IV. Provinzielle und regionale Archive

Auf regionaler Ebene gibt es zweierlei Arten archivarischer Institutionen. Einerseits verfügt außer Den Haag jede Provinzhauptstadt über ein Regionaal Historisch Centrum, das für die Archive der öffentlichen Einrichtungen, die auf provinzieller Ebene operieren, zuständig ist. Diese regionalen historischen Zentren entstanden seit den 1990er Jahren durch engere Zusammenarbeit der Provinzarchive mit anderen Archiven aus der Region, in der diese für die staatlichen Akten auf provinzieller Ebene verantwortlich waren. Sie arbeiten eng mit dem Nationaal Archief zusammen, da sie untereinander die Verwahrung der staatlichen Archivalien (ausgenommen: kommunale Archive) verantworten. Häufig verwalten sie auch einige Archive lokaler Institutionen. Solche Zuführungen sind in der Regel über die Zusammenarbeit mit städtischen wassergenossenschaftlichen Archiven hervorgegangen.

Regionalhistorische Zentren in den Provinzen
Quelle: Eine Darstellung
Provinz Regionaal Historisch Centrum Webadresse
Brabant Brabants Historisch Informatiecentrum ('s-Hertogenbosch) www.bhic.nl
Drenthe Drents Archief (Assen) www.drentsarchief.nl
Friesland Tresoar (Leeuwarden) www.tresoar.nl
Gelderland Gelders Archief (Arnheim) www.geldersarchief.nl
Groningen Groninger Archieven (Groningen) www.groningerarchieven.nl
Limburg Regionaal Historisch Centrum Limburg (Maastricht) www.rhcl.nl
Noord-Holland Noord-Hollands Archief (Haarlem) www.noordhollandsarchief.org
Overijssel Historisch Centrum Overijssel (Zwolle) www.historischcentrumoverijssel.nl
Utrecht Utrechts Archief (Utrecht) www.hetutrechtsarchief.nl
Zeeland Zeeuws Archief (Middelburg) www.zeeuwsarchief.nl

Auf der anderen Seite gibt es auch unterhalb der provinziellen Ebene Archive, in denen mehrere Kommunen zusammenarbeiten. Solche regionalen Archive (nl. streekarchieven) sind nicht in den Rahmen des staatlichen Archivwesens des Nationaal Archief und der elf regionalen historischen Zentren eingebettet, sondern fungieren ähnlich autonom, wie dies städtische Archive tun.

Autoren: Peter van Dam
Erstellt:
November 2013