XII. Die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien – Gold und Bronze

Die WM-Endrunde 2014 fand in Brasilien statt, dem Land des fünffachen Weltmeisters. Deutschland und die Niederlande qualifizierten sich souverän. Die Niederlande überstanden die Qualifikation unbesiegt. Die Elftal holte 28 Punkte aus zehn Spielen und war gemeinsam mit Deutschland zumindest statistisch das beste Team der Qualifikation.

Das DFB-Team meisterte seine zehn Auftritte unbesiegt. Nur einmal geriet man kurz ins Stolpern – allerdings mit einem erheblichen medialen Nachhall: Im Oktober 2012 empfingen die Deutschen den härtesten Konkurrenten Schweden. Im Berliner Olympiastadion bot das DFB-Team eine knappe Stunde Traumfußball und lag nach 56. Minuten mit 4:0 in Front. In der 62. Minute konnte Zlatan Ibrahimovic für die Gäste auf 1:4 verkürzen. Anschließend ging die defensive Ordnung im deutschen Spiel komplett verloren. Sogar Keeper Manuel Neuer wirkte orientierungslos. Nach 93 spektakulären Minuten stand es 4:4. Kritiker warfen Bundestrainer Joachim Löw vor, er ließe „Hurra-Fußball“ spielen, vernachlässige die Defensive und habe keine Lehren aus der EM gezogen, wo die Deutschen im Halbfinale gegen Italien ausgeschieden waren – auch wegen einer falschen Taktik. Löw räumte ein, „dass wir uns defensiv insgesamt als Mannschaft unbedingt verbessern wollen.“[1] Von seiner offensiv geprägten Spielphilosophie mochte der Bundestrainer aber nicht abweichen.

Van Gaal übernimmt

Nach dem Desaster bei der EM 2012 hatte Louis van Gaal die Elftal übernommen. Van Gaal gelang es schnell, die Mannschaft umzubauen und wieder in die Spur zu bringen. Die Defensive bestand nun fast ausschließlich aus jungen Spielern aus der heimischen Eredivisie: Bruno Martinas Idl (Feyenoord Rotterdam, 22), Stefan de Vrij (Feyenoord, 22), Daryl Janmaat (Feyenoord) 24), Daley Blind (Ajax Amsterdam, 24), Joel Veltman (Ajax, 22) und Keeper Jasper Cillessen (Ajax, 25). Einzige Ausnahme war der 29-jährige Ron Vlaar, der in der Premier League bei Aston Villa unter Vertrag stand.

Louis van Gaal war schon immer ein Förderer junger Spieler gewesen. Beim FC Bayern München hatten hiervon insbesondere Thomas Müller und Holger Badstuber profitiert. Ohne den Trainer van Gaal hätten es die beiden späteren Nationalspieler möglicherweise nicht in die erste Mannschaft des Rekordmeisters geschafft, der bis dahin vorwiegend nach etablierten Stars Ausschau hielt.

Der Angriff verkörperte noch „das alte Holland“. Van Gaals Offensiv-Arsenal trat fast komplett im Ausland gegen den Ball und verfügte über internationale Erfahrung auf höchstem Level. Im 5-3-2-System stellten die Weltklassestürmer Arjen Robben (30, FC Bayern München) und Robin van Persie (30, Manchester United) die Sturmspitzen, als Alternative stand unter anderem Klaas Jan Huntelaar (30, FC Schalke 04) bereit. Robben stürme auf rechts, aber anders als bei den Bayern, wo er sich stärker an der Außenlinie orientierte. Dahinter agierte Wesley Sneijder (30, Galatasaray Istanbul) als klassischer Spielmacher.

Wichtigste Säule in van Gaals Team war aber der Mann, der nach seinem Kung-Fu-Tritt im WM-Finale 2010 als Personifizierung des Niedergangs der niederländischen Schule galt und nach weiteren Fouls in der Elftal erst einmal ausgedient hatte: Nigel de Jong. Der „Sechser“ konnte nicht nur seinen Gegenspielern die Knochen brechen, sondern auch gegnerische Angriffe noch vor dem Strafraum bremsen, um mit klugen und präzisen Pässen den Gegenangriff einzuleiten.

5-3-2-System

Drei Monate vor dem WM-Start verletzte sich van Gaals wichtigster Mittelfeldspieler Kevin Strootmann (AS Rom) so schwer, dass er für das Turnier in Brasilien ausfiel. Der Bondscoach veränderte daraufhin seine taktische Grundformation. Das „niederländische“ 4-3-3 erschien ihm angesichts seiner international weitgehend unerfahrenen Abwehr zu gewagt. Stattdessen verordnete er der Mannschaft nun ein 5-3-2-System. Van Gaal interpretierte dies allerdings offensiver, nämlich als 3-5-2.

Die Außenverteidiger gingen deutlich seltener über die Mittellinie als bei offensiv gestimmten Mannschaften. Das Dreier-Mittelfeld (nach van Gaals Lesart: Fünfer-Mittelfeld) hat vorwiegend defensive Aufgaben zu erfüllen. Die Mittelfeldaußen Daryl Janmaat und Daley Blind waren gelernte Abwehrspieler, die tief standen und bei Ballverlust die Abwehr-Dreierkette in eine Fünfer-Kette verwandelten. Van Gaal wollte so vermeiden, dass seine Abwehrspieler in 1:1-Situationen gerieten.

Auch der zentrale Mittelfeldspieler, der „Zehner“ hinter den Spitzen, spielte zurückgezogen und war bei Gegenangriffen der erste Verteidiger. Abwehr- und Mittelfeldreihe durften nicht mehr als zehn Meter trennen. Innerhalb der beiden Reihen durfte der Abstand zwischen den Spielern nicht mehr als acht Meter betragen.

Teile der niederländischen Fußballöffentlichkeit reagierten mit dem landesüblichen Aufschrei. Arie van Haan, Vizeweltmeister 1974 und 1978, war empört: „Ich plädiere dafür, vom neuen System abzusehen und unsere Identität zu behalten.“ Seit 1974 sei die fußballerische Identität seines Landes die Offensive, „und es ist eine Todsünde, dass dies nun, 40 Jahre später, zum Fenster hinausgeworfen wird.“[2] Vincent Okker von Voetbal International verteidigte den Bondscoach: „Wir haben zurzeit einfach nicht so viele gute Spieler, dass sich die Gegner unserer Spielweise anpassen müssen. In der sehr schweren Gruppe geht es ihm erst einmal darum, die Abwehr zu stärken.“[3]

In Brasilien verfolgte van Gaal folgenden Matchplan: Eine gute Stunde ließ er seine Mannschaft lange Bälle auf die Doppelspitze Robben/van Persie schlagen. Wurde der Gegner müde, schaltete die Elftal auf Ballbesitzfußball um. Für diesen Strategiewechsel stand insbesondere die Einwechselung des 20-jährigen Memphis Depay vom PSV Eindhoven. Der kreative und passsichere Spieler sollte die nun größeren Räume in der gegnerische Hälfte nutzen. War ein Rückstand aufzuholen, wechselte sein Team auf ein 4-3-3-System.

Bei Ajax, Barca und dem FC Bayern stand van Gaal für offensiven Ballbesitz- und Dominanzfußball. In Brasilien erlebte man nun einen anderen van Gaal: „Man muss eine Mannschaft so spielen lassen, wie es ihrer Qualität entspricht.“[4] Der Bondscoach erinnerte daran, dass er schon beim AZ Alkmaar so spielen ließ. Der Provinzklub wurde damals mit beschränkten Mitteln sensationell Meister und verwies die Großen aus Amsterdam, Rotterdam und Eindhoven auf die Plätze.

Traumstart gegen den Weltmeister

Die Auslosung bescherte den Niederlanden eine schwierige Gruppe. Topfavorit auf ein Weiterkommen war Weltmeister Spanien. Dahinter wurden Chile die besten Chancen eingeräumt – knapp vor den Niederlanden. Im Land des amtierenden Vizeweltmeisters galt schon ein Überstehen der Gruppenphase als Erfolg. Australien war nur Außenseiter.


Mit Spanien und den Niederlanden trafen erstmals in der Geschichte der WM die letzten Finalisten im ersten Gruppenspiel aufeinander. Bei der Selección standen noch 16 Spieler von 2010 im Kader, bei der Elftal waren es nur noch sieben. In der 27. Minute verwandelte Xabi Alonso einen fragwürdigen Elfmeter zur 1:0-Führung für die Spanier. In der 43. Minute verpasste David Silva das 2:0 und die Vorentscheidung, als er anstatt der einfachen Lösung die schwierige wählte – sein Heber wurde von Keeper Jaspar Cillessen noch weggewischt.

Stattdessen fiel kurz vor dem Halbzeitpfiff der Ausgleich. Blind überwand mit einem langen Ball die aufgerückte Abwehr der Spanier, und van Persie bezwang mit einem Weltklasse-Flugkopfball Spaniens Keeper Iker Casillas. Spanien war nur im ersten Durchgang stark. In der 53. Minute erzielte Arjen Robben die Führung für die Niederländer. Anschließend spielte sich das in Blau auflaufende Oranje in einen Rausch, kam durch Stefan de Vrij (64.), van Persie (74.) und Robben (80.) zu weiteren Treffern und gewann am Ende mit 5:1. Das Turnier erlebte seine erste Sensation.

Souveräner Gruppensieger

Gegen Australien lagen die Niederlande zunächst nach 58 Minuten mit 1:2 zurück, gewannen aber noch mit 3:2. Das Siegtor erzielte Memphis Depay, den van Gaal nach der Halbzeit eingewechselt hatte. Beim Spiel Niederlande gegen Chile ging es nur noch um den Gruppensieg und die Vermeidung eines Achtelfinals gegen Gastgeber Brasilien. Der Elftal genügte hierzu ein Unentschieden, La Roja musste gewinnen.

Van Gaal musste auf den gelbgesperrten van Persie verzichten. Zum Unmut des Publikums agierten die Niederlande über weite Strecken abwartend. In der 69. Minute schickte der Bondscoach Depay aufs Feld, sechs Minuten später folgte Leroy Fer. Beide Spieler brachten neuen Schwung ins Spiel der Niederländer, während die Chilenen nun ihrer aufwendigen Spielweise Tribut zollten. Van Gaals Joker glänzten auch als Vollstrecker: In der 77. Minute, zwei Minuten nach seiner Einwechselung, erzielte Fer per Kopf die Führung für die Niederländer. In der Nachspielzeit konnte Depay auf 2:0 erhöhen.

Die Niederlande wurden mit dem Optimum von neun Punkten und 10:1 Toren Gruppensieger. Damit hatten vor der WM selbst die kühnsten Optimisten nicht gerechnet. In der Heimat waren trotzdem nicht alle zufrieden. Für de Volkskrant war der Sieg über die Chilenen nur „Poldercatenaccio mit perfektem Ergebnis“. Die Mannschaft habe „wie eine Investorengesellschaft“ gespielt. „Wenn das Resultat gut ist, kommen die Boni von selbst. Es ist noch schlimmer als vor vier Jahren mit Bert van Marwijk als Bondscoach. Die Spezialität war einmal: Begegnungen mit fantastischem Spiel zum Leben zu erwecken. Und jetzt? Erst totmachen, dann zuschlagen.“[5] Das Algemeen Dagblad bedauerte „eine Beleidigung der alt-holländischen Schule.“[6]

Nicht total, aber erfolgreich

Im Achtelfinale traf die Elftal auf Mexiko. In der ersten Halbzeit waren die spielstarken Mexikaner die deutlich aktivere Mannschaft, kamen aber trotzdem nur zu wenigen Torchancen. Die Niederländer taten kaum etwas für das Spiel. Van Gaal musste bereits in der neunten Minute de Jong wegen einer Verletzung vom Feld nehmen. Für ihn übernahm nun Blind die Rolle des Prellbocks vor der Abwehr. Kurz vor dem Halbzeitpfiff wurde Robben bei einer der selten niederländischen Angriffsaktionen im Strafraum gleich zweimal gefoult. Aber Schiedsrichter Pronenca ließ weiterspielen und verhinderte so, dass der Spielverlauf auf den Kopf gestellt wurde.

Nach dem Wiederanpfiff erwischte El Tri den besseren Start. In der 48. Minute erzielte dos Santos – von drei Niederländern bedrängt – aus 20 Metern mit dem linken Fuß die 1:0-Führung. Sieben Minuten später verhinderte Cillessen das 2:0, als er gegen Peralta parierte.

Van Gaal drohte das Scheitern seiner Taktik und der Totalverriss in der Heimat. Die Niederländer drängten nun mit aller Macht auf den Ausgleich, aber Chiles starker Keeper Ochoa hielt seinen Kasten sauber. In der 76 . Minute bat Schiedsrichter Proenca ein zweites Mal zu einer Trinkpause. Van Gaal stellte nun auf ein 4-3-3-System um und brachte Huntelaar für van Persie. Zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit legte Huntelaar nach einer Ecke per Kopf auf Sneijder zurück, der den Ball aus 15 Metern unhaltbar neben linken Pfosten zum Ausgleich drosch.

Nach 90 Minuten gab Proenca noch sechs Minuten drauf. In der 92. Minute kam Robben erneut im Strafraum zu Fall. Ein leichter Kontakt mit Mexikos Rafael Marquez war nicht zu leugnen, aber mehr war auch nicht passiert. Robben selbst sprach später davon, er habe sich „clever“ verhalten. Diesmal entschied Proenca auf Strafstoß, was nach einer Konzessionsentscheidung roch. Robben mochte nicht antreten, sondern überließ die Ausführung dem frischeren Huntelaar. Der Schalker war alles andere als ein versierter Elfmeterschütze, versenkte den Ball aber unhaltbar im linken Eck. Die Niederländer hatten die Partie innerhalb von vier Minuten gedreht. Mexiko war zum sechsten Mal in Folge im Achtelfinale gescheitert.

Van Gaal sparte nicht mit Selbstlob, als er von „goldenen Einwechselungen“ sprach. „In der zweiten Trinkpause habe ich Plan B ausführen lassen. Er hat funktioniert.“[7]
Sogar van Gaals Erzfeind Johan Cruyff drehte nun bei. „Das ist der Fußball den ich sehen will“, womit er die Umstellung auf „sein“ 4-3-3-System ansprach. Der „König“ hatte „die schönsten 20 Minuten der WM gesehen.“[8]

Ex-Nationalspieler und Ajax-Coach Ronald de Boer analysierte nüchtern: „Wenn wir den Ball haben, sieht es oft armselig aus. Das ist viel zu statisch, da ist nicht genug Bewegung drin. So wie gegen Mexiko in der ersten Halbzeit. Das ist nicht der totale Fußball, wie ihn die Welt von den Holländern kennt und erwartet. Aber es ist bisher erfolgreich. Und das zählt. [...] Wir müssen uns inzwischen stärker am Gegner orientierten als früher.“[9]

Der Taktikfuchs

Im Viertelfinale wartete Costa Rica auf die Niederlande. Die Elftal ging als Favorit in das Spiel. In den Niederlanden stritt man schon darum, welche Stadt die große Empfangsparty für den Weltmeister geben dürfe: Rotterdam oder Amsterdam? Rotterdam verwies darauf, dass ein Großteil der Spieler aus der Hafenstadt stamme.

Im Spiel musste van Gaal musste auf seinen verletzten Quarterback de Jong verzichten. Gegen die Mittelamerikaner ließ der Bondscoach sein favorisiertes Team erstmals von Beginn an mit drei Angreifern spielen. Die Niederländer waren zwar überlegen, verbuchten phasenweise einen Ballbesitz von über 80 Prozent, scheiterten aber immer wieder am überragenden Tico-Keeper Navas, an der gegnerischen Abseitsfalle oder am Aluminium. Costa Rica gefiel durch eine gute Ordnung und kluge Taktik. Nach vorne lief allerdings kaum etwas. So blieb die Partie in der regulären Spielzeit torlos.

In der Schlussphase der Verlängerung kam Costa Rica zu schnellen Gegenangriffen, durfte in der 115. Minute den ersten Eckstoß ausführen und hatte zwei Minuten später die große Chance zu Führung. Aber Elftal-Keeper Jasper Cillessen konnte den Schuss des frei vor ihm auftauchenden Marcos Urena parieren.

Wenig später war trotzdem Schluss für den Mann, der seine Elf vor dem Ausscheiden bewahrt hatte. Denn van Gaal tauschte Cillessen gegen den 26-jährigen Newcastle United-Keeper Tim Krul aus – mit Blick auf ein Elfmeterschießen. Van Gaal: „Wir dachten alle, Tim wäre der bessere Keeper, um Elfmeter zu halten, er ist größer und hat eine größere Reichweite.“[10]

Cillessen hatte in seiner Karriere noch nie einen „Elfer“ pariert. Krul war auf seinen Einsatz akribisch vorbereitet worden – ohne Wissen von Cillessen. Van Gaals Rechnung ging auf. Krul irritierte die Schützen der Ticos mit Psycho-Spielchen, flog bei allen fünf Elfern in die richtige Ecke und parierte die Schüsse von Ruiz und Umana. Für die Niederlande traf die „Ü30-Fraktion“ van Persie, Robben, Sneijder und Dirk Kuyt. Gemessen an der Überlegenheit und dem Chancenplus in den 120. Minute zuvor ein verdienter Sieg der Niederländer.

Van Gaal, der bereits in drei der vier WM-Spielen zuvor den Siegtorschützen eingewechselt hatte, festigte seinen Ruf als Taktikfuchs des Turniers. So schrieb de Volkskrant: „Die WM ist das Projekt von Louis van Gaal, dem Genie, denn er gewinnt.“[11] Johan Cruyff war etwas kritischer. Der „König“ gratulierte seinem Widersacher zum Einzug ins Halbfinale und lobte den Teamgeist. Aber ohne eine Portion Gift ging es dann doch nicht: „Nur mit dem Fußballspielen läuft es nicht so gut. Das ist eine schöne Aufgabe für den neuen Bondscoach.“[12]

Vor allem mit der ersten Halbzeit war Cruyff nicht zufrieden: Die Außenverteidiger hätten in der Aufbauphase keinen Druck nach vorne gemacht. Statt die Tiefe zu suchen, sei breit gespielt worden, so dass Robben kaum an den Ball gekommen wäre – obwohl dieser den Unterschied ausmachen könnte.

Niederländisches Lob für deutschen Torwart

Cruyff hielt das fußballerische Niveau des Turniers im Allgemeinen für mäßig. Guten Fußball würden nur die Deutschen zeigen: „Die Pässe, das Freilaufen, das Positionsspiel und die Manier, wie der Torwart eingesetzt wird – fußballerisch überragen sie alle.“[13]

Vorbild des nicht nur von Cruyff gepriesenen DFB-Keepers Manuel Neuer war ein Niederländer. Die deutsche Nummer eins: „Mein großes Vorbild in der Jugend war der Niederländer Edwin van der Sar, der dieses moderne Torwartspiel geprägt hat. Von ihm hatte ich viele Videokassetten.“[14] Van der Sar war in den 1990ern zum Prototyp des modernen Torwarts aufgestiegen. Der bei Ajax Amsterdam ausgebildete Keeper konnte nicht nur Bälle abwehren, sondern auch brenzlige Situationen bereits weit vor seinem Tor entschärfen und sich am Spielaufbau beteiligen.

Van der Sar und Neuer waren ideale Keeper für Teams, die auf Ballbesitz orientierten und ihre Abwehr bis zur Mittellinie vorschoben, um den Gegner bereits in dessen eigener Hälfte unter Druck zu setzen. Dadurch entstand hinter der Abwehrreihe ein riesiger Raum, der von einem Torwart kontrolliert wurde, der nicht auf der Torlinie kleben blieb, sondern wie ein Libero agierte. Die Niederlande hatten diese Form des Torwartspiels bereits zur WM 1974 erfunden, als sie mit Jan Jongbloed einen Mann zwischen die Pfosten stellten, der mit dem Fuße stärker war als viele Konkurrenten. Der totaal voetbal à la Rinus Michels und Johan Cruyff verlangte nach einem solchen Keeper bereits viele Jahre vor der Modifizierung der Rückpassregel (1992), die dem letzten Mann untersagte, von Mitspielern zugespielte Bälle mit den Händen aufzunehmen.

Gescheitert im Elfmeterschießen

Außer den Niederlanden hatten auch noch Argentinien, Gastgeber Brasilien und Deutschland das Halbfinale erreicht. So war eine Neuauflage des legendären WM-Finales von 1974 möglich. Es wäre ein Spiel unter anderen Vorzeichen geworden als 40 Jahre zuvor. Für offensiven und unterhaltsamen Fußball standen nun die Deutschen. Zuvor waren aber andere Neuauflagen zu spielen: Die Niederlande mussten sich mit ihrem Endspielgegner von 1978 messen, den Deutschen bot sich die Chance zur Revanche für 2002.

Von den europäischen Ligen war die Bundesliga in der Runde der letzten Vier am stärksten vertreten. 21 Bundesligaspieler waren noch im Rennen. Es folgten die niederländischen Eredivisie (20), Englands Premier League (19), Italiens Serie A (13) und Spaniens Primera División (8). Bayern München stellte mit 14 die meisten Spieler, gefolgt von Chelsea und Feyenoord mit je fünf.

Niederlande gegen Argentinien war auch ein Duell Arjen Robben gegen Lionel Messi. Der Niederländer war der auffälligere der beiden Stars. Während Robben mit seiner Dynamik stets mehrere Gegenspieler band, hatte Messi, der sein 92. Länderspiel absolvierte und damit an Maradona vorbeizog, einen weitgehend lethargischen Auftritt. Aber auch Robben konnte in einem Spiel, das von starken Abwehrreihen geprägt war und in dem die beiden Trainer „gar nichts“ (Sabajela) bzw. „so gut wie gar nichts“ (van Gaal) wagten, nicht viel bewegen. Beide Teams nahmen nach der Balleroberung zunächst das Tempo aus dem Spiel, um ohne Raumgewinn hin- und her zu passen.

Cruyff hatte van Gaal geraten gegen Argentinien so weiter zu spielen wie in der Schlussphase gegen Costa Rica. Aber van Gaal hatte einen anderen Plan. Robben kam erst in der Nachspielzeit zu seiner ersten Torchance, aber Javier Mascherano, Argentiniens Bester, konnte den Ball noch mit letzter Kraft abwehren.
Es war ein lahmes und langweiliges Match, in dem sich der neutrale Zuschauer dem Elfmeterschießen entgegen sehnte, da nur dieses Unterhaltung versprach. So kam es auch, obwohl van Gaal in der Verlängerung etwas mehr Risiko ging als sein argentinischer Kollege.

In der 96. Minute hatte der Bondscoach Huntelaar für van Persie gebracht, der an einer Magenverstimmung laborierte. Es war bereits seine dritte Auswechselung, denn zuvor hatten bereits der rotgefährdete Martins Indi und Nigel de Jong das Feld geräumt. De Jongs Einsatz war eine Überraschung gewesen. Eigentlich war man davon ausgegangen, dass für den Abräumer das Turnier gelaufen war. Aber nach 62 Minuten, in denen er Argentiniens Higuain gut im Griff hatte, musste de Jong völlig erschöpft vom Platz.

Erstmals in der 84-jährigen Geschichte des World Cups endete ein Halbfinale torlos. Da van Gaal sein Auswechselkontingent bereits ausgeschöpft hatte, konnte er im Elfmeterschießen nicht ein weiteres Mal seine Trumpfkarte Krul ziehen – was möglicherweise spielentscheidend war. So ging die Heldenrolle an Argentiniens Keeper Sergio Romero, der bei seinem Arbeitgeber AS Monaco nur die Nummer 2 war und einst unter van Gaal in Alkmaar das Tor gehütet hatte. Romero parierte die Bälle von Ron Vlaar und Wesley Sneijder (Laut van Gaal trat Vlaar nur an, weil zwei Spieler nicht bereit gewesen wären, Verantwortung zu übernehmen).

Auf der anderen Seite ließ Jasper Cillessen die Schüsse von Messi, Garay, Agüero und Rodriguez passieren. Die „Elfer“ von Agüero und Rodriguez erschienen nicht als unhaltbar und wären möglicherweise eine Beute Kruls gewesen. Van Gaal: „Ich weiß, dass Krul der bessere Elfmetertöter ist. Wenn ich die Chance gehabt hätte, ich hätte ihn wieder eingewechselt. Aber ich konnte nicht.“[15] Dass die Niederländer den gemeinsamen Wunsch nach einer Neuauflage des Finales von 1974 im Elfmeterschießen vermasselten, war aus deutscher Sicht „typisch holländisch“.

„voetbal minimal“

Gegen Argentinien wurde offensichtlich, dass die Elftal in van Gaals taktischen Überlegungen erstarrt war. Sein 3-5-2- bzw. 5-3-2-System taugte nur gegen Mannschaften, die – wie Spanien - das Spiel machen wollten. Zwischen Abwehr und Angriff klaffte bereits gegen Costa Rica eine Lücke, aus dem Mittelfeld kam kaum Kreativität. Was häufig dadurch kaschiert wurde, dass der ungemein fleißige Robben überall zu finden war.

Obwohl man im Viertel- und Halbfinale jeweils über 120 Minuten gehen musste, war kein Tor aus dem Spiel gelungen. De Volkskrant zürnte: „Wer so massiv verteidigt und fast andauernd breit oder nach hinten spielt, lässt keinen Raum für Spektakel. [...] Wer in den letzten 240 Minuten kein Tor schießt, hat in einem WM-Finale nichts zu suchen, sicher nicht gegen Deutschland.“[16]

In Deutschland schrieb Zeit-Redakteur Christof Siemes: „Ritter Louis hätte auch noch eine Rechnung offen gehabt mit Deutschland, weil man sein Genie in der Fußballhauptstadt München nicht wirklich wertgeschätzt hat. Dort hielt man ihn schon nach kurzer Zeit für einen überheblichen Spinner und beendete die Zusammenarbeit so rasch wie möglich. Und selbst daheim hinterm Deich hätte er wohl nur dann die Ruhe gefunden vor seinem ewigen Quälgeist Johan Cruyff, wenn er es geschafft hätte, den holländischen Final-Fluch zu brechen und endlich ein WM-Endspiel nicht nur zu erreichen, sondern zu gewinnen.“[17]

Für Siemes hatte van Gaals Mannschaft nur noch „voetbal minimal“ gespielt. Symbolfigur dieses trostlosen Spiels sei Dirk Kuyt gewesen. „Der frühere Angreifer hat endgültig alle Stürmerenergie in sich unterdrückt und spielt als Außenverteidiger ausschließlich Rückpässe. Dagegen ist selbst Höwedes ein Flankengott.“[18] Die härteste Kritik kam aus dem Mund des Ex-Nationalspielers und TV-Experten Mehmed Scholl: „Wir können ja mal überlegen, warum die Holländer raus sind. Denn laufen konnten sie, das haben wir gesehen. Aber sie haben völlig ihre Art Fußball zu spielen verloren während des Turniers. Sie waren taktisch überladen. Die Spieler hatten pausenlos Angst, den Ball nach vorne zu spielen. [...] Da wollte der Trainer das ganz große Taktikding drehen. Da wollte van Gaal zeigen, ich habe nicht nur den Fußballkeks gegessen. Sondern ich habe den allergrößten Fußballkeks gegessen. Er ist ja eigentlich ein großartiger Trainer, aber er will das ganz große Ding drehen. Das kommt dann als Bumerang zurück. Was wir in den letzen zwei Spielen gesehen haben, das waren nicht die Holländer.“[19]

Die Elftal bleibt ungeschlagen

Den Niederlanden blieb noch das kleine Finale gegen Brasilien. Im Halbfinale waren die Gastgeber von der DFB-Elf mit 7:1 überfahren worden. Deutsche und Niederländer verbuchten somit die höchsten Siege bei dieser WM.

Van Gaal plädierte im Vorfeld des kleinen Finales für dessen Abschaffung. Der Bondscoach sah die Gefahr, dass ein Team mit zwei Niederlagen aus einem eigentlich erfolgreichen Turnier gehen würde. „Das hat nichts mit meiner Auffassung von Sport zu tun.“[20] Rund 30 Stunden vor dem Anpfiff korrigierte van Gaal seine Meinung: „Jetzt müssen wir etwas anderes verteidigen. Es ist noch nie eine niederländische Mannschaft von der WM nach Hause gekommen, ohne ein Spiel verloren zu habe. Das wollen wir erreichen.“[21]

Den Brasilianern drohte nach einer guten Viertelstunde eine Wiederholung des Debakels gegen die Deutschen. Die Elftal führte durch Tore von van Persie (3., Elfmeter) und Blind (15.) mit 2:0. Beide Tore kamen mit Hilfe des schwachen Schiedsrichtergespanns zustande. Beim 1:0 lag kein Elfmeter vor, da Thiago Silva Robben außerhalb des Strafraumes gefoult hatte. Freistoß für die Niederlande und Platzverweis für Thiago hätte die korrekte Strafe gelautet, denn das Foul war eine Notbremse. Dem Tor von Blind ging eine Abseitsstellung voraus. In der Nachspielzeit markierte Georginio Wijnaldum[22] auch noch das 3:0.

Arjen Robben war auch beim letzten Aufritt seiner Mannschaft ein ständiger Unruheherd und zählte zweifellos zu den besten Spielern dieser WM. Trotz der Fehlentscheidungen war der Sieg der Elftal auch in dieser Höhe völlig verdient. Die Niederländer konnten zufrieden die Heimreise antreten. Fünf Siege, zwei Remis und Platz drei hatte ihnen vor dem Abflug niemand zu getraut. Für die niederländische Trouw hatte „ein erwachsenes Oranje einer starken WM mit Bronze die Krone aufgesetzt.“[23]

Die Niederlande hatten besser und ansehnlicher gespielt als vier Jahre zuvor in Südafrika. Nach dem Achtelfinale gegen Mexiko schrieb Peter Unfried in der taz: „Die Niederländer agieren längst nicht so zynisch wie Bert van Marwijks Vizeweltmeister 2010. Sie sind überhaupt nicht zynisch und haben dieser WM ästhetische Höhepunkte gegeben, man denke an Sneijders Volley gegen Mexiko oder an van Persies Kopfballtor gegen Spanien. Und Robbens Läufe in der Vorrunde waren die maximale Synthese zwischen Athletik und Kunst.“[24]

Im Übrigen waren die Niederlande nicht der einzige WM-Teilnehmer, der mit einer Fünferkette verteidigte. Costa Rica tat dies ebenfalls. Beide Mannschaften blieben im Spiel unbesiegt und verloren nur im Elfmeterschießen. Auch Chile spielte zeitweise „zu fünft“ und trotzdem sehr unterhaltsam und offensiv, was man von den Niederlanden und Costa Rica allerdings nicht behaupten konnte. Gerd Bode analysierte nach der WM für die Fachzeitschrift fußballtraining: „Es ist kein Zufall, dass immer mehr Mannschaften auf das schwer auszurechnende Spiel mit ständig wechselnden Angreifern gegen eine Vierer – mit einer Fünferkette reagieren.“[25] So besehen war van Gaals Fünferkette schon wieder modern.

Vergleiche mit der 1974er-Elf waren vor allem ein Thema der älteren Generation. Große Teile der jüngeren Generation betrachtete das Spiel ihrer Elftal weniger ideologisch. Es wurde auch dann akzeptiert, wenn es nicht mehr so „niederländisch“ daherkam wie früher. Nicht die Spielweise stand im Vordergrund, sondern das Ergebnis. Louis van Gaal garnierte seinen Abschied als Bondscoach mit einem Seitenhieb auf seinen Nachfolger Guus Hiddink und die Cruyffisten in der Heimat, für die „echter niederländischer“ Fußball nur in einem offensiven 4-3-3-System vorstellbar war: „Ich habe gehört, dass er den niederländischen Weg des Fußballs gepaart mit einem Plus zeigen will. Auch ich habe die Hollandschule mit einem Plus gezeigt. Es hat allen Leuten die Augen geöffnet, dass es nicht nur ein System gibt, das zur Freude führt.“[26]

Auch nach diesem Turnier wechselten einige Elftal-Akteure in lukrativere ausländische Ligen: Bruno Martins Idls ging zum FC Porto, Stefan de Vrij zu Lazio Rom, Daryl Janmaat zu Newcastle United und Daley Blind folgte Louis van Gaal zu Manchester United.

Deutschland: Offensiv und diszipliniert zum Titel

Deutschland schlug auch noch Argentinien (1:0) und wurde verdient Weltmeister. Keine andere Mannschaft wusste so gut seriöse Abwehrarbeit mit einem kreativen und offensiven Spiel zu verbinden. Deutschland spielte 4.157 Pässe, die meisten aller WM-Teilnehmer. 82 Prozent kamen an – auch das war ein Spitzenwert. Und in jedem Spiel verzeichnete die DFB-Auswahl mehr Ballbesitz als der Gegner. Ballbesitz war mitnichten out, wie dies seit dem Scheitern des FC Barcelona in der Champions League-Saison 2012/2013 verstärkt behauptet wurde.

Das DFB-Team hatte mit Neuer den besten Torwart, mit Hummels und Boateng die beste Innenverteidigung und mit Kroos den besten zentralen Mittelfeldspieler. Kroos war Deutschlands Xavi, spielte mehr Pässe als alle anderen, von denen über 80 Prozent ankamen. Viermal mündeten diese in einen Treffer, zweimal traf er selber. Er bewies strategisches Denken und ein gutes Auge für die Spielsituation.

Jogi Löw sagte im Blick zurück: „Wir haben dieses Projekt vor zehn Jahren gestartet mit Jürgen Klinsmann. Wir haben uns kontinuierlich gesteigert. Ich wusste, dass diese Champions den letzten Schritt machen und das zu Ende bringen. [...] Nur mit deutschen Tugenden hätten wir keine Fortschritte gemacht.“[27]

Der WM-Titel war das Resultat einer Bildungsoffensive und kulturellen Revolution im deutschen Fußball. Nach der verkorksten EM 2000 hatte der DFB die Nachwuchsarbeit reformiert und forciert und dabei Anleihen in den Niederlanden, Frankreich und der Schweiz genommen. 2009 wurde die U21-Mannschaft des DFB erstmals Europameister. Mit dabei: Manuel Neuer, Jerome Boateng, Benedikt Höwedes, Mats Hummels, Sami Khedira und Mesut Özil. Toni Kroos musste damals verletzt zuschauen, Thomas Müller geriet erst später ins Visier des DFB – auch dank Louis van Gaal.

In England sah The Times Deutschland „gut aufgerüstet, um Spanien zu folgen als das auf Jahre dominierende Team im internationalen Fußball.“[28] Für Frankreichs Le Parisien war Deutschland „nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht, sondern auch in Sachen Fußball eine Supermacht. Das Land hat es geschafft, ein tadelloses System aufzubauen – mit finanziell gesunden Klubs und der entsprechenden Ausbildung.“[29]
Die größte Leistung war aber vielleicht: Der einst verhasste deutsche Fußball genoss weltweite Bewunderung.


[1] Zit. nach Berliner Zeitung vom 16. Oktober 2013.
[2] Zit. nach Tagesspiegel vom 13. Juni 2014.
[3] Ebd.
[4] Zit. nach Süddeutsche Zeitung vom 24. Juni 2014.
[5] Ebd.
[6] Zit. nach Bonner General-Anzeiger vom 28. Juni 2014.
[7] Zit. nach tz Online, 30. Juni 2014.
[8] Zit. nach Süddeutsche Zeitung vom 30. Juni 2014.
[9] Zit. nach Tagesspiegel vom 5. Juli 2014.
[10] Zit. nach Kicker vom 6. Juli 2014.
[11] Zit. nach Badische Zeitung vom 6. Juli 2014.
[12] Zit. nach Süddeutsche Zeitung vom 9. Juli 2014.
[13] Zit. nach Berliner Zeitung vom 7. Juli 2014.
[14] Interview mit Manuel Neuer in DB mobil, Sommer 2014.
[15] Zit. nach Süddeutsche Zeitung vom 10. Juli 2014.
[16] Zit. nach Spiegel Online vom 10. Juli 2014.
[17] Siemes, Christof: Niederlande gegen Argentinien: Das war allenfalls Frikandel, in: ZEITonline vom 10. Juli 2014.
[18] Ebd.
[19] Zit. nach Focus Online vom 10. Juli 2014.
[20] Zit. nach Frankfurter Rundschau vom 12./13. Juli 2014.
[21] Zit. nach Rheinische Post vom 12. Juli 2014.
[22] Der Spieler vom PSV Eindhoven hätte bei der WM neben den für Deutschland bzw. Ghana spielenden Brüdern Jerome und Kevin Prince Boateng der dritte „Boateng“ im dritten Nationalteam sein können. Der Sohn eines Ghanesen und einer Niederländerin wurde als Boateng geboren, nahm aber nach der Scheidung der Eltern den Namen der Mutter an.
[23] Zit. nach Westfälische Nachrichten vom 14. Juli 2014.
[24] Peter Unfried: Lekker Voetbal, in: taz vom 1. Juli 2014.
[25] Gerhard Bode: Die Fünferkette – das Defensivsystem der Zukunft?, in: fussballtraining, September 2014.
[26] Zit. nach Westfälische Nachrichten vom 14. Juli 2014.
[27] Zit. nach Kicker vom 14. Juli 2014.
[28] Zit. nach Süddeutsche Zeitung vom 14. Juli 2014.
[29] Zit. nach Spiegel Online vom 14. Juli 2014.

Autor: Dietrich Schulze-Marmeling
Erstellt: Oktober 2014