Freizeit - Kurzbeitrag



Eurecard: Vergünstigungen für Behinderte

In einigen Gebieten des deutsch-niederländischen Grenzgebiets haben Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit, grenzübergreifende Rabatte in den Bereichen Sport, Kultur und Tourismus in Anspruch zu nehmen. Durch die Beantragung einer „Eurecard“ haben sie zudem auf der belgischen und der niederländischen Seite der Euregio Zugang zu behindertengerechten Infrastrukturen und Informationen. Die Karte ersetzt allerdings nicht die in der jeweiligen Heimatregion vorgesehene Feststellung der Behinderung und gewährt auch keinen Anspruch auf medizinische Behandlung und Pflege jenseits der Grenze. Der Gedanke hinter dieser sozialpolitischen Initiative ist vielmehr die Einbeziehung behinderter Menschen in den grenzübergreifenden Integrationsprozess, indem ihnen im Nachbarland die gleichen Möglichkeiten eingeräumt werden wie im eigenen Land.

Das „Eurecard“- Projekt wird aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und Interreg-III-Geldern der Euregio finanziert. Bis einschließlich Oktober 2003 stellte der Geschäftsbereich Aachen 6040 Karten aus und einigte sich mit etwa 60 Dienstleistungsanbietern auf eine Zusammenarbeit. Die Eurecard ist nur im Gebiet der Euregio Maas-Rhein - erweitert um die Kreise Bitburg-Prüm und Daun (Rheinland-Pfalz) – gültig.

Nutzer müssen auf Hinweisschilder Acht geben

Zum Angebot der „Eurecard“ gehören unter anderem die kostenfreie Nutzung von öffentlichem Nahverkehr (z.B. Selfkantbahn), der ermäßigte Eintritt bei Sport- und Kulturveranstaltungen und die Beratung bei der Planung von Ausflügen (z.B. zur behindertengerechte Ausstattung von Gasthöfen oder Verkehrsmitteln). Die teilnehmenden Einrichtungen machen dies durch ein Hinweisschild am Gebäude- oder Geschäftseingang kenntlich. Erhältlich ist die Karte beim Versorgungsamt Aachen und beim Amt für soziale Angelegenheiten in Trier.

Absichtserklärung zur Förderung der Mobilität von Menschen mit Behinderungen

Erste Gespräche fanden bereits 1999 statt. Die Verantwortlichen für Behindertenpolitik in
Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Niederländisch-Limburg, der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens sowie der Flämischen und Wallonischen Region planten eine interregionale Gleichschaltung der Erleichterungen und Vergünstigungen für Behinderte. Die Karte wurde schließlich im Januar 2001 eingeführt. (owb)

EureWelcome-Label

In der zweiten Projektphase sollen sich Einrichtungen in der Region innerhabl von freiwilligen Verpflichtungen baulich einer barrierefreien Zugänglichkeit annäheren. Die Planung ist dabei langfristig angelegt: Umbaumaßnahmen werden nicht direkt eingefordert. Die Einrichtungen verpflichten sich aber durch die Unterzeichnung der EureWelcome Charta dazu, bei Gelegenheit bauliche Hindernisse für Behinderte zu entfernen. (mg) 

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