Nachrichten März 2011


AUKTION: Objekte Königin Julianas unter dem Hammer

Amsterdam. TM/focus.de/RP/TR/VK. 15. März 2011.

Für den guten Zweck werden in dieser Woche rund 10.000 Objekte aus der persönlichen Hinterlassenschaft der ehemaligen niederländischen Königin Juliana (1909-2004) versteigert. Im Auftrag ihrer vier Töchter – Königin Beatrix sowie den Prinzessinnen Christina, Irene und Margriet – kommen beim Auktionshaus Sotheby’s im Amsterdamer RAI-Theater bis zum Donnerstag viele seltene Gegenstände ihrer Majestät wie etwa Porzellanservice, Schränke und Stühle und ein Medaillon aus dem Jahr 1516 unter den Hammer.

„Noch nie kamen so viele Güter der königlichen Familie unter den Hammer“, wurde Eva van Geldorp, Sprecherin des Auktionshauses Sotheby's, in der Rheinischen Post zitiert. Wie Auktionsleiter Mark Grol zudem gegenüber der Presseagentur AP sagte, sei die Auktion insgesamt als „ein königlicher Trödelmarkt“ zu beschreiben. Die Objekte stammen allesamt aus den sieben königlichen Palästen der Niederlande, welche nach dem Tod Julianas im Jahr 2004 unter ihren Töchtern aufgeteilt wurden.

Wer Interesse an denen zu insgesamt 1.725 Geboten aufgeteilten Objekten hat, konnte die Gegenstände in den vergangenen Wochen in der Sotheby’s-Filiale in Amsterdam ausgiebig begutachten. Von dieser Möglichkeit machten insgesamt 10.000 Kunstexperten, Sammler und Souvenirjäger Gebrauch. Interessenten für die vielen einzigartigen Hinterlassenschaften kamen dabei nicht nur aus den Niederlanden, sondern auch aus entfernten Ländern wie China, Russland oder den USA. Der Erlös der Gesamtauktion soll auf den Wunsch der vier Töchter Julianas Wohltätigkeitsorganisationen wie etwa dem Roten Kreuz zugutekommen, für die sich Beatrix und ihre drei Schwestern engagieren.

Am Montag wurden bereits 213 Einzelauktionen durchgeführt, die insgesamt 1,6 Millionen Euro in die Kasse einspielten. Damit wurde nicht nur der von Sotheby’s zuvor erwartete Erlös von 480.000 Euro für den ersten Versteigerungstag, sondern auch der prognostizierte Gesamterlös von 1,5 Millionen Euro bereits am ersten der vier Tage überschritten.