Nachrichten September 2012


SPORT: Niederlande bei den Paralympics 2012 auf Platz 10 des Medaillenspiegels

Den Haag, London. IW/DT/NOC/nu/TR. 10. September 2012.

Am morgigen Dienstag werden die niederländischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Paralympics durch Ministerpräsident Mark Rutte (VVD) in der Grote Kerk in Den Haag empfangen. Die 92 Athleten der niederländischen Mannschaft erkämpften in London 39 Medaillen, 10 goldene, 10 silberne und 19 bronzene. Damit übertrafen sie das Ergebnis von Peking 2008 um 17 Medaillen.

Gestern Abend nun gingen in London die Paralympics 2012 mit einer spektakulären Abschlusszeremonie zu Ende. Elf Tage hatten 4.280 Athleten aus 166 Ländern in 22 Sportarten um insgesamt 503 Medaillen gekämpft.

Aus der Idee, Wettspiele für kriegsversehrter Sportler zu organisieren, die 1948 in England geboren wurde, entwickelten sich die Paralympics, die olympischen Spiele der Menschen mit Behinderungen. 1960 fanden die ersten Paralympics als Weltspiele der Gelähmten im Rom statt mit damals 400 Teilnehmern aus 21 Nationen. Die Niederlande waren damals durch  5 Athleten vertreten.

„Meet the Superhumans“ (dt. Trefft die Übermenschlichen) lautete das Motto der diesjährigen Spiele und die herausragenden Leistungen der Athleten bestätigten diesen Slogan. Menschen mit verschiedenen körperlichen Behinderungen maßen sich im sportlichen Wettkampf. Sie gingen bis an ihre physischen und psychischen Grenzen und erreichten im Vertrauen auf ihre eigenen Fähigkeiten ungeahnte Erfolge. Für das niederländische Team holte die Tennisspielerin Esther Vergeer, die seit ihrem achten Lebensjahr querschnittgelähmt ist, ihre vierte Goldmedaille in Folge im Rollstuhltennis-Einzel. Mit ihrer Teamkollegin Marjolein Buis siegte sie auch im Doppel. Marlou van Rhijn, wegen ihrer schnittigen Unterschenkelprothesen auch ‚Blade Babe‘  genannt, gewann die Goldmedaille im Sprint über 200 Meter und stellte im Endlauf mit 26.18 Sekunden einen neuen  Weltrekord auf. Zuvor hatte sie schon die Silbermedaille im 100 Meter Sprint erobert.

So überwältigend die Resonanz der Spiele in der Öffentlichkeit auch war – mit 2,7 Millionen verkaufte Tickets waren alle Veranstaltungen ausverkauft –  die Integration behinderter Menschen lässt im Alltag an vielen Stellen noch zu wünschen übrig.