Nachrichten Oktober 2010

GLEICHBERECHTIGUNG: Die Niederlande sinken auf den siebzehnten Platz

Genf. AKS/TR/VK. 12. Oktober 2010.  Stockholm.

Was das Thema Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen in der Arbeitswelt betrifft, sind die Niederlande auf den siebzehnten Platz im weltweiten Vergleich abgesackt. Dies ergab sich aus dem jährlichen Bericht des World Economic Forum (WEF), dem sogenannten Global Gender Gap Index. Im Rahmen dieses Berichts wird die Anzahl an Frauen, die studieren, arbeiten und sich in Führungspositionen befinden, weltweit miteinander verglichen. Ebenfalls eine Rolle spielen das Durchschnittsgehalt der weiblichen Berufstätigen sowie die Anzahl an weiblichen Politikern im Land. Gerade was den letzten Punkt anbelangt, können die Niederlande nicht von sich überzeugen. Bisher hatte das Land noch keinen einzigen weiblichen Ministerpräsidenten und auch das zukünftige Kabinett Rutte-Verhagen kann nicht mit einer hohen Frauenquote punkten: Nur drei der insgesamt zwölf Ministerämter sollen mit Frauen besetzt werden. Ein Umstand, der noch am Montag von der VVD-Politikerin Neelie Kroes, die seit Februar 2010 EU-Kommissarin für die Digitale Agenda ist, bemängelt wurde (NiederlandeNet berichtete).

Konnten die Niederlande im Jahr 2006 noch Rang 12 belegen und 2008 sogar ihre Stellung mit Platz 9 verbessern, so sacken sie nun hinter Länder wie Lesotho und die Philippinen ab. Island führt die Liste an, gefolgt von Norwegen und den anderen skandinavischen Ländern Finnland (3) und Schweden (4). Deutschland fiel wie die Niederlande im internationalen Vergleich ebenfalls zurück. Konnte Deutschland sich im Jahr 2009 noch auf Platz 12 behaupten, belegte es nun Rang 13. Im Allgemeinen stellte das WEF jedoch fest, dass sich die Situation der Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen weltweit verbessert hat.