UMWELT: Naturbrände beschäftigen niederländische und deutsche Feuerwehrkräfte

Den Haag, SW/NOS/NRC/RP Online/VK, 22. April 2020

In den niederländischen Provinzen Nordbrabant, Limburg und Overijssel sind Naturbrände ausgebrochen, die sich nicht nur auf die Wälder, sondern teilweise auch auf das Heide- und Schilfland erstrecken. Im grenznahen Nationalpark De Meinweg trägt die intensive Zusammenarbeit mit deutschen Feuerwehrkräften dazu bei, den Flammen Herr zu werden.


Die Gründe für die Entstehung des Feuers im Nationalpark De Meinweg sind noch unklar. Nachdem die 4200 Einwohner des nahe an den Brandherden gelegenen Ortes Herkenbosch in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in Sicherheit gebracht wurden, ist die Lage noch immer nicht unter Kontrolle. Die Rettungskräfte, die die Evakuierten unter Beachtung der Corona-Regeln in verschiedenen Unterkünften untergebracht haben, sprechen von einigen Plätzen, an denen weiterhin Feuer schwele. Insgesamt sei bereits etwa ein Zehntel des Gebietes den Flammen zum Opfer gefallen. Um eine Ausbreitung und ein weiteres Übergreifen auf deutsches Gebiet zu verhindern, sind Feuerwehrkräfte aus ganz Nordrhein-Westfalen an den Löscharbeiten beteiligt, die eng mit den niederländischen Kollegen zusammenarbeiten. Obwohl man mehrmals das Feuer unter Kontrolle zu haben glaubte, wurde es durch die starken Winde immer wieder neu entfacht. Damit bleibt die Gefahr für die beheimateten Tiere, wie Eidechsen und Schlangen, weiter bestehen.


Der zweite große Brand, im Naturgebiet De Deurnese Peel, erstreckt sich über mehr als 150 Hektar, bzw. etwa 300 Fußballfelder. Auch hier konnte bisher keine Ursache ermittelt werden. Da das Gebiet nur schlecht begehbar ist und Einsatzwagen in ihm kaum vordringen können, gestaltet sich das Löschvorhaben als schwierig. Hubschrauber sorgen nun dafür, dass das durch Winde verstärkte Feuer überwältigt werden kann. Um schlimmeres zu vermeiden, wurde die Autobahn A67 kurzzeitig gesperrt und sind 50 Haushalte in der Region evakuiert worden.


Seit Dienstagmittag ist durch die Entzündung einer mit Schilf bewachsenen Fläche in Overijssel die dritte Provinz betroffen. Hier ginge es laut den Feuerwehrkräften um ein acht bis zehn Hektar großes Gebiet, das allerdings nicht vollständig betroffen sei. Zwar ist die Brandstelle hier ebenfalls schlecht zugänglich, doch haben die Sicherheitskräfte schnell reagiert, sodass man nun von Booten aus gegen die Flammen ankämpft.


Höchstwahrscheinlich hängen die Ereignisse mit der Trockenheit der vergangenen Tage und Wochen zusammen (NiederlandeNet berichtete). Seit dem 9. April waren die Behörden der Provinz Nordbrabant deshalb bereits in Alarmbereitschaft.