Nachrichten November 2012


VERSTÄNDIGUNG: Deutsch-niederländisches Forum in Berlin

Den Haag. /Minbuza. 14. November 2012.

Ende des Monats findet in Berlin das Deutsch-Niederländische Forum 2012 statt. Auf der seit 1996 regelmäßig stattfindenden Veranstaltung unter Federführung der beiden Außenministerien wird es in diesem Jahr um „Die Zukunft Europas und unsere Zukunft in Europa“ gehen. Mit dem Forum, das sich seit Jahren zu einem festen Bestandteil der bilateralen Beziehungen beider Länder entwickelt hat, hat man es sich zum Ziel gesetzt, in mehreren Diskussionsgruppen zu den verschiedensten politischen und gesellschaftlichen Themen miteinander ins Gespräch zu kommen. Für das diesjährige Forum sind noch Anmeldungen möglich.

Das Deutsch-Niederländische Forum sei die geeignete Plattform, um „voneinander zu wissen, zu lernen und sich miteinander auszutauschen“, heißt es in einem jetzt publizierten Pressebericht. Die Veranstaltung, die am 27. Und 28. November im Auswärtigen Amt in Berlin stattfindet, wird gemeinsam vom neuen niederländischen Außenminister Frans Timmermans sowie seinem deutschen Amtskollegen Guido Westerwelle eröffnet. Und auch die Sprecher, Kommentatoren und Moderatoren der einzelnen Arbeitsgruppen sind hochkarätig besetzt: Neben den Vorsitzenden der beiden Lenkungsausschüsse, der ehemaligen Ministerin und Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth auf deutscher sowie dem Arbeitgeberpräsident Bernard Wientjes auf niederländischer Seite, haben auch der Leiter des ARD-Studios in Brüssel, Rolf-Dieter Krause, sowie René van der Linden, ehemaliger Präsident der niederländischen Ersten Kammer zugesagt. Weitere bekannte Persönlichkeiten sind angefragt.

Einzelne Arbeitsgruppen werden sich mit der deutsch-niederländischen Sicht auf die Zukunft der Europäischen Union in verschiedenen Bereichen beschäftigen. Konkret geht es dabei etwa um die aktuelle Krise der EU und deren Wahrnehmung in beiden Ländern, um niederländische wie deutsche Vorstellungen von Solidarität oder die Zukunftschancen der Jugend in Europa. Junge Menschen werden auch dann im Mittelpunkt stehen, wenn Masterstudenten aus Deutschland und den Niederlanden die Ergebnisse eines Seminars zum Thema „Young Civil Society Considers European Citizenship“ vorstellen, welches unmittelbar vor dem Forum in der niederländischen Botschaft in Berlin stattfindet.

Geschichte des Deutsch-Niederländischen Forums

Gestartet Mitte der 1990er Jahre als Deutsch-Niederländische Konferenz, findet das bilaterale Forum seitdem regelmäßig alle 18 Monate abwechselnd in einem der beiden Länder statt. Gegründet in Zeiten schwieriger politisch-psychologischer bilateraler Beziehungen (mehr dazu in unserem Dossier zum Deutschland-/Niederlandebild) hatte es sich die von beiden Außenministerien mitorganisierte gemeinsame Veranstaltung zum Ziel gesetzt, Experten beider Länder miteinander in Kontakt zu bringen. Thematisch wurden in den vergangenen Jahren verschiedenste Themen wie etwa Populismus oder Integration behandelt, die beide Länder betreffen sowie diesseits und jenseits der Grenze aktuell sind. Thema der ersten Konferenz im Jahr 1996 waren die seinerzeit kriselnden deutsch-niederländischen Beziehungen.

Jetzt, wo die Beziehungen zwischen beiden Ländern so gut wie lange nicht sind, widmet man sich mit der Frage nach der Zukunft Europas in diesem Jahr „größeren“ Themen. Für das Forum am 27. Und 28. November im Auswärtigen Amt sind noch Plätze für Interessierte frei. Weitere Informationen wie etwa das Programm und ein Anmeldeformular finden sie hier.