TOURISMUS: Auswärtiges Amt gibt Reisewarnung für Nord- und Südholland aus

Den Haag, SW/NOS/NRC/BR, 17. September 2020

Das Auswärtige Amt hat eine Reisewarnung für die beiden niederländischen Provinzen Nord- und Südholland herausgegeben. Davon sind somit nicht nur die Hauptstadt Amsterdam und die weiteren Randstad-Metropolen Rotterdam und Den Haag betroffen, sondern auch Urlaubsregionen wie Texel, Scheveningen und Zandvoort unterliegen nun besonderen Regeln für Rückkehrer.

Damit reagiert die deutsche Regierung auf die in der letzten Zeit stark angestiegen Infektionszahlen in den großen Städten der Gebiete. Die Überschreitung der Grenze von 50 Infizierten pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage bedeutet die Erklärung zu einem Corona-Hotspot durch das Robert-Koch-Institut (RKI), was die eindringliche Warnung für deutsche Staatsbürger vor nicht notwendigen und touristischen Reisen zur Folge hat.

Wer doch in den beiden Provinzen verweilt, muss sich nach seiner Rückkehr zunächst in eine 14-tägige Quarantäne begeben, besitzt aber für zehn Tage einen Anspruch auf einen kostenlosen Test. Fällt dieser negativ aus, kann die Quarantäne beendet werden. Ab 1.10 soll der Test erst nach frühestens fünf Tagen möglich werden und auch die bewusste und nicht notwendige Einreise in Risikogebiete wird dann wohl stärker geahndet.

Die Unternehmerorganisation Transport und Logistik Niederlande erwartet derweil in Person von Bart van Pagée nicht, dass es zu Schwierigkeiten innerhalb des Sektors aufgrund der Reisewarnung kommt. Zu Beginn der Corona-Pandemie seien zwar Hindernisse durch Grenzschließungen und Staus entstanden, aber: „Inzwischen ist das europäisch viel besser geregelt, wir erwarten also keine Probleme“, so Pagée.