Nachrichten Oktober 2014


AUSZEICHNUNG: Geert Mak bekommt Ehrendoktorwürde

Münster. /upm. 10. Oktober 2014.

Geert Mak
Geert Mak, Quelle: Annaleen Louwes

Der bekannte niederländische Schriftsteller und Essayist Geert Mak bekommt am 11. Dezember an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) die Ehrendoktorwürde überreicht. Die Verleihung findet im Rahmen eines Festakts zum 25-jährigen Bestehen des Zentrums für Niederlande-Studien an der WWU statt.

Viele von Maks Büchern wurden auch ins Deutsche übersetzt und genießen hierzulande – ebenso wie seine regelmäßigen Beiträge in deutschen Tageszeitungen – einen hohen Bekanntheitsgrad. In der Begründung der WWU für die Verleihung der Ehrendoktorwürde hieß es, Mak sei als ein begnadeter Geschichtenerzähler in der Lage, Fachwissenschaft, Popularisierung, intellektuelle Originalität und Engagement miteinander zu verbinden. Damit leiste er einen wichtigen Beitrag zu aktuellen, grenzüberschreitenden Diskussionen über eine breite Skala von Themen wie der europäischen Zusammenarbeit, Integration und Migration sowie Krieg und Frieden. Maks Werk sei zudem von unschätzbarem Wert für die Verbreitung von Wissen über die Niederlande in Deutschland: „Wie kein anderer ist er ein Vermittler, der die niederländische Geschichte und Aktualität erklärt, der damit die Niederlande einem großen deutschen Publikum näherbringt und das Interesse an den Niederlanden mit qualitativ hochstehenden Informationen, Analysen und Erzählungen fördert“, schreiben die Initiatoren Friso Wielenga (Zentrum für Niederlande-Studien), Thomas Großbölting (Historisches Seminar) und Klaus Schubert (Institut für Politikwissenschaft).

Mak wurde am 4. Dezember 1946 als Sohn eines protestantischen Pfarrers im niederländischen Vlaardingen unweit von Rotterdam geboren. Aufgewachsen ist er aber im nordniederländischen Leeuwarden, wo er das Gymnasium besuchte. In Amsterdam studierte er später Jura und Soziologie. Nach seinem Studienabschluss arbeitete Mak in den 1970er Jahren bei der alternativen Hilfsorganisation Release und der Pazifistischen Sozialistischen Partei. Außerdem war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Utrecht angestellt, wo er als Dozent für Staatsrecht und Ausländerrecht tätig war. In dieser Zeit begann Mak auch journalistisch aktiv zu werden. Er war viele Jahre für die Wochenzeitung De Groene Amsterdamer und später für die Tageszeitung NRC Handelsblad aktiv.

Ab 1992 verwendete Mak immer öfter auch Erzähltechniken, wodurch seine Texte literarischer wurden. Seine in den 1990er Jahren erschienenen Sachbücher waren nicht nur in den Niederlanden, sondern auch europaweit ein Erfolg. Viele sind erfolgreich in deutscher Übersetzung erschienen: etwa „Wie Gott verschwand aus Jorwerd“ (1999), „In Europa. Eine Reise durch das 20. Jahrhundert“ (2005), „Kleine Geschichte der Niederlande. Ein historisches Porträt“ (2008 bzw. 2013) oder „Amerika. Auf der Suche nach dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ (2013).

Mak erhielt in seiner Laufbahn verschiedene Literatur- und Publikumspreise. Für In Europa bekam er 2008 den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung und den Otto von der Gablentzpreis. Obwohl er nie Geschichte studierte, wurde er zweimal vom Historisch Nieuwsblad zum Historiker des Jahres ernannt. Am 11. Dezember folgt mit der Verleihung der Ehrendoktorwürde jetzt eine weitere bedeutende deutsche Auszeichnung. Weitere Informationen zur Feierstunde finden sich auf den Seiten der WWU Münster.

Mehr zur Person Geert Mak in unserem Personen A-Z.

Informationen zum 25-jährigen Jubiläum des Zentrums für Niederlande-Studien findet sich auf einer speziell eingerichteten Microsite.


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