ZUKUNFT: Die Demokratie in Deutschland und den Niederlanden

Münster, JS/VK,Trouw  16. November 2021

Nicht nur durch die Coronapandemie wurde die Demokratie in Deutschland und den Niederlanden in der jüngeren Vergangenheit auf den Prüfstein gestellt. Schwächelnde Volksparteien, Fake News oder die immer größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich stellen die Demokratie vor Herausforderungen. Deshalb stellen sich die Fragen: Wie sieht die Demokratie in der Zukunft aus? Welche Schwierigkeiten müssen überwunden werden? Und welche Chancen werden durch Veränderungen möglich?

Sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland steht die Demokratie vor vielen Herausforderungen. Auf parteipolitischer Ebene gelingt es konventionellen Volksparteien immer weniger, den Anforderungen und Wünschen einer stets diverseren Gesellschaft gerecht zu werden. Insbesondere in den Niederlanden ist die politische Landschaft zunehmend zersplittert und die Regierungsbildung schwieriger geworden. Aber auch in Deutschland ist die Zukunft nach dem Ende der Ära Merkel ungewiss. Zudem steht man in beiden Ländern durch die notwendigen Veränderungen hinsichtlich der Umgestaltung von Industrieland hinzu einer bestmöglichen Klimaneutralität vor einem entscheidenden Jahrzehnt.

In beiden Ländern stellt sich die Frage, durch welche Demokratisierungsmaßnahmen die Bevölkerung mehr an der politischen Entscheidungsfindung beteiligt werden könnte. Dies auch, weil für beide Länder festzustellen ist, dass das Vertrauen in das politische System stärker als früher auf die Probe gestellt wird. Vor diesem Hintergrund können auch rechtspopulistische Parteien, die die Glaubwürdigkeit des demokratischen Fundaments permanent in Zweifel ziehen, seit Jahren auf wachsenden Anhang zählen.

Zu dieser Vielzahl an demokratischen Herausforderungen zählt auch die rasch wandelnde Medienlandschaft: Während die Bedeutung öffentlich-rechtlicher Medien abnimmt, gewinnt die Meinungsbildung in sozialen Netzwerken an Relevanz. Zugleich erhöht das Platzieren von Fake News den Druck auf die Grundfeste moderner Demokratie.

Aufgrund der zahlreichen Fragen, Chancen und Herausforderungen dieses wichtigen Themas wird in digitaler Form ein „Forum der Demokratie“ stattfinden. Am 25. Und 26. November wird mithilfe von Vorträgen, Diskussionen und Workshops versucht, einen zukunftsorientierten Beitrag für die Länder Deutschland und die Niederlande zu leisten.

Ziel des Forums ist es, mit niederländischen und deutschen Vertreter:innen diverser Institutionen über die Herausforderungen (Tag 1) sowie Chancen (Tag 2) der Demokratie zu sprechen. Dabei schärft die binationale Perspektive das Bewusstsein für transnationale Herausforderungen der Demokratien, um so gezielt voneinander lernen zu können und Möglichkeiten zur Stärkung der Demokratie zu entwickeln.
Weitere Informationen, das genaue Programm sowie den Link zur Anmeldung finden sie hier.