NiederlandeNet – Newsletter 4/2010


Herzlich Willkommen bei der aktuellen Ausgabe des NiederlandeNet-Newsletters. An dieser Stelle informieren wir Sie über neue Beiträge auf NiederlandeNet, dem Online-Portal über die Niederlande und die deutsch-niederländischen Beziehungen.

Wir wünschen Ihnen schöne Feiertage und alles Gute für 2011!

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Aktuelles aus den Niederlanden


GROENLINKS: Femke Halsema tritt zurück

[17.12.2010] Femke Halsema, Spitzenkandidatin der Partei GroenLinks, hat am heutigen Freitag ihren Rücktritt als Fraktionsvorsitzende und als Mitglied der Zweiten Kammer bekannt gegeben. Während einer Pressekonferenz erklärte sie diesbezüglich, dass ihre Arbeit in ihrer Partei und vor allem in der Zweiten Kammer getan sei. weiter …

SOZIALES: Armut steigt leicht an

[16.12.2010] In den Niederlanden hat die Armut im vergangenen Jahr zugenommen. Wie aus einem jüngst erschienenen Bericht des Zentralen Statistikamtes (CBS) und des Sociaal en Cultureel Planbureau (SCP) hervorgeht, stieg die Anzahl der Menschen, die unterhalb der „Nicht-viel-aber-ausreichend-Grenze“ (980 Euro) lebten, im Jahr 2009 von 5,5% auf 6,2% an. weiter …

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Aus der Rubrik NL-Wissen


Die Judenverfolgung in den Niederlanden 1940-45

Das Schicksal der Familie Frank steht sinnbildlich für das Los zehntausender Juden, die nach der Besetzung der Niederlande im Mai 1940 unter deutsche Herrschaft gerieten. Die ca. 140 000 Juden, die zu diesem Zeitpunkt in den Niederlanden lebten, wurden in den folgenden Jahren gesellschaftlich isoliert und wirtschaftlich entrechtet. Mehr als 100 000 wurden ab Juli 1942 in die Vernichtungslager im Osten deportiert, nur wenig mehr als 5 000 kehrten von dort zurück. weiter …

Müttererwerbstätigkeit im Vergleich

In den ersten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Erwerbszahlen von Frauen in den Niederlanden ziemlich niedrig. So zählten z.B. 1956 laut nationaler Volkszählung nur knapp 20 Prozent der Niederländerinnen zur erwerbstätigen Bevölkerung. Und auch die internationalen Statistiken bescheinigten den niederländischen Frauen noch Anfang der 1970er Jahre niedrige Erwerbsquoten. Während in Deutschland 1971 schon 47 Prozent der weiblichen Bevölkerung am Erwerbsleben teilnahmen, hatten die Niederlanden mit 30 Prozent die niedrigste Frauenerwerbsquote der OECD-Länder. weiter …

Vom Poldermodell zum Populismus - Die Niederlande als politisches Laboratorium

Seit dem Jahr 2002 befinden wir uns in einer andauernden, beispiellos turbulenten Periode in der niederländischen Politik und Gesellschaft. Sie begann mit dem rasanten Aufstieg des Phänomens Pim Fortuyn, bis dieser im Mai 2002 ermordet wurde. 2010 konnte Geert Wilders bei den Parlamentswahlen mehr als 16 Prozent der Wählerstimmen für sich gewinnen. Besonders im Ausland, aber auch in den Niederlanden selbst, fragen sich viele, was denn um Himmels Willen mit diesem Land los sei, das sich bis vor kurzem noch durch Freundlichkeit, Toleranz, Stabilität und eine auf Konsens ausgerichtete Politik auszeichnete. Waren die Niederlande nicht bekannt für ihre Offenheit, mit der Neuankömmlinge empfangen wurden? weiter …

Das Fahrrad und die Niederlande

Die Niederlande sind ein Fahrradland. Immer wieder wird dieser Gegenstand bemüht, wenn es darum geht, die Niederlande und etwas typisch Niederländisches herauszustellen. Zum Arsenal der Gegenstände, mit dem sich das Land seinen Touristen, aber auch den eigenen Einwohnerinnen und Einwohnern präsentiert, gehört das Fahrrad ebenso wie die Tulpen, die Windmühlen und der Käse. Das Fahrrad wird genutzt, um niederländische Identität darzustellen. Umgekehrt wurde und wird es aber auch genutzt, um wesentliche Aspekte niederländischer Identität – niederländische Tugenden – zu vermitteln. weiter …

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Aus der Rubrik Personen A-Z


Max Kohnstamm - Pionier der Europäischen Zusammenarbeit

Max Kohnstamm zählte neben Jean Monnet, dem „Vater Europas“, Robert Schuman und Paul-Henri Spaak zu den neun großen EU-Gründungsvätern. Durch seine Verdienste auf dem Gebiet der europäischen Einigung und Zusammenarbeit wurde der studierte Historiker weltweit bekannt. weiter …

Mark Rutte - Ministerpräsident der Niederlande

Er wohnt in einer Drei-Zimmer-Wohnung in Den Haag, hat zu Hause keinen Laptop oder Computer, fährt einen gebrauchten Saab, meditiert regelmäßig, fährt jedes Jahr eine Woche mit seiner Schwester und Mutter in den Urlaub, liest gerne Bücher von Thomas Mann und fährt gerne Ski. Die Rede ist von Mark Rutte, dem neuen Ministerpräsidenten der Niederlande. weiter …

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Aus der Rubrik Veranstaltungen


BUCHPRÄSENTATION: Lass mal sitzen. Het wonderlijke Steenkolenduits van Hollanders

Im Allgemeinen sprechen Niederländer recht gut Deutsch – oder etwas, das dem ähnelt. Dennoch liegen sie oftmals “knapp daneben”, was heitere oder peinliche Situationen nach sich zieht. Und wenn es wirklich darauf ankommt, als Geschäftspartner grenzüberschreitend Geschäfte zu machen, dann kann ein Missverständnis auch finanzielle Konsequenzen haben. Reinhard Wolff nimmt seine niederländischen Leser in diesem Buch mit auf (Geschäfts)reise zu den Nachbarn im Osten. Ob beim geselligen Beisammensein oder im Sitzungssaal – Wolff bietet anschauliche Beispiele für die typischen Schnitzer.

Zeit: 13. Januar 2011, 18 Uhr
Ort: Münster, Bibliothek im Haus der Niederlande

KOLLOQUIUM: Das Rätsel der Lesbarkeit. Karel van het Reve

Der Essayist, Kolumnist, Slawist und Übersetzer Karel van het Reve (1921-1999), Bruder des bekannten niederländische Autors Gerard Reve, genießt in seiner Heimat große Berühmtheit. Zum einen erscheinen gerade seine Gesammelten Werke (Verzameld Werk) und zum anderen hatte er sich bereits in den 1970er Jahren für Willem Elsschot stark gemacht, der zur Zeit in Flandern und in den Niederlanden gefeiert wird. Doch auch als langjähriger Professor in der Slawistik und als Literaturwissenschaftler hat er provokative Stellungen eingenommen. In diesem Kolloquium sollen durch Lesungen aus seinen Übersetzungen und durch Vorträge Einblicke in Leben und Werk Karel van het Reves gegeben werden.

Zeit: 20. Januar 2011, 14 Uhr
Ort: Münster, Freiherr-vom-Steinsaal am Domplatz 34

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Aktueller Buchtipp


Populismus in der modernen Demokratie. Die Niederlande und Deutschland im Vergleich

Rechtspopulistische Parteien haben in verschiedenen europäischen Ländern in den letzten Jahren eine starke Position erlangt. Dies gilt auch für die lange Zeit als liberal und tolerant geltenden Niederlande. Mit der kurzen politischen Karriere Pim Fortuyns im Jahr 2002 zerfiel die traditionelle Hegemonie der etablierten Parteien. Die alten Koalitionsmuster gelten nicht mehr, und das politische Klima ist rauer geworden. Im Herbst 2010 bildeten konservative Liberale und Christdemokraten mit den Stimmen des Rechtspopulisten Geert Wilders eine Minderheitsregierung, die die Niederlande und ihr Ansehen im Ausland verändern wird. In Deutschland ist der Populismus bislang zwar weniger erfolgreich, aber auch hier zeigen sich mit der Auflösung der politischen Milieus und der Schwächung der Volksparteien ähnliche Tendenzen. weitere Informationen

Veröffentlichungsjahr: 2011
Umfang: 220 Seiten
Preis: 24,90 €
ISBN-Nummer: 978-3-8309-2444-9

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