-Plein“ umbenannt wurde, sangen die Menschen: „1940 kamen sie, 1988 kamen wir, Holadieh, Holadio.“

Für manche Niederländer war das Halbfinale von Hamburg eine „zweite Befreiung“. Die DFB-Elf war die „Wehrmacht“, die Elftal der „Widerstand“. Rinus Michels: „Vor allem ältere Menschen waren zum Weinen gerührt, das hatte sicher noch etwas mit dem Krieg zu tun.“[8] Ein ehemaliger Widerstandskämpfer erklärte vor laufender Kamera: „Es ist so, als ob wir noch den Krieg gewonnen hätten.“[9] Der Rotterdamer Jazz-Poet Jules Deeler dichtete: „Sie, die fielen, erhoben sich jauchzend aus ihren Gräbern.“[10] Jan Jongbloed, der im WM-Finale 1974 das Tor gehütet hatte, schickte im Auftrag des 74er-Teams ein Telegramm an Gullit und Co. Mit dem Wortlaut: „Wir sind von unseren Qualen erlöst worden.“[11]

„Gut“ gegen „Böse“

Der Zweite Weltkrieg spielte 1988 eine wesentlich stärkere Rolle als 1974. Dem Sieg in Hamburg folgte eine Explosion von Gefühlen, die sich seit der Niederlage von München angestaut hatten. Das deutsche Publikum war überrascht. 1974 gab es viele Ähnlichkeiten zwischen deutschen und niederländischen Spielern. Das Gefühl einer „moralischen Überlegenheit“ basierte damals vor allem auf einer gegenüber den Deutschen offensiveren und unterhaltsameren Spielkultur.

1988 wurde dieses Gefühl durch den – zumindest scheinbar – unterschiedlichen Charakter der beiden Teams zusätzlich befeuert. Simon Kuper: „Holland gegen Deutschland, gut gegen böse. [...] Wir hatte eine Reihe von schwarzen Spielern, einschließlich unseres Kapitäns. [...] Ihre Spieler waren ausschließlich Weiße, und ihre Fans gaben Affenlaute von sich. Unsere Spieler waren witzig und natürlich. ‚1000 Jahre deutscher Humor‘ ist das kürzeste Buch der Welt, und Rudi Völler trug diese lächerliche Dauerwelle. Unsere Spieler waren Individuen. Die Deutschen hätte man ohne die Nummern auf dem Rücken kaum auseinanderhalten können. [...] Kurz gesagt fassten beide Mannschaften die Art zusammen, in der die Niederländer sich selbst und die Deutschen sehen wollten. Wir waren wie Ruud Gullit und die wie Lothar Matthäus.“[12]

Allerdings hatte dieses Bild, wie Simon Kuper bemerkt, „Schönheitsfehler“. Damit es trotzdem passte, hätten die Niederländer während der EM einfach vergessen, „dass sie auch selbst Wert auf Disziplin legen, selbst übertrieben ernsthaft sind und selbst intolerant gegenüber Türken und Marrokanern und Surinamesen wie Gullit sind. ‚Wir sollten den Deutschen endlich mal sagen, das wir eigentlich alle Fremden hassen’, schlug Vrij Nederland vor, aber niemand tat es. Die Deutschen waren das Böse, und wir waren das Gute.“[13] Und was die Spielkultur anbetraf: Die Niederländer hatten zwar das technisch beschlagenere Team auf dem Feld, aber mit Berry van Aerle und Adrie van Tiggelen auch Verteidiger der eher finsteren Sorte. Auch spielte die Elftal nicht im landesüblichen 4-3-3-, sondern im weniger offensiv geprägten 4-4-2-System.

Anders als 1974 hatten die Akteure von 1988 kein Verhältnis zueinander. Deutsche und niederländische Kicker hatten sich auseinandergelebt. So verweigerten die deutschen Spieler ihren niederländischen Kollegen nach dem Schlusspfiff die übliche Gratulation. Und Ronald Koeman wischte sich mit dem Trikot von Olaf Thon demonstrativ über das Gesäß. Auf deutscher Seite zeigte nur Teamchef Franz Beckenbauer, ein „1974er“, Größe, indem er in den niederländischen Mannschaftsbus stieg und gratulierte.

Europameister Niederlande

Zum Finale musste die Elftal ins Münchener Olympiastadion reisen, jene Stätte, wo Rinus Michels und die Elftal 1974 ihre bitterste Niederlage erlitten hatten. 35.000 Oranje-Fans sorgten für ein Heimspiel. Den größten Block in der Elftal stellten die vier Spieler des frischgebackenen Europapokalsiegers PSV Eindhoven: Hans van Breukelen, Ronald Koeman, Berry van Aerle und Gerald Vanenburg. Ajax war mit Arnold Mühren und Jan Wouters vertreten. Adrie van Tiggelen und Erwin Koeman spielten in Belgien für RSC Anderlecht beziehungsweise KV Mechelen. Ruud Gullit und Marco van Basten standen beim AC Mailand unter Vertrag, Frank Rijkaard noch bei Real Saragossa.

Die Niederlande schlugen die Sowjetunion durch Tore von Gullit (33.) und van Basten (54.) mit 2:0. Marco van Basten sprach nach dem Schlusspfiff von einem „wunderbaren Gefühl, besonders, weil wir auf dem Weg ins Finale diese widerwärtigen Deutschen rausgeworfen haben.“[14] Die Fachwelt war sich einig, dass das richtige Team das EM-Turnier gewonnen hatte. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung attestierte der Elftal, sie habe den Fußball der Zukunft gespielt und sollte damit Recht behalten: „Diese jungen Meister aus Holland präsentierten mit ihrem Hochgeschwindigkeits-Fußball auf höchstem spieltechnischen Niveau schon etwas wie den Fußball der neunziger Jahre.“[15]

Die Elftal von 1988 ist bis heute die einzige, die einen Titel erringen konnte. Die beste niederländische Nationalmannschaft aller Zeiten war sie sicherlich. Zur WM 1998 und EM 2000 schickte der KNVB noch spieltechnisch bessere Teams, denen aber der ganz große Triumph versagt blieb.

Verstärkung aus Surinam

Die Niederlande hatten ihr fußballerisches Comeback nicht zuletzt der gestiegenen Zahl von Kickern „van surinaamse afkomst“ (dt. „mit surinamischem Hintergrund“) und anderer farbiger Spieler zu verdanken. Drei Spieler des Europameisters von 1988, Ruud Gullit, Frank Rijkaard und Gerald Vanenburg, hatten einen solchen Migrationshintergrund. Mit der Elftal hatte nach den Franzosen 1984 zum zweiten Mal ein multikulturelles Länderteam den europäischen Nationenwettbewerb gewonnen.

Der erste Farbige im niederländischen Profifußball war 1959 der Südafrikaner Darius Dhlomo, der bei Heracles Almelo spielte. Der erste Farbige im Nationaltrikot hieß 1962 Humphrey Mijnals und stammte aus Surinam. Anschließend folgte eine längere Pause, bevor Ende der 1970er der Ajax-Stürmer Simon Tahamata, ein Molukker, in die Elftal berufen wurde. In der Saison 1992/93 waren von den etwa 380 Profis in der Eredivisie circa 60 Farbige, womit ihr Anteil weit höher lag als in der deutschen Bundesliga.

Auch Ajax Amsterdams Rückkehr an die europäische Spitze verdankte sich nicht zuletzt dem starken Mitwirken von Kickern mit Migrationshintergrund. 1995 gewann Ajax durch einen 1:0-Sieg über den AC Mailand die Champions League, bis heute der letzte Triumph eines niederländischen Teams in der europäischen „Königsklasse“. Mit Michael Reiziger, Clarence Seedorf, Frank Rijkaard, Edgar Davids, Finidi George, Patrick Kluivert und Nwankwo Kanu waren sieben der 13 eingesetzten Spieler Farbige. Fünf von ihnen spielten für die niederländische Nationalelf, darunter die in der surinamischen Hauptstadt Paramaribo geborenen Edgar Davids und Clerence Seedorf.

(K)einer von uns?

Nur ein Jahr nach dem niederländischen EM-Triumph erlebten die Kicker surinamischer Herkunft eine herbe Enttäuschung. Im Juni 1989 verunglückte ein Flugzeug der surinamischen Fluggesellschaft SLM bei Paramaribo. Nur 13 der 182 Passagiere überlebten. An Bord befanden sich auch die Spieler der Kleurijk Nederlands Elftal, einer ausschließlich aus Farbigen bestehenden Auswahlmannschaft. Dass Ruud Gullit und Frank Rijkaard nicht unter den Opfern waren, verdankten sie allein dem Umstand, dass ihr Arbeitgeber, der AC Mailand, eine Freistellung verweigert hatte.

Ein Benefiz-Spiel zugunsten der Hinterbliebenen geriet zum Fiasko. Der TV-Journalist Mart Smeets schrieb damals: „Die größte Pleite des Jahres 1989: Das niederländische Sportpublikum erhielt die Chance, auf angemessene Weise der Opfer der Flugzeugkatastrophe in Paramaribo zu gedenken. Dafür wurde sogar das ganze Feyenoord-Stadion in Rotterdam zur Verfügung gestellt, aber nur 8.000 Landsleute kauften eine (teure) Karte, um ihr Interesse zu zeigen. Für die surinamische Bevölkerungsgruppe muss dies ein Schlag ins Gesicht gewesen sein, auf die sie keine Antwort weiß. Es war eine verkappte Form der Diskriminierung, es war so ungefähr die Haltung: Was geht mich das Spiel der Schwarzen an? Als die niederländische Nationalmannschaft ihren EM-Titel feierte, begaben sich Millionen in die Hauptstadt, um unter anderem Gullit und Rijkaard, Winter und Vanenburg zuzujubeln. Damals waren sie ‚einer von uns’.“[16]

Oranje streitet

Nur wenige Monate nach der EM, im Oktober 1988, sahen sich Deutsche und Niederländer in der Qualifikation zur WM 1990 wieder. Aufgrund des Vorfalls beim EM-Halbfinale beschlossen die deutschen Spieler einen Verzicht des obligatorischen Trikottausches nach Spielende. Die Begegnung in München verlief torlos. Beim Rückspiel im April 1989 in Rotterdam sah man im Feyenoord-Stadion De Kuip ein Transparent, auf dem Lothar Matthäus mit Hitler vergleichen wurde. Allerdings spielte Matthäus gar nicht mit, stattdessen führte Andreas Möller im Mittelfeld Regie. Die niederländische Boulevardzeitung De Telegraaf war enttäuscht: „Wie soll ein echter Niederländer einen Deutschen angemessen hassen können, den selbst sein eigenes Land nicht leiden mag?“[17] Die Begegnung endete erneut mit einem Unentschieden (1:1).

Sowohl Elftal wie DFB-Elf konnten sich für die Endrunde qualifizieren, fuhren aber unter unterschiedlichen Voraussetzungen nach Italien. Nach der EM 1988 mussten die Niederländer zu den ernsthaftesten Anwärtern auf den WM-Titel gezählt werden. Aber die Euphorie über den ersten internationalen Titel war internen Streitigkeiten gewichen. Rinus Michels war nach der EM zurückgetreten. Neuer Bondscoach wurde der Rotterdamer Thijs Libregts, der insbesondere bei den Spielern surinamischer Herkunft auf Widerstand stieß. Als Feynoord-Trainer hatte Libregts auf die Frage, ob der junge Gullit einmal ein großer Spieler werden würde, geantwortet: „Ich hoffe, dass seine Mentalität in Ordnung ist. Bei der schwarzen Rasse weiß man ja nie.“[18]

Drei Monate vor dem Anpfiff der WM wurde der unbeliebte Libregts bereits wieder entlassen. Viele Spieler wollten mit Johan Cruyff zur WM fahren, aber Rinus Michels, nun Technischer Direktor des KNVB, verhinderte dies. Stattdessen erhielt Michels-Freund Leo Beenhakker den Job. Die Spieler fühlten sich verraten. Ein katastrophales Trainingslager in Jugoslawien ließ die Stimmung weiter sinken.

Eklat in Mailand

In Italien war der Europameister eine einzige Enttäuschung. In den Gruppenspielen musste sich die Elftal mit drei Unentschieden gegen Ägypten (1:1), England (0:0) und Irland (1:1) begnügen und konnte sich nur als einer der besten Gruppendritten für das Achtelfinale qualifizieren. Hier bot sich den gut ins Turnier gestarteten Deutschen die Chance zur Revanche für 1988. Rudi Völler: „Ich freue mich auf dieses Spiel, weil es für mich nichts Schöneres gibt, als die Holländer nach Hause zu schicken.“[19]

In Mailand ging es äußerst hektisch zu. Ein Teil der deutschen Fans quittierte jede Ballberührung eines farbigen Elftal-Spielers mit Pfiffen. In der 22. Minute schickte der unsichere argentinische Schiedsrichter Juan Carlos Loustau Frank Rijkaard und Rudi Völler vorzeitig vom Platz. Vorausgegangen war ein harmloser Rempler zwischen Völler und Elftal-Keeper Hans van Breukelen, dem ein Wortgefecht folgte. In dieses mischte sich auch Rijkaard ein. Rijkaard zerrte Völler in den Haaren und bespuckte ihn. Loustau zeigte beiden Spielern „Rot“, Völler zu Unrecht. Beim Gang in Richtung Kabine setzte der Niederländer seine Spuckattacke gegen Völler fort.

Die Niederländer traf der Platzverweis härter. Rijkaard fehlte entscheidend beim Spielaufbau und als Gegenspieler von Jürgen Klinsmann, der in Mailand sein bestes Spiel im DFB-Dress absolvierte. In der 51. Minute schoss Klinsmann die Deutschen in Führung, Andreas Brehme konnte in der 82. Minute auf 2:0 erhöhen. Den Niederländern gelang nur noch der Anschlusstreffer zum 1:2, als Ronald Koeman in der 89. Minute mal wieder einen Foulelfmeter verwandelte. Der Auftritt des amtierenden Europameisters war zweifellos die größte Enttäuschung dieser WM. Deutschland wurde bei einem insgesamt schwachen Turnier verdient Weltmeister.

Hassobjekt Rijkaard

Frank Rijkaard avancierte mit dem WM-Achtelfinale 1990 bei vielen deutschen Fans zum Buhmann schlechthin, wozu die Boulevardpresse erheblich beitrug. Der Mensch und Fußballer Rijkaard wurde noch Jahre später auf seine Spuckattacke reduziert und als „Lama“ beschimpft. Die Hartnäckigkeit, mit der er von einem Teil der deutschen Fan-Gemeinde traktiert wurde, resultierte möglicherweise aus der Fusion von zwei Ressentiments: dem Ressentiment gegenüber den „arroganten Niederländern“ und dem Ressentiment gegenüber Farbigen.

Wann immer sich nun Deutsche und Niederländer auf dem Fußballfeld begegneten, durfte in der Vorberichterstattung eine Erinnerung an den Eklat von Mailand nicht fehlen – in Wort und Bild. Dabei spielte auch keine Rolle, dass sich die Betroffenen längst ausgesöhnt hatten und auch das Opfer von der Geschichte nichts mehr hören wollte. Aber nur die Sportler waren bereit, die Geschichte zu vergessen und das Kriegsbeil zu begraben.

Franz Beckenbauer schrieb schon 1992: „Wenn Holland gegen Deutschland spielt, wird von einigen gerne die Vergangenheit herbeigeschrieben, es wird an Nazis erinnert, an das Dritte Reich und die Besatzungszeit. Ein braunes Schreckgespenst steht wieder auf, aber es ist nicht so, dass es in den Köpfen der Spieler spukt. Für die ist es nur eine Herausforderung, gegen den großen und lange Zeit erfolgreicheren Nachbarn anzutreten. Die Niederlage im WM-Finale von 1974 wurde als nicht ganz gerecht empfunden und dargestellt, da war auch der EM-Sieg 1984 noch nicht die totale Wiedergutmachung. Manche Rechnungen bleiben lange offen. [...] Solche Szenen, wie zwei Jahre vorher bei der Europameisterschaft auch die Geste von Ronald Koeman, der so tat, als wolle er sich mit dem deutschen Trikot den Hintern putzen, wirken lange nach. Man sollte sie nicht überbewerten. Ich kenne sowohl Rijkaard als auch Koeman, beide sind eigentlich besonnene, umgängliche Sportler. Bei Koeman war es vielleicht ein Blackout nach einem dramatischen Spiel, bei Rijkaard Folge eines gespannten Verhältnisses zwischen Mannschaft und Trainer Leo Beenhakker, das weder die Leistung fördert noch die Nerven stärkt.“[20]

Rudi Völler hatte schon früh ein gewisses Verständnis für Rijkaard signalisiert. Völler verwies auf die rassistischen Attacken, denen Rijkaard in der italienischen Liga ausgesetzt sei: „Was das Publikum Rijkaard antut, ist schrecklich. Und ich habe Maradona nach dem WM-Finale gegen uns heulen sehen, weil die Fans ihn kaputt gemacht haben. Kein Mensch kann einen solchen Druck aushalten.“[21] Rijkaard selbst hat rassistische Schmähungen, von denen auch seine Spielerkollegen nach dem Spiel in Mailand berichteten, nie als Entschuldigung strapaziert. Vielmehr sprach er von „persönlichen Problemen“, wegen denen er bereits „genervt in das Spiel“ gegangen sei. „Das musste sich entladen.“ Er habe sich zu dieser Zeit „nicht im Griff“ gehabt.[22]

Ein Land, zwei Geschichten

Rijkaard entschuldigte sich bei Völler in einem öffentlichen Brief. „Deutschenhass“ war in der Tat nicht Rijkaards Sache. Viele weiße Niederländer pflegten ein erheblich kritischeres Verhältnis gegenüber ihren deutschen Nachbarn als Rijkaard. Der Zweite Weltkrieg war nicht die Geschichte der Familie Rijkaard. Anders als im Fall des für seine kritischen Töne gegenüber Deutschen bekannten Ruud Gullit, der sich wie kein anderer niederländischer Kicker mit Migrationshintergrund mit den Niederlanden und deren Geschichte identifizierte, waren beide Elternteile Rijkaards Einwanderer aus Surinam. Simon Kuper: „Gullit fand erst mit zehn Jahren heraus, dass er dunkelhäutig war, und sorgte bereits für Aufruhr unter den Menschen aus Niederländisch-Westindien, als er sagte, dass er sich als Niederländer fühle. Frank Rijkaard ist anders. Sein Vater und Gullits Vater kamen gemeinsam in die Niederlande, um Profifußballer zu werden. Herman Rijkaard heiratete später jedoch eine Frau aus Niederländisch-Westindien, und Frank Rijkaard war sich stets bewusst, ein Schwarzer zu sein.“[23]

Das Gros der Surinamer im niederländischen Profifußball hatte Vorfahren, die während des Krieges noch in der Karibik lebten und ihr Wissen über die Zeit der deutschen Besatzung nur aus Büchern bezogen hatten. Der niederländische Patriotismus war diesen Spielern manchmal etwas suspekt, da eine primär „weiße“ Angelegenheit, die sich auch gegen die eigenen ethnischen Minderheiten wenden konnte. Rijkaards Kollegen Stanley Menzo, in Paramaribo geboren und bei der WM 1990 dritter Torwart der Elftal, störten die rassistisch motivierten Pfiffe gegen Rijkaard, Gullit und Aron Winter weitaus mehr, als dass der Gegner Deutschland hieß und auch noch siegreich das Feld verließ. In den Niederlanden war der Ajax-Keeper wiederholt von gegnerischen Fans als „schwarzer Affe“, „Scheiß-Nigger“ und „Drecks-Nigger“ beschimpft und mit exotischen Früchten und ganzen Wagenladungen Erdnüssen beworfen worden. Als Menzo eine Woche nach dem Unglück der Kleurijk Nederlands Elftal mit Ajax bei ADO Den Haag antrat, skandierten ADO-Fans: „Menzo hat das Flugzeug verpasst – SLM, SLM, SLM.“[24]

1996 kam es auf Schloss Lerbach in Bergisch Gladbach zu einem öffentlichen „Versöhnungsfrühstück“, eine Werbe- und Wohltätigkeitsaktion eines niederländischen Butter-Produzenten. Völler und Rijkaard saßen im Bademantel friedlich beisammen, vor sich Orangensaft, Croissants, Marmelade und – natürlich – holländische Butter. Die Firma warb anschließend mit einem Foto der frühstückenden Kicker und dem Satz: „Mit echter Butter bekommen Sie jeden an die gemeinsame Tafel.“ Frank Rijkaard anlässlich des 20. Jahrestages der Spuckattacke 2010: „Rudi Völler und ich haben es nicht verdient, ein ganzes Leben daran erinnert zu werden.“[25] Und Rudi Völler: „Der Platzverweis war für mich viel schlimmer als das Spucken. [...] Und noch heute merke ich, wenn ich ihn treffe, wie unangenehm ihm die Sache ist.“[26]

Souverän in Göteborg

Zur EM 1992 in Schweden fuhren die Niederlande wieder mit Rinus Michels als Bondscoach. In Deutschland war Franz Beckenbauer nach dem Gewinn der WM zurückgetreten und hatte Berti Vogts Platz gemacht. Für Beckenbauer, der als einziger Akteur beiderseits der Grenze an den drei größten und hitzigsten Spielen zwischen Deutschland und den Niederlanden in München 1974, Hamburg 1988 und Mailand 1990 beteiligt war, war die Rivalität eine ausschließlich sportliche: „Spiele gegen Holland haben mich Jahre meines Lebens gekostet. Aber ich hätte sie um nichts in der Welt missen wollen. Diese Spiele hatten immer einen Hauch von fußballerischer Klasse, Emotion und beispielloser Spannung. Fußball in Reinkultur.“[27]

In Schweden spielten Deutsche und Niederländer in einer Vorrundengruppe mit Schottland und der GUS. Vor dem letzten Gruppenspiel hatten die Elftal und das DFB-Team jeweils drei Punkte auf ihrem Konto. In Göteborg schlugen die Niederländer die Deutschen nach einer souveränen und überlegenen Vorstellung mit 3:1. Rinus Michels hatte Probleme, Auswechselungen vorzunehmen, so heiß waren seine Spieler. Als sein Assistent Dick Advocaat Peter Bosz für Jan Wouters auf das Feld schicken wollte, weigerte sich Wouters, den Platz zu verlassen. Statt Wouters ging schließlich der junge und noch schüchterne Dennis Bergkamp. Peter Bosz hatte vorher seinem Bruder versprochen, dass er auf keinen Fall das Trikot mit einem Deutschen tauschen würde.

Vor dem Spiel war es in der Göteborger Innenstadt zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen deutschen und niederländischen Fans gekommen. Von deutscher Seite wurde dies mit dem Verkauf provozierender Klopapierrollen entschuldigt, die schwarz-rot-gold bedruckt waren. Nach dem Schlusspfiff bewarfen sich Deutsche und Niederlände an der Grenze bei Enschede und in der Nieuwstraat in Kerkrade mit Biergläsern und Steinen.

Dänemark rettet van Breukelens Nachtruhe

Trotz der Niederlage war auch die DFB-Elf für das Halbfinale qualifiziert. Titelfavorit war aber nun der Titelverteidiger. Während die Deutschen sich mit dem Gastgeber Schweden messen mussten, hatten die Niederländer mit den Dänen die vermeintlich leichtere Aufgabe. Dänemark war erst kurzfristig für das von UEFA und FIFA ausgeschlossene Jugoslawien eingesprungen und ohne Vorbereitung ins Nachbarland gereist.

Weltmeister Deutschland besiegte Schweden mit 3:2, während Europameister Niederlande am folgenden Tag gegen den krassen Außenseiter Dänemark nach Elfmeterschießen ausschied. Während die Dänen alle fünf „Elfer“ verwandeln konnten, scheiterte Marco van Basten am Dänen-Keeper Peter Schmeichel. Van Bastens Fehlschuss war der Startschuss zu einem niederländischen Elfmeterdrama, das sich nun über mehrere Turniere erstreckte. Auch bei den EM-Turnieren 1996 und 2000 sowie der WM 1998 scheiterte die Elftal im Elfmeterschießen – einer Disziplin, in der die Deutschen so erfolgreich waren wie keine andere Nation.

Den niederländischen Keeper Hans van Breukelen plagten vor dem EM-Finale zwischen Deutschland und Dänemark schlimmste Befürchtungen: „Die Dänen sind total kaputt. Die Deutschen sind bereits Weltmeister, jetzt werden sie auch noch diesen Titel holen. Dies wird für mich schlaflose Nächte bedeuten.“[28] Vier Tage später war Van Breukelens Nachruhe gerettet. Die wackeren Dänen bezwangen auch die Deutschen, was in den Niederlanden fast wie ein eigener Sieg gefeiert wurde.


[1] Zit. nach Schulze-Marmeling, Dietrich/Dahlkamp, Hubert: Die Geschichte der Fußball-Europameisterschaft, Göttingen 2008, S. 236.
[2] Zit. nach Kuper, Simon: Football against the enemy. Oder: Wie ich lernte, Deutschland zu lieben, Göttingen 2009, S.17.
[3] Zit. nach ebd., S.20.
[4] Zit. nach Schulze-Marmeling/Dahlkamp (2008), S. 235.
[5] Zit. nach ebd.
[6] Zit. nach Schulze-Marmeling, Dietrich: „Wir haben die Fahrräder zurück“. Die Rivalität mit den Niederlanden, in: Ders. (Hrsg.): Die Geschichte der Fußball-Nationalmannschaft, Göttingen 2007, S. 379.
[7] Wielenga, Friso: Die Niederlande. Politik und politische Kultur im 20. Jahrhundert, Münster 2008, S. 208.
[8] Zit. nach Schulze-Marmeling, Dietrich (2007), a.a.O., S. 378.
[9] Zit. nach Kuper (2009), a.a.O., S. 111.
[10] Zit. nach taz vom 13.06.2012.
[11] Zit. nach Kuper (2009), a.a.O., S. 15.
[12] Kuper (2009), a.a.O., S. 18.
[13] Ebd., S.19.
[14] Zit. nach Westfälische Nachrichten vom 13. Juni 2012.
[15] Zit. nach Schulze-Marmeling/Dahlkamp (2008), a.a.O., S. 242.
[16] Zit. nach Schulze-Marmeling, Dietrich: Mit Straßenfußball zur Anerkennung. Fußball und Rassismus in den Niederlanden, in: Beiersdorfer, Dietmar/Golz, Richard (Hrsg.): Fußball und Rassismus, Göttingen 1993, S. 122.
[17] Zit. nach Kuper (2009), a.a.O., S. 24.
[18] Zit. nach Schulze-Marmeling (1993), a.a.O., S. 116 .
[19] Zit. nach Schulze-Marmeling, Dietrich: Die Geschichte der Fußball-Nationalmannschaft, Göttingen 2007, S. 360.
[20] Beckenbauer, Franz: Ich. Wie es wirklich war, München 1992, S.146-147.
[21] Zit. nach Schulze-Marmeling (1993), a.a.O., S. 123-124.
[22] Zit. nach Stützer, Peter: Rudi Völler wird die Spucke nicht mehr los?, in: welt online vom 24. Juni 2010.
[23] Kuper (2009), a.a.O., S. 23.
[24] Vgl. Koolen, Ruud: Stanley Menzo, in: Beiersdorfer/Golz (1993), a.a.O., S. 118 f.
[25] Zit. nach Stützer, Peter: Rudi Völler wird die Spucke nicht mehr los?, in: welt online vom 24. Juni 2010.
[26] Zit. nach Frankfurter Rundschau vom 13. Juni 2012.
[27] Zit. nach Kuper (2009), a.a.O., S. 25.
[28] Zit. nach Schulze-Marmeling/Dahlkamp (2008), a.a.O., S. 271.

Autor: Dietrich Schulze-Marmeling
Erstellt: September 2012


Links

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Weitere Informationen befinden sich im Kurzbeitrag David gegen Goliath auf dem Spielfeld

Weitere Informationen befinden sich im Kurzbeitrag Rezension 'Wij waren de besten'

Nld. Fußballverband Koninklijke Nederlandse Voetbal Bond (knvb)

Literatur

Alle bibliographischen Angaben des Dossiers finden Sie unter Bibliographie

Beckenbauer, Franz: Ich. Wie es wirklich war, München 1992.

Beiersdorfer, Dietmar/Golz, Richard (Hrsg.): Fußball und Rassismus, Göttingen 1993.

Kuper, Simon: Football against the enemy. Oder: Wie ich lernte, Deutschland zu lieben, Göttingen 2009.

Schulze-Marmeling, Dietrich/Dahlkamp, Hubert: Die Geschichte der Fußball-Europameisterschaft, Göttingen 2010.

Schulze-Marmeling, Dietrich (Hrsg.): Die Geschichte der Fußball-Nationalmannschaft, Göttingen 2008.


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