Nachrichten August 2015


MONARCHIE: König Willem-Alexander besucht deutsch-niederländisches Freiheitsfest

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Der niederländische König Willem-Alexander adelte durch seinen Besuch vergangenen Donnerstag das deutsch-niederländische Freiheitsfest, welches zusammen vom Zentrum für Niederlande-Studien und dem Nationaal Comité 4 en 5 mei organisiert worden war. Der Ehrengast, der anlässlich des 20. Geburtstags des 1. deutsch-niederländischen Militärkorps in der Stadt war, lauschte nicht nur einem Zeitzeugengespräch auf der Theaterbühne, sondern sprach auch selbst mit Jugendlichen aus beiden Ländern über Freiheit.

FREIHEITSFESTIVAL: Deutsch-niederländischer Abend mit Tessa de Loo

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Im Rahmen des Festivals „Für Freiheit – Voor Vrijheid“ las die niederländische Schriftstellerin Tessa de Loo am Mittwochabend am Zentrum für Niederlande-Studien in Münster aus ihrem Roman „Die Zwillinge“. Im anschließenden Gespräch mit Zentrumsdirektor Prof. Dr. Friso Wielenga berichtete de Loo nicht nur über die Entstehungsgeschichte des Romans und die unterschiedlichen niederländischen und deutschen Reaktionen auf das Buch, sondern ging auch auf den Stellenwert von Freiheit in ihrem Werk und im heutigen Europa ein.

SPORT: Leichtathletin Dafne Schippers schreibt Sportgeschichte

Die niederländische Leichtathletin Dafne Schippers gewann am Montag bei der Athletik-Weltmeisterschaft in Peking die Silbermedaille im 100 Meter-Lauf. Sie ist die erste Niederländerin, die je in einem 100 Meter-WM-Finale antreten durfte, außerdem stellte sie mit ihrer Zeit von 10,81 Sekunden einen persönlichen und einen niederländischen Rekord auf. Es ist zudem die viertbeste Zeit, die eine Europäerin je gelaufen ist, weshalb Schippers nun die schnellste europäische Athletin des letzten Jahrzehnts ist.

STUDIE: Insgesamt rund 33.000 Grenzpendler in der Grenzregion Niederlande-NRW

Vor zwanzig Jahren wurden die Grenzkontrollen zwischen den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen abgeschafft. Dennoch sind die Arbeitsmärkte in der Grenzregion bislang kaum verflochten. Dies ist ein zentrales Ergebnis der grenzüberschreitenden Studie zum Arbeitsmarkt in den Grenzregionen der Niederlande und Nordrhein-Westfalens, die vergangenen Mittwoch vom Statistikamt IT.NRW und dem niederländischen Centraal Bureau voor de Statistiek in Düsseldorf vorgestellt wurde.

SEGELN: Weltweit größte nautische Veranstaltung in Amsterdam

In der niederländischen Hauptstadt findet noch bis Sonntag die neunte SAIL Amsterdam statt. Das größte nautische Ereignis der Welt wird alle fünf Jahre organisiert. Innerhalb des Gewässers IJ hinter dem Hauptbahnhof können die Zuschauer vom Land und vom Wasser aus viele große und kleine Schiffe bewundern.

MONARCHIE: König Willem-Alexander besucht Münster

Willem-Alexander beim Besuch 2014 in Münster
© ZNS/Jürgen Peperhowe

Anlässlich des 20. Geburtstags des 1. deutsch-niederländischen Militärkorps wird in der kommenden Woche ein besonderer Gast das westfälische Münster besuchen. Wie das niederländische Regierungspresseamt RVD heute mitteilte, wird König Willem-Alexander an den Feierlichkeiten am 27. August teilnehmen. Zudem wird der Monarch auch ein Freiheitsfest besuchen, welches zusammen vom Zentrum für Niederlande-Studien der WWU Münster und dem Nationaal Comité 4 en 5 mei an diesem Tag im Theater Münster organisiert wird.

SOZIALES: Grundeinkommen in den Niederlanden?

Mehrere niederländische Gemeinden wollen ein bedingungsloses Grundeinkommen einführen. Die Stadt Utrecht plant, Sozialhilfeempfängern ab dem Herbst „gratis Geld“ zukommen zu lassen, weitere Städte wie Tilburg, Maastricht und Groningen wollen in das Experiment einsteigen. Das meldeten unlängst niederländische und deutsche Medien. Die Gemeinde Utrecht hingegen wiegelt ab: Der Start sei erst für 2016 geplant und ohne Zustimmung des Sozialministeriums in Den Haag könne das Experiment ohnehin nicht stattfinden.

WIRTSCHAFT: Niederländische Ökonomie erholt sich weiter

Im zweiten Quartal dieses Jahres ist die niederländische Wirtschaft im Vergleich zu den ersten drei Monaten um 0,1 Prozent gewachsen. Dies bedeutet einen Rückschritt, da das Wachstum zuvor noch 0,6 betragen hat. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum kann allerdings von einem Anstieg des wirtschaftlichen Wachstums von 1,6 Prozent gesprochen werden.

UMWELT: Grünes Licht für umstrittene Emsvertiefung

Die Fahrrinne der Ems von Eemshaven bis zur Nordsee darf verbreitert und vertieft werden, sodass sie für Schiffe mit einem Tiefgang von 14 Metern befahrbar ist. So lautet der Beschluss des höchsten niederländischen Gerichts, dem Raad van State, von vergangener Woche. Niederländische und deutsche Umweltschützer hatten versucht, das Projekt zu stoppen, da sie fürchten, dass sich die Maßnahme nachteilig auf die Natur- und Vogelschutzgebiete in der Emsmündung auswirken werden wird.

Streik: Niederländische Polizei rückt nur noch im Notfall aus

Mehrere Fußballspiele wurden abgesagt und andere Großereignisse wie der Prinsjesdag sind in ihrer Durchführbarkeit gefährdet, denn die niederländische Polizei streikt. Die Polizisten fordern bessere Arbeitsbedingungen und mehr Lohn. Mit dem aktuellen Angebot der Regierung sind die Polizeigewerkschaften nicht einverstanden, Justiz- und Innenminister Ard van der Steur hingegen erklärte gegenüber De Telegraaf: „Das maximal Mögliche ist erreicht.“

JUDENVERFOLGUNG: „Niederlande sollen sich offiziell entschuldigen“

Es wird Zeit, dass sich die Niederlande offiziell bei der jüdischen Gemeinschaft für die Kollaboration mit den deutschen Nazis während des Zweiten Weltkriegs entschuldigen. So Rabbi Abraham Cooper vom Simon Wiesenthal Center Los Angeles und Manfred Gerstenfeld, ehemaliger Vorsitzender des Jerusalem Center for Public Affairs in einem Artikel, der Ende Juli in der internationalen, englischsprachigen Tageszeitung Wall Street Journal erschien. Trotz Sommerlochs sorgte die Forderung für nur wenige Reaktionen in den Niederlanden.

MH17: Niederländische Reaktionen auf russisches Veto zu UN-Tribunal

Die Verursacher der Flugzeugkatastrophe von Flug MH17 werden sich nicht vor einem UN-Tribunal verantworten müssen - Russland legte vergangene Woche im UN-Sicherheitsrat sein Veto ein. Die Niederlande, welche die meisten Opfer zu beklagen haben, zeigten sich hierüber nicht überrascht, aber enttäuscht.