NiederlandeNet – Newsletter 3/2010


Herzlich Willkommen bei der aktuellen Ausgabe des NiederlandeNet-Newsletters. An dieser Stelle informieren wir Sie über neue Beiträge auf NiederlandeNet, dem Online-Portal über die Niederlande und die deutsch-niederländischen Beziehungen.

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Aktuelles aus den Niederlanden


REGIERUNG: Neues Kabinett vereidigt

[14.10.2010] 127 Tage nach den Parlamentswahlen haben die Niederlande ein neues Kabinett: Am Nachmittag wurden der neue Ministerpräsident Mark Rutte und seine 11 Minister im Palast Huis ten Bosch in Den Haag vereidigt. Rutte ist der erste liberale Ministerpräsident seit 92 Jahren. Einzigartig ist auch die Konstellation des Kabinetts: Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg regiert eine Minderheitsregierung in Den Haag. weiter …

AUSZEICHNUNG: Halbniederländer bekommt Nobelpreis

[06.10.2010] Für die Niederländische Forschungsgemeinschaft NWO war es gestern ein guter Tag, nachdem die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Morgen verkündete, dass der 51-jährige Physiker André Geim gemeinsam mit dem 36-jährigen Konstantin Novoselov den diesjährigen Physik-Nobelpreis erhalten wird. weiter …

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Aus der Rubrik NL-Wissen


Niederländische Zwangsarbeiter in der NS-Kriegswirtschaft

Von den insgesamt ungefähr 13,5 Millionen Zwangsarbeitern, die zwischen 1939 und 1945 in der Kriegswirtschaft Nazideutschlands eingesetzt wurden, kamen ab 1940 ca. 475.000 Arbeitskräfte aus den Niederlanden. Zu Beginn des „Reichseinsatzes” niederländischer Arbeitskräfte – unmittelbar nach Beginn der Besatzung im Jahr 1940 – hatten die niederländischen Wirtschaftspolitiker durchaus ein eigenes pragmatisches Interesse an der Vermittlung niederländischer Arbeitsloser ins benachbarte Deutschland. weiter …

Klimaschutzpolitik in den Niederlanden

Die klimatischen Veränderungen auf der Erde sind für die Niederlande eine Frage der Existenz. Ein Land, das zum Teil sieben Meter (Zuidplaspolder) unter dem Meeresspiegel liegt und dessen Landesfläche zu einem Fünftel aus Wasser besteht, muss sich zwangsläufig intensiv mit dem Klimawandel auseinandersetzen. Denn die Niederlande sind genauso gefährdet durch den Anstieg des Meeresspiegels wie Bangladesch, Französisch-Polynesien oder die Bahamas. weiter …

Molukker – Eine Minderheit in den Niederlanden

Kurz nach der Unabhängigkeitserklärung und der daraus resultierenden Proklamation des Einheitsstaats Indonesien kamen 1951 circa 13.000 Molukker in die Niederlande. Der Großteil von ihnen kam von der Insel Ambon und hatte in der niederländischen Kolonialarmee gedient. Dies war einer der Grunde dafür, dass innerhalb weniger Monate im Frühjahr 1951 4.000 molukkische Soldaten samt ihrer Familien für einen zeitlich begrenzten Aufenthalt in die Niederlande kamen. Doch schnell wurde deutlich, dass es für die Neuankömmlinge keine Rückkehr gab, wodurch die Integration der besagten Minderheit als Ziel unumgänglich wurde. weiter …

Die endlose Referendumsdebatte in den Niederlanden

In den Niederlanden besteht keine Tradition der direktdemokratischen Einflussnahme. Sucht man jedoch nach Gesetzentwürfen, die darauf abzielen, ein Referendum in den niederländischen Gesetzgebungsprozess aufzunehmen, so wird man schnell fündig. Erste Anläufe gab es bereits kurz nach Gründung des modernen Staats, und im Zuge der geplanten demokratischen Erneuerung seit den 1980er Jahren tauchten immer wieder entsprechende Gesetzentwürfe auf. Besonders während der Amtszeit der violetten Koalition in den 1990er Jahren stand das Thema auf der Agenda sehr weit oben und erreichte auch die öffentliche Debatte. weiter …

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Aus der Rubrik Personen A-Z


Anton Geesink - Judoka

Fällt in Japan der Name Geesink, kann allgemein mit Begeisterung gerechnet werden – denn Anton Geesink schaffte das, was keiner vor ihm schaffte: Er wurde als erster Nicht-Japaner Weltmeister und Olympiasieger im Judo. 1961 besiegte Geesink bei den Weltmeisterschaften in Paris drei japanische Judomeister und gewann Gold. Später erklärte Geesink, für ihn sei dieser Sieg keine Überraschung gewesen: „Ich hatte fünf Jahre in Japan trainiert, ich wusste, dass ich keine Angst vor den japanischen Judokas haben musste.” weiter …

Guillaume Cornelis van Beverloo - Künstler

Als viertes Kind einer niederländischen Familie wurde Guillaume Cornelis van Beverloo 1922 in der belgischen Stadt Lüttich geboren. Mit drei älteren Schwestern und seiner Mutter wuchs Corneille in einer „Frauenwelt” auf. Vielleicht ist das ein Grund, warum Corneille in seinen Werken oft Frauen abbildete, was als ein typisches Merkmal seiner Werke angesehen wird. Bekannt wurde Corneille aber vor allem als Mitbegründer der Künstlergruppe CoBrA, die nicht nur in den Niederlanden die Kunst und die Literatur revolutionierte. weiter …

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Aus der Rubrik Veranstaltungen


VORTRAG: Geschichte des Tanzes in den Niederlanden

Die Geschichte des Tanzes in den Niederlanden unterscheidet sich, wie ein Vergleich der Entwicklung der europäischen Tanzgeschichte zeigt, erheblich von der anderer Länder Europas. Die konservativ geprägten gesellschaftspolitischen Verhältnisse verhinderten bis zum späten 19. Jahrhundert die Entwicklung des Tanzes in den Niederlanden. Gastspiele ausländischer Tanzgruppen führten schließlich dazu, dass auch in den Niederlanden verschiedene Tanzrichtungen entstanden.

Zeit: 21. Oktober 2010, 20 Uhr
Ort: Münster, Bibliothek im Haus der Niederlande

BUCHPRÄSENTATION: Was man über Niederländer wissen sollte

Ein neuer „Ditz”, der den Umgang der Deutschen mit ihren niederländischen Nachbarn zum Thema hat und dabei viele Ratschläge vermittelt, erscheint im Herbst im Aschendorff Verlag. Deutsche sind durch viele Gewohnheiten der Niederländer häufig verunsichert, wenn nicht gar irritiert.

Zeit: 03. November 2010, 20 Uhr
Ort: Münster, Bibliothek im Haus der Niederlande

AUSSTELLUNG: Grenzfälle, Flüchtlinge 1933-1940

In den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts nutzten viele Verfolgte die „grüne Grenze” in der Nähe von Aalten zur Flucht in die Niederlande. Die niederländische Flüchtlingspolitik jedoch wurde immer strenger. Die Ausstellung thematisiert die Schicksale von Kommunisten, Sozialisten, Juden und desertierten deutschen Militärangehörigen. Das Schicksal dieser Flüchtlinge war abhängig von ihrer eigenen Situation, aber noch mehr von den Menschen, die ihnen halfen und manchmal die gegebene Situation für sich selbst ausnutzten.

Zeit: 17. November 2010 – 09. Januar 2011
Ort: Münster, Zunftsaal im Haus der Niederlande

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