Nachrichten Juli 2011


DEMOGRAPHIE: Großstädte wachsen, ländliche Regionen schrumpfen

Den Haag. AF/CBS/VK 12. Juli 2011.

Die Zahl der Einwohner in den niederländischen Städten hat in den letzten Jahren überdurchschnittlich schnell zugenommen, wie das Statistikamt CBS Anfang der Woche mitteilte. Vor allem die drei größten Städte des Landes, Amsterdam, Rotterdam und Den Haag, wuchsen zwischen dem 01. Januar 2009 und dem 01. Januar 2011 drei mal so schnell wie der niederländische Durchschnitt. So nahm die Einwohnerzahl in Amsterdam im Berichtszeitraum um beinahe 25.000 Personen zu. Rotterdam wuchs um 23.000 Einwohner und Den Haag um 13.000.

In Einzelfällen lag dieses rasante Wachstum an Eingemeindungen, zum Beispiel wurde die Gemeinde Rozenburg 2010 Teil der Stadt Rotterdam. Im Allgemeinen jedoch ist der Grund für die steigende Zahl an Stadtbewohnern schlicht das positive Migrationssaldo. Vor allem Personen aus dem Ausland lassen sich in den großen Städten nieder, doch auch die Niederländer ziehen seit 2009 verstärkt von der Provinz in die Städte. Während die Randstand stark wächst, verzeichnet man eine Bevölkerungsabnahme in den Regionen Ost-Groningen, Delfzijl und Umgebung, Achterhoek, Süd-Limburg und Zeeuwsch-Vlaanderen.

Es sind vor allem junge Frauen, welche eher ländliche Regionen in Richtung Universitätsstadt verlassen. Die Männer, die in puncto Ausbildung weniger erfolgreich sind,  wohnen häufig weiterhin in ländlichen Gebieten.

Diese Kombination aus einer starken regionalen Urbanisierung und einer regionalen Schrumpfung in anderen Teilen des Landes sieht man auch in anderen Gebieten in Europa. Auch in Deutschland gab es seit der Wiedervereinigung einen eindeutigen Migrationsstrom von Ost- nach Süd- und Westdeutschland.