Nachrichten Mai 2014


EHRUNG: Deutsch-Niederländischer Juristenpreis in Münster verliehen

Münster. AF. 21. Mai 2014.

Juristenpreis2014

Björn Hoops und Kilian Rolfs halten den Deutsch-Niederländischen Juristenpreis 2014  in Händen, Quelle: Angelika Fliegner

Der Deutsch-Niederländische Juristenpreis 2014 wurde am Dienstag im Rathausfestsaal der Stadt Münster verliehen. Auf niederländischer Seite wurde Björn Hoops ausgezeichnet, auf deutscher Seite Kilian Rolfs. Die beiden jungen Juristen hatten sich in ihren Masterarbeiten mit grenzüberschreitenden Rechtsfragen beschäftigt.

Seit 14 Jahren verleihen die deutsche Rechtsanwaltsgesellschaft Alpmann Fröhlich und die niederländische Sozietät JPR Advocaten alle zwei Jahre den Deutsch-Niederländischen Juristenpreis zur Förderung des juristischen Nachwuchses in Deutschland und den Niederlanden. Unterstützt werden sie dabei von der Hanse Law School, einem deutsch-niederländischen Studienprogramm der Universitäten Oldenburg, Bermen und Groningen.

Eine unabhängige Jury hatte die Masterarbeiten von Hoops und Rolfs unter rund 70 Einsendungen ausgewählt. „Extrem praxisrelevant“ sei das Thema von Rolfs ländervergleichende Untersuchung über die Vorteile des Schweizer Verkäuferrechts für internationale Unternehmen, so Jurymitglied André Janssen, Privatdozent für Internationales Privatrecht an der Universität Münster. Auch der Arbeit von Hoops zum niederländischen Insolvenzrecht im Vergleich zur deutschen Rechtslage wurde von Jurymitglied Prof. Aurelia Colombi Ciacchi vom Groninger Zentrum für Law und Governance „hohe praktische Relevanz“ bescheinigt. „Seine Masterarbeit hatte eine Tiefe, die normalerweise nur niederländische Professoren bieten.“

„Froh“ sei er, den Preis zu erhalten, so der 26-jährige Hoops, der inzwischen an der Rijksuniversität Groningen promoviert. Dort hat der gebürtige Deutsche auch schon seine nun ausgezeichnete Masterarbeit geschrieben. Der um ein Jahr ältere Rolfs erklärte, ihn habe die Auszeichnung überrascht und gefreut. Nach seinem Abschluss an der Hochschule Osnabrück arbeitet er nun seit einem Jahr in der Rechtsabteilung eines Unternehmens, das Offshore-Windanlagen mit dem Festland verkabelt.

Prof. Ursula Nelles, Rektorin der Westfälischen Wilhelms-Universität, und Dr. Elisabeth Schwenzow, Geschäftsführerin der EUREGIO und diesjährige Schirmherrin des Preises, überreichten die mit insgesamt 5.000 Euro dotierte Auszeichnung. Neben einem Grußwort von Münsters Oberbürgermeister Lewe und einer Laudatio auf die beiden Preisträger durch Rektorin Ursula Nelles hielt Dr. Klaus von Dohnanyi einen Vortrag zum Thema Die Kraft Europas liegt in der Vielfalt der Regionen. „Die Politiker sind die Architekten Europas, die Juristen hingen die Ingenieure und Statiker. Während erstere träumen dürfen, müssen Letztere dafür sorgen, dass das Gebäude nicht einstürzt“, erklärte er bereits im Vorfeld gegenüber der Presse.