Nachrichten November 2012


KULTUR: Historische Zeitungen online zugänglich

Den Haag. MWE/kb.nl. 23. November 2012.

Die Königliche Bibliothek, die Nationalbibliothek der Niederlande, hat gestern mit einem festlichen Symposium den ersten Schritt ihres umfangreichen Digitalisierungsprojektes von Zeitungen abgeschlossen. Ab sofort können historische Zeitungen aus den Jahren 1618 bis 1995 online eingesehen werden. Die Zeitungen stammen aus den Niederlanden, Niederländisch-Indien, Surinam und den Antillen.

Die Bibliothek begann bereits 2007 mit dem Projekt Databank Digitale Dagbladen (dt. Datenbank Digitale Zeitungen). Im Jahr 2010 wurde eine entsprechende Website vorgestellt, die seitdem mehr als zwei Millionen Mal besucht wurde. Nun stehen der Öffentlichkeit acht Millionen Zeitungsseiten mit rund 85 Millionen Artikeln kostenlos zur Verfügung. Die Möglichkeiten der Nutzung sind vielfältig: Übersetzer suchen Worte, die eine bestimmte Zeit kennzeichnen, Biografen und Journalisten begeben sich auf die Suche nach Themen für mögliche Artikel, Studenten nutzen das Angebot, um an Informationen für Hausarbeiten zu gelangen und auch für Stammbaumforscher stellt die Online-Datenbank eine umfangreiche Quelle dar. Durch die umfangreichen Suchmöglichkeiten möchte die Königliche Bibliothek auch die wissenschaftliche Nutzung der historischen Zeitungen zu Forschungszwecken stimulieren.

Der bisherige Umfang der Datenbank ist verglichen mit der tatsächlichen Anzahl Zeitungen, die von 1618 bis 1995 erschienen sind, noch relativ gering. Bisher wurden etwa acht Prozent der Zeitungen gescannt. Deshalb ist das Projekt der Königlichen Bibliothek noch lange nicht abgeschlossen. In den kommenden Jahren soll die Anzahl auf 13 Millionen Zeitungsseiten erhöht werden. Zu den bereits digitalisierten Zeitungen zählen unter anderem dagblad voor Nederland, Dagelijksche beurscourant, Het financieele dagblad, das Utrechts volksblad oder die Zeitung Provinciale Drentsche en Asser Courant. Insgesamt steht eine Auswahl aus rund 1.400 Zeitungen zur Verfügung.

Das Angebot ist über die Website Historische Kranten einzusehen.