Nachrichten Juli 2013


HITZE: Tropische Temperaturen auch in den Niederlanden

De Bilt. MWE/NRC/TG/VK. 23. Juli 2013.

Der Sommer hat auch die Niederlande erreicht. Höchsttemperaturen von 32,6 Grad bedeuteten für unser Nachbarland gestern den bisher heißesten Tag des Jahres. Doch die Hitze bereitete nicht nur Freude: Staus, überfüllte Strände und Gesundheitsprobleme waren die Folge.

Bereits am Sonntag hatte das Koninklijk Nederlands Meteorologisch Instituut (KNMI) vor der Hitze der kommenden Tage gewarnt und den „Code Gelb“ ausgerufen. Dadurch trat unter anderem ein nationaler Hitzeplan in Kraft, bei dem vor allem Krankenhäuser und Pflegeheime dafür Sorge tragen müssen, dass ihre Patienten bei diesen Temperaturen gut versorgt sind. Bei verschiedenen Veranstaltungen, die in diese Hitzeperiode fallen, werden die Besucher mit Wassernebel abgekühlt und mit Trinkwasser versorgt, so auch beim Roze Maandag auf der Kirmes in Tilburg.

Auch am Wochenende nutzten viele das schöne Wetter und strömten an die niederländischen Strände. Dadurch bildeten sich lange Staus und viele Plätze waren derart überlaufen, dass die Polizei im Laufe des Sonntags davon abriet, sich noch auf den Weg zu machen. Doch während sich der Großteil der Niederländer an dem Wetter erfreute, hatten einige auch mit der Hitze zu kämpfen. So musste die Feuerwehr am Montagnachmittag in Schiedam einen Zug auf offener Strecke räumen, der durch eine kaputte Oberleitung über eine Stunde in der prallen Sonne gestanden hatte. Anschließend wurden die Reisenden untersucht und mit Wasser versorgt, bevor sie ihre Reise mit Bussen fortsetzen konnten.

Auch heute lagen die Temperaturen erneut bei über 30 Grad. Allerdings will ein Sprecher des KNMI noch nicht von einer Hitzewelle sprechen. Dies wäre erst der Fall, wenn mindestens fünf Tage hintereinander Temperaturen von 25 Grad oder mehr erreicht würden und an mindestens drei dieser Tage die Temperaturen bei mindestens 30 Grad liegen. Laut KNMI kommt eine derartige Hitzewelle statistisch gesehen etwa alle drei Jahre vor. Das niederländische Rote Kreuz setzt vorsorglich tausende Ehrenamtliche ein, die dazu beitragen sollen, die Gesundheitsrisiken für gefährdete Gruppen – Senioren, Kinder und Obdachlose – in den kommenden Tagen möglichst gering zu halten.