WIRTSCHAFT: Größte Steigerung der Verbraucherpreise seit den letzten fünf Jahren in den Niederlanden


Den Haag,
SF/NOS/CBS/Destatis 09. August 2018

Für Produkte und Dienstleistungen müssen die Niederländer dieses Jahr tiefer in die Tasche greifen: Wie das Zentrale Statistikamt der Niederlande (kurz: CBS) mitteilt, steigen die Verbraucherpreise um 2,1 Prozent gegenüber dem Jahr 2017. Zum Vergleich: Im Deutschland stiegen die Verbraucherpreise laut Statistischem Bundesamt um 2 Prozent.

Grundlage für die Berechnung der Teuerung ist ein Warenkorb mit Waren und Dienstleistungen, die dem Konsumverhalten eines durchschnittlichen Haushalts entsprechen. So werden die Preisentwicklungen von Verbrauchsgütern wie Sprit und Lebensmitteln oder Dienstleistungen wie Friseurbesuche und Versicherungen in den Warenkorb eingerechnet. Auch langlebige Produkte wie Möbel oder Fahrzeuge werden bei der Entwicklung der Verbraucherpreise berücksichtigt. Darüber hinaus wird die Zusammensetzung des Warenkorbs regelmäßig geprüft, um Qualitätsverbesserungen der Produkte miteinzubeziehen.

Zu verwechseln ist der endgültige Verbraucherpreisindex allerdings nicht mit der Inflationsrate. Diese bildet nämlich die Preisänderung aller Waren und Dienstleistungen ab: Neben den Verbraucherpreisen werden zur Berechnung der Inflation also auch die Preisänderungen von Firmenanteilen, Rohstoffen oder Eigentumswohnungen berücksichtigt.

Die Teuerung in den Niederlanden ist im Kern mit den Mietsteigerungen zu erklären: Die Mietpreise lagen im Juli 2018 mit 2,3 Prozent deutlich über denen des Vorjahres. Schon im Jahr 2017 mussten die Niederländer Mietsteigerungen von 1,6 Prozent in Kauf nehmen. Doch auch die Preise für Strom, Erdgas und Leitungswasser nahmen um 0,9 Prozent zu. Dieser Anstieg macht sich ebenfalls bei den Verbraucherpreisen bemerkbar.

Trotz alledem: Im europäischen Vergleich ist die Verbraucherpreissteigerung in den Niederlanden relativ unauffällig. Das CBS berechnet zusätzlich den sogenannten harmonisierten Verbraucherpreisindex für die gesamte Eurozone. Demnach stiegen die Preise in der Eurozone um 2,1 Prozent – während die Preissteigerung in den Niederlanden mit 1,9 Prozent minimal darunter liegt.


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