Nachrichten JuLi 2014


STUDIUM: Stipendien für mehr Internationalisierung

Den Haag. KK/DT/NRC/. 15. Juli 2014.


Die niederländische Bildungsministerin Jet Bussemaker will, dass mehr Studierende internationale Erfahrungen sammeln. Sie stellt daher ab 2015 fünf Millionen Euro jährlich für Stipendien zur Verfügung, um ausländische Topstudenten in die Niederlande zu locken und niederländische Studierende zu motivieren, im Ausland zu studieren.

Pro Jahr sollen 1.000 Studierende ein Stipendium in Höhe von 5.000 Euro erhalten. Das geht aus einem Brief über die Internationalisierung des Hochschulwesens der Ministerin hervor. Darüber hinaus stellt sie noch einmal fünf Millionen Euro zur Verfügung, damit die niederländischen Einrichtungen der Berufsausbildung, des so genannten middelbaar beroepsonderwijs (mbo), ihre internationale Zusammenarbeit ausbauen können.

Laut Bussemaker lernen junge Leute viel von einem Praktikum oder Minor-Studium im Ausland. „Internationale Erfahrung hilft Studenten, sich zu kritischen und selbstständig denkenden Menschen zu entwickeln“, erläutert die Ministerin. Darüber hinaus finden auch Arbeitgeber internationale Erfahrungen wichtig. Deshalb solle diese Erfahrung für jeden Studenten die Regel sein.

Darüber hinaus will Bussmaker es gesetzlich ermöglichen, transnationale Bildung anzubieten. Ein Student kann dann eine in den Niederlanden anerkannte Ausbildung vollständig im Ausland machen.

Die Vereniging Hogescholen und die Vereniging van Universiteiten hatten bereits in der Vergangenheit mehr Internationalisierung gefordert. Sie freuen sich nun über das neue Stipendiensystem. „Die Erfahrung zeigt, dass ein Stipendienfonds für Topstudenten eine Bedingung für mehr Internationalisierung des Hochschulwesens ist. Außerdem vergrößert ein Stipendiensystem die internationale Sichtbarkeit und Anziehungskraft des niederländischen Bildungs- und Forschungssystems“, so die beiden Verbände und Nuffic, die niederländische Organisation für Internationalisierung des Hochschulwesens.

Die Bildungseinrichtungen müssen auch ihren Teil zu dem System beitragen: Sie tragen die Hälfte der Kosten.