Nachrichten AUGUST 2014


MH17: Mission geht hoffentlich vor dem Winter weiter

Den Haag. /NOS/onderzoeksraad.nl/RTL Nieuws. 12. August 2014.

Die unterbrochene Suche nach sterblichen Überresten an der Absturzstelle von Flug MH17 wird hoffentlich noch vor dem Winter wieder aufgenommen. Das sagte der Kommandant der Streitkräfte, Tom Middendorp am Montag in der Zweiten Kammer. Die Mission musste am Wochenende abgebrochen werden, da die Sicherheit der forensischen Experten vor Ort nicht mehr gewährleistet werden konnte.

Neben Gefechten zwischen Separatisten und dem ukrainischen Heer nannte Middendorp den Aufmarsch russischer Soldaten an der Grenze zur Ukraine als Grund für die Unterbrechung der Mission. „Wir operierten im Auge des Sturms. Scheinbare Ruhe mit sehr viel Unruhe darum herum“, so Middendorp. Ein 30-köpfiges Expertenteam ist in Kiew und Charkiw geblieben. Dieses soll alle weiteren Funde sammeln und in die Niederlande zurückführen.

Der Rat, der die Untersuchung des Absturzes durchführt, wird seine Arbeit von Den Haag aus fortsetzen. In einigen Wochen soll der erste Untersuchungsbericht veröffentlicht werden, kündigte Dick Schoof, Nationaler Koordinator für Terrorismusbekämpfung und Sicherheit, an.

Gerard Bouman, Korpschef der Nationalen Polizei, erklärte, die meisten Opfer der Flugzeugkatastrophe seien inzwischen in den Niederlanden. Zwar haben die Forensikteams bisher nur ein kleines Gebiet an der Absturzstelle untersuchen können, doch dies sei kein Maßstab für das erreichte Resultat, so Bouman. Die Experten hätten sich nämlich auf die Gebiete beschränkt, in denen die Chance, sterbliche Überreste und persönliche Besitztümer der Opfer zu finden, am größten sei. Zudem habe man Spürhunde eingesetzt.

Bevor die niederländischen Experten im Absturzgebiet angekommenwaren, habe eine Gruppe von 800 Ukrainern bereits viele Funde geborgen. Dies sei zwar nicht nach niederländischem Standard geschehen, berichtete Bouman, aber dennoch systematisch durchgeführt worden.

Bouman sagte weiterhin, dass die Identifikation der Opfer recht recht schnell gehe. Das Justizministerium hatte am Samstag mitgeteilt, dass 65 der Opfer bereits identifiziert seien.