Nachrichten Mai 2014


KULTUR: Ilja Leonard Pfeijffer erhält Libris Literatuur Prijs 2014

Amsterdam. MWE/librisliteratuurprijs.nl/NOS/NRC/VK. 14. Mai 2014.

Eine der wichtigsten literarischen Auszeichnungen der Niederlande, der Libris Literatuur Prijs, ging in diesem Jahr an den Schriftsteller Ilja Leonard Pfeijffer. Dies gab die Jury um den niederländischen Journalisten und Moderator Paul Witteman Dienstagabend im Amstel Hotel in Amsterdam bekannt. Die Entscheidung für den Roman La Superba sei einstimmig gefallen. Pfeijffer zeigte sich in seiner Dankesrede „gerührt“ und „dankbar“.

Paul Witteman, Vorsitzender der Jury, nannte Pfeijffers Buch einen wichtigen Roman mit universeller Überzeugungskraft, der in den kommenden Jahren viele neue Leser, auch außerhalb des niederländischen Sprachgebietes, verdiene. Darüber hinaus bezeichnete er das Werk als „eine Ode an die Fantasie“.

In Pfeijffers Roman La Superba spielt die italienische Stadt Genua die Hauptrolle, „als ein Spiegelpalast, wo nichts so ist, wie es scheint, als eine Hafenstadt voller Geschichten, die kein Tageslicht vertragen“, so eine Rezension im NRC Handelsblad. Weiter wird der Roman dort als „gut geschriebenes, geistreiches und unterhaltendes Spiel zwischen Fantasie und Realität“ bezeichnet. Inhaltlich geht es um Migration und um Menschen, die sich auf verschiedene Weise auf die Suche nach einem besseren Leben begeben.

Ilja Leonard Pfeijffer, geboren 1968, lebt und arbeitet seit fünf Jahren in Genua und schreibt neben Romanen, Erzählungen und Gedichten auch Essays, Theaterstücke und Songtexte. In seiner Dankesrede sagte er: „Die Kunst ist kein Spiel und die Literatur ist kein Wettstreit. Das sagt sich natürlich leichter, wenn man gewinnt. Ich bin gerührt und dankbar für diesen Preis. Ich betrachtet ihn als eine Hommage an die Stadt Genua.“

Der mit 50.000 Euro dotierte Libris Literatuur Prijs wird jährlich für den besten fiktionalen Roman in niederländischer Sprache verliehen und ist eine der wichtigsten Auszeichnungen der niederländischen Literaturszene. Im  Januar eines jeden Jahres wird eine Longlist mit möglichen Nominierten veröffentlicht, die im März zu einer Shortlist mit sechs Nominierungen gekürzt wird. Neben Ilja Leonard Pfeijffer waren in diesem Jahr Stefan Hertmans, Tom Lanoye, Marente de Moor, Jeroen Theunissen und Robbert Elagen nominiert.
Der Preisträger wird schließlich traditionell im Rahmen eines Galadiners im Amstel Hotel in Amsterdam bekannt gegeben. In den vergangenen Jahren konnten unter anderem namhafte Autoren wie Harry Mulisch, Arnon Grunberg oder A.F.Th. van der Heijden (NiederlandeNet berichtete) den Preis entgegennehmen. Im letzten Jahr erhielt Tommy Wieringa für sein Buch mit dem Titel Dit zijn de namen (dt. Dies sind die Namen) den Literaturpreis (NiederlandeNet berichtete).

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