Nachrichten Juli 2017


VERANSTALTUNG: Die Wanderer des Vier-Tage-Marschs in Nijmegen sind gestartet

Nijmegen. EF/VK/NRC/NOS/4daagse/Streitkräftebasis. 18. Juli 2017.

Am heutigen Dienstag startete die viertätige Veranstaltung Vierdaagse Nijmegen, ein Event, bei dem sowohl Frauen als auch Männer, zivil oder militärisch vier Tage lang marschieren und dabei eine Vielzahl von Kilometern zurücklegen. Die ersten Wanderer der insgesamt 42.036 Teilnehmer des 101. Nijmegenmarschs sind heute um 4.00 Uhr gestartet. Um 6.30 Uhr war bereits die Hälfte aller Teilnehmer unterwegs. Dieses jährliche Event dauert insgesamt vier Tage und endet am Freitag mit einem traditionellen Finale auf der in Via Gladiola, die für vier Tage umgetaufte St. Annastraat in der Nijmegener Innenstadt.

Am ersten Tag, dem nach der Route benannten Dag van Elst steht für die Teilnehmer die Wanderung in Richtung Arnhem auf dem Plan. Dafür stehen ihnen drei verschiedene Routen mit einer Länge von 30, 40 oder 50 Kilometern zur Auswahl. Diese Routen führen über das Dorf Slijk-Ewijk nach Elst. Im Anschluss geht es via Bemmel zurück nach Nijmegen. Diejenigen, die sich für die 50 Kilometer lange Route entschieden haben, starten als erste. Die meisten Teilnehmer, nämlich 49 Prozent, entscheiden sich jedoch für die 40 Kilometer lange Etappe. Die jüngste Teilnehmerin ist in diesem Jahr die 11-jährige Maud Molemans, der älteste Teilnehmer ist Herman Dubie. Der 94-jährige Amsterdamer ist in diesem Jahr zum 20. Mal bei diesem Vier-Tage-Marsch dabei. Die Teilnehmeranzahl dieser Veranstaltung ist auf 47.000 Personen beschränkt.

Doch nicht nur Zivilisten können an der Veranstaltung teilnehmen – auch Soldaten sind an diesem Marsch beteiligt. Die Bundeswehr beispielsweise nimmt in diesem Jahr bereits zum 60. Mal mit einer offiziellen Delegation an dem Vier-Tage-Marsch in Nijmegen teil. Über 700 Soldaten haben sich für die Teilnahme an diesem Marsch beworben, aber nur 350 dürfen teilnehmen, so Delegationsleiter Marcus Bödefeld. Insgesamt dürfen 5.000 militärische Teilnehmer aus verschiedensten Ländern teilnehmen. Im letzten Jahr waren Soldaten aus 27 Ländern vertreten.

Dieser Vier-Tage-Marsch erfreut sich aber nicht nur in den Niederlanden, sondern auch international größter Beliebtheit. Schließlich stammen die weit über 40.000 Teilnehmer aus insgesamt 67 Ländern, sagte der Verantwortliche der Vierdaagse Nijmegen Johan Willemstein am Dienstagvormittag in einem Interview auf NPO Radio 1. Und dabei handele es sich ihm zufolge noch nicht einmal um einen Rekord. Der läge nämlich bei 73 Ländern. Für Willemstein wird der 101. Nijmegenmarsch der letzte sein, den er als Verantwortlicher der Veranstaltung organisiert. Er wird im Anschluss sein Amt niederlegen, hofft aber, im nächsten Jahr selbst als Teilnehmer dabei sein zu können. 

Das Wetter am heutigen Dienstag entpuppt sich mit 26 Grad als optimales Wanderwetter, so der niederländische Wetterbericht von Weeronline. Morgen bekommen die Teilnehmer es bei Temperaturen bis zu 33 Grad hingegen mit einem sehr heißen Tag in der prallen Sonne zu tun, gefolgt von starken Gewittern – ein Wetter, das bis zum Beginn dieses Jahrhunderts eher zu den Ausnahmen gehörte. In den vergangenen Jahren hatten die Teilnehmer allerdings fast jedes Jahr mit tropischen Wetterverhältnissen zu kämpfen. Im Jahr 2006 wurde die Veranstaltung Vierdaagse Nijmegen sogar nach der ersten Etappe abgesagt, nachdem diese für zwei Teilnehmer aufgrund der Hitze tödlich endete. Im vergangenen Jahr führte die Hitze dazu, dass am zweiten Tag hunderte von Wanderern den Marsch abbrechen mussten.  

Der heutige Marsch dient vielen Teilnehmern zur Eingewöhnung. Darüber hinaus hat die Organisation die Strecke, um Unfälle im Straßenverkehr zu vermeiden, angepasst. Daraus ergibt sich, dass die Marschierenden es bereits zu Beginn des Tages mit dem Oosterhoutsedijk zu tun bekommen, dem schwierigsten Teil dieser Strecke.

Wie sich das Event im Laufe der nächsten Tage entwickelt, wird sich zeigen. Im letzten Jahr haben insgesamt 90,3 Prozent der Teilnehmer alle Etappen des Vier-Tage-Marsch gemeistert. Von den Ausgeschiedenen (2.050) hat der Großteil den Marsch am zweiten Tag abgebrochen.