Nachrichten November 2013


FILMFESTIVAL: Amsterdam wird zum Zentrum des Dokumentarfilms

Amsterdam. MWE/idfa.nl/VK. 20. November 2013.

Heute startet in Amsterdam das größte Dokumentarfilmfestival der Welt, das International Documentary Film Festival Amsterdam (IDFA).  Bereits zum 26. Mal findet es in diesem Jahr statt. Vom 20. November bis zum 1. Dezember werden 291 Dokumentationen gezeigt, darunter 56 niederländische Produktionen. Der diesjährige Themenschwerpunkt liegt auf Dokumentationen aus Südostasien: Emerging Voices from Southeast Asia.

Aus rund 3.000 Einsendungen haben die Veranstalter das Programm für das IDFA zusammengestellt. Über 100 Filme feiern ihre Weltpremiere auf dem Filmfest. Eröffnet wird das zwölftägige Festival mit einem Beitrag des syrischen Regisserus Talal Derki. Return to Homs ist eine Dokumentation über zwei Freunde in der verwüsteten Millionenstadt Homs im Westen von Syrien. Neben 14 Filmen aus Myanmar, Vietnam, Kambodscha, Malaysia, Singapur und Indonesien, die den Themenschwerpunkt Südostasien bilden, wird auch eine Reihe zum Ersten Weltkrieg gezeigt, mit acht restaurierten Filmen aus der Zeit von 1917 bis 1928.

Ein weiterer Aspekt, der beim diesjährigen IDFA im Fokus steht, ist der Vergleich zwischen Spielfilm und Dokumentation. Unter der Überschrift Based on The Same Story werden je sieben Dokumentar- sowie Spielfilme zum selben Ereignis gezeigt. Anschließend können Filmschaffende und das Publikum sich darüber austauschen. So wird beispielsweise Steven Spielbergs Munich der Dokumentation One Day in September von Kevin MacDonald gegenüber gestellt. Beide haben das Geiseldrama bei den Olympischen Spielen in München 1972 zum Thema. Und neben Zero Dark Thirty wird der Dokumentarfilm Manhunt von Greg Barker gezeigt, in dem drei CIA-Agenten von ihrer jahrelangen Jagd auf Osama bin Laden berichten.

Beim diesjährigen Festival ist zum ersten Mal auch das Filmmuseum EYE einer der Hauptveranstaltungsorte in der Innenstadt Amsterdams. Insgesamt verfügt das IDFA über 16 Kinosäle, darunter auch in vielen kleineren Kinos. Der Vorverkauf, der vor anderthalb Wochen startete, läuft gut, so eine Pressesprecherin des Festivals, doch auch während des Festivals wird es noch Karten geben. Im letzten Jahr wurden insgesamt 205.000 Karten verkauft.

Aus niederländischer Sicht wird der 29. November ganz besonders spannend, denn dann werden im Rahmen der IDFA Preise für die besten Dokumentarfilme verliehen. In der wichtigsten Kategorie, in der die langen Dokumentarfilme prämiert werden, haben Boris Gerrets mit Shado’man sowie Niels van Koevorden und Sabine Lubbe Bakker mit Ne me quitte pas gute Chancen auf einen Preis.

Weitere Informationen zum Programm des Dokumentarfilmfestivals erhalten Sie auf der Website des IDFA.