Nachrichten August 2014


ELFTAL: Guus Hiddink neuer Oranje-Bondscoach

Zeist. /KNVB/NOS/NRC/nusport. 01. August 2014.

Auf einer Pressekonferenz des niederländischen Fußballverbandes KNVB in Zeist wurde heute offiziell Guus Hiddink als neue Cheftrainer der niederländischen Fußball-Nationalmannschaft vorgestellt. Hiddink folgt Louis van Gaal, der nach dem dritten Platz bei der WM in Brasilien in die englische Premier League zu Manchester United gewechselt war. Nach der Europameisterschaft 2016 soll der neue Assistenztrainer Danny Blind Hiddinks Posten übernehmen.

Es ist bereits das zweite Mal, dass der 67-jährige Gelderlander Guus Hiddink der niederländischen Elftal als Cheftrainer vorsteht. Rund 16 Jahre nach seinem Abschied von der Nationalmannschaft sei seine Berufung laut KNVB-Direktor Bert van Oostveen aber „eine logische Wahl“, denn van Gaal und Hiddink haben vieles gemeinsam: „einen Schatz an Erfahrungen, beide sind taktisch sehr stark und sie wissen beide in kurzer Zeit ein gutes Team zu schmieden.“ Als Assistenten werden dem neuen Bondscoach drei bekannte Persönlichkeiten zur Seite gestellt: Die ehemaligen Nationalspieler Danny Blind und Ruud van Nistelrooij werden erster und zweiter Assistenztrainer. Nistelrooij folgt damit Patrick Kluivert. Auf den Posten des neuen Torwarttrainers rückt der ehemalige Profi Patrick Lodewijks auf, der den mit van Gaal nach Manchester gegangenen Frans Hoek ersetzt.

Hiddink war über die Nominierung des KNVB sehr stolz, wie er auf der Pressekonferenz erzählte: „Ich bin voller Enthusiasmus mit meinen Tätigkeiten begonnen.“ Als erste Amtshandlung beglückwünschte er seinen Vorgänger zum guten Abschneiden bei der WM in Brasilien: „Es scheint mir angebracht, zunächst ein Lob an die Mannschaft auszusprechen, die während der vergangenen WM eine hervorragende Leistung abgeliefert hat. Die Niederländer wurden wieder begeistert, sich mit Fußball zu beschäftigen, und auch im Ausland hat der niederländische Fußball durch den realistischen Ansatz von van Gaal einen guten Kick bekommen.“ Diesen müsse man benutzen, so Hiddink heute, und schauen, mit welchen Möglichkeiten man Spiel und Team verbessern kann.

Als konkretes Ziel für seine Arbeit der kommenden zwei Jahre nannte Hiddink eine Weiterentwicklung, die er als „holländische Schule Plus“ bezeichnete. „Die holländische Schule ist prima, aber es ist mehr nötig, um überleben zu können. Das hat Oranje in Brasilien ausgezeichnet gezeigt“. „Es gab während der WM Phasen, von denen ich sage: so möchte ich es auch gerne sehen“. Insgesamt sei es aber notwendig, etwas eher während der Spiele die Initiative zu übernehmen.

Hiddink kann auf eine langjährige erfolgreiche internationale Erfahrung als Spieler und vor allem als Trainer zurückblicken. In der Zeit als Spieler war er neben den Niederlanden auch in den USA aktiv. Als Vereinstrainer führte es Hiddink in die Türkei, nach Spanien und England und als Landescoach saß er für die Niederlande, Süd-Korea, Australien, Russland und die Türkei auf der Trainerbank.

Mit dem PSV Eindhoven, dem er ebenfalls zwei Mal als Cheftrainer vorstand, gelang es Hiddink sechs Mal, den Landestitel zu erobern. Hinzu kamen etliche Pokalsiege mit PSV und Chelsea, der Europapokal mit PSV und der Weltpokal mit Real Madrid. Als Nationaltrainer gelang ihm mit den Niederlanden und Süd-Korea zudem zwei Mal der vierte Platz bei Fußball-Weltmeisterschaften.

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