Nachrichten Mai 2011


EU: Barroso lobt die Niederlande

Den Haag. AKS/europeesparlement.nl/nu.nl/VK. 17. Mai 2011.

„Europa hat in Den Haag nun wieder ein Dach über dem Kopf“ erklärte Ministerpräsident Mark Rutte am gestrigen Montag - denn gestern wurde „Das Haus von Europa“ in der niederländischen Stadt wiedereröffnet. Seit 1988 haben sowohl die Vertretung der Europäischen Kommission in den Niederlanden als auch das niederländische Informationsbüro des Europäischen Parlaments im „Haus von Europa“, das im Zentrum von Den Haag in der Nähe des Binnenhofs liegt, ihren Sitz. Bei der Wiedereröffnung des vollkommen renovierten Gebäudes waren aber nicht nur Ministerpräsident Mark Rutte und Königin Beatrix anwesend, auch José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission, sowie Stavros Lambrinidis, Vizepräsident des Europäischen Parlaments, waren nach Den Haag gereist.

„Europa braucht die Niederlande und ihren innovativen Geist“, erklärte Barroso in seiner Ansprache während der Eröffnungsfeier. Dabei lobte Barroso die Niederländer, ihre Offenheit, Kultur und ihre innovativen Ideen, die sie durch die Jahrhunderte hinweg bewiesen haben. „Dies alles bereichert und stärkt die Europäische Union“, so der portugiesische Politiker. Zudem verwies er auf den Umstand, dass man sich gerade in den Niederlanden der Tatsache bewusst sei, dass man sich in einer stetig verändernden Welt nur durch gute Zusammenarbeit über Wasser halten kann. „In der EU müssen Solidarität und Verantwortungsbewusstsein die leitenden Gedanken sein“, gab Barroso zu verstehen.

Auch der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte und der Vizepräsident des Europäischen Parlaments Lambrinidis griffen den Gedanken der Europäischen Zusammenarbeit in ihren Ansprachen auf. Rutte betonte die Notwendigkeit umfassender Reformen in der EU, um stärker zu werden. Hierfür seien nach Ansicht des Premiers Mut und Entschlossenheit von Nöten. Ähnlich argumentierte auch Lambrinidis, der ebenfalls auf die Wichtigkeit der Zusammenarbeit innerhalb der EU einging. Er erklärte, dass, wenn die 27 EU-Mitgliedstaaten zusammenarbeiten, keine andere Weltmacht Europa als ökonomischen und politischen Faktor überbieten könne.

Das wiedereröffnete „Haus von Europa“ dient aber nicht nur als Geschäftsstelle der Europäischen Vertretungen in den Niederlanden: Es fungiert auch als eine Anlaufstelle für die Bürger mit ihren Fragen zu Europa. In einem Informationszentrum können sich Interessierte über die Entstehung der Europäischen Union, über aktuelle Entwicklungen innerhalb der EU oder über die Europäischen Institutionen informieren. Darüber hinaus bietet das Gebäude an der Straße Korte Vijverberg auch die Möglichkeit für Debatten und Versammlungen, wodurch die Gelegenheit zu Gesprächen mit der Zivilgesellschaft im europäischen Kontext geschaffen werden soll.