Nachrichten März 2012


KÖNIGSHAUS: Dankeswort für Anteilnahme nach Prinz Frisos Skiunglück

Den Haag/London. AF/Bild/Bunte/KH/VK. 28. März 2012

Königin Beatrix und ihre Schwiegertochter Prinzessin Mabel haben sich gestern in einem offiziellen Schreiben für die Anteilnahme nach Prinz Frisos Skiunglück vor rund sechs Wochen bedankt. Der Prinz, der inzwischen in einer Privatklinik in London versorgt wird, liegt nach wie vor im Koma.

„Aus den ganzen Niederlanden und auch von außerhalb haben uns nach dem Unglück von Prinz Friso Zeichen der Anteilnahme und Betroffenheit erreicht“, so der Anfang des Dankesbriefes, dass Königin Beatrix und Frisos Ehefrau Prinzessin Mabel gestern veröffentlicht haben. „Es hat unsere Familie tief gerührt, dass so viele mit ihrem Herzen bei Friso sind und unsere Sorgen teilen. Alle teilnehmenden Worte, hoffnungsvollen Wünsche, rührende Berichte, Gebete und Blumen sind uns eine Stütze und machen Mut in dieser schweren Zeit voll Unsicherheit. Ihre Anteilnahme bedeutet uns sehr viel.“

Prinz Friso, der am 17. Februar in Österreich unter einer Lawine verschüttet wurde (NiederlandeNet berichtete), liegt inzwischen in einer Londoner Privatklinik. Die Prognosen für den zweitältesten Sohn von Königin Beatrix scheinen nach wie vor düster zu sein. Die Boulevardpresse schreibt, dass Friso wohl nie wieder aus dem Koma erwachen wird, und wenn doch, dann mit massiven Hirnschäden. Die Königsfamilie beantwortet zu diesem Thema keine Fragen mehr. Einzig eine kurze Erklärung eine Woche nach dem Unfall wurde abgegeben. Auch die kurze Debatte über passive Sterbehilfe bei Komapatienten, die durch Frisos Unglück in den Niederlanden Anfang März aufkam, kommentierte das Königshaus nicht. In der Diskussion ging es um die Frage, wann lebenserhaltender Maßnahmen bei Komapatienten eingestellt werden sollten.

Für die Mitglieder des Königlichen Hauses gehen die Alltagsgeschäfte mittlerweile wieder weiter. Königin Beatrix ist erst kürzlich von einem Staatsbesuch in Luxemburg zurückgekehrt, und auch Prinzessin Mabel, Direktorin von „Global Elders“, einer von Nelson Mandela gegründeten Hilfsorganisation, arbeitet wieder. Dass Frisos Unfalls dennoch den Alltag seiner Familie überschatten dürfte, wird klar, wenn man die Presse-Überschriften vom 26. März, dem Geburtstag von Frisos Tochter Luana, liest: „Geburtstag ohne Papa Friso“.