Nachrichten Juni 2010


KULT: Es wird ruhiger um die populäre Cartoonserie „Fokke&Sukke“

Amsterdam. AKS/VK/quotenet.nl/foksuk.nl. 17. Juni 2010.

Fast jedem Niederländer sind die Ente (Fokke) und der Kanarienvogel (Sukke) aus dem Cartoon „Fokke en Sukke“ bekannt. Die Cartoons über die wenig bekleideten Vögel werden seit 15 Jahren in diversen Zeitschriften publiziert und erfreuen sich so großer Beliebtheit, dass sogar Bettlaken, T-Shirts, Mousepads, Tassen, Kalender und diverse andere Produkte mit den Zeichnungen vertrieben werden. Nun aber haben Zeichner Jean-Marc van Tol und seine Kollegen John Reid und Bastiaan Geleijnse beschlossen, die Auflage der Cartoons zu reduzieren. Betroffen davon sind diverse Unizeitungen und Comic-Hefte wie Eppo. Der Entschluss stammte vor allem vom Zeichner selbst, wurde er in der Volkskrant zitiert: „Es wurde zu viel. Ich wälzte mich von einer Deadline zur Nächsten. Manchmal zeichnete ich fünf Cartoons am Tag.“

In den zynischen Cartoons werden vor allem Themen aus dem Alltagsleben und meistens aus den Nachrichten verarbeitet. Hierfür sei auch genügend Quellmaterial vorhanden, wie Van Tol bestätigt: „Wenn wir Fernsehen oder Radio hören, wissen wir  sofort was wir tun müssen.“ Dennoch werden die drei Studienfreunde nun kürzer treten, da Van Tol sich vermehrt auf seine Tätigkeiten als Autor und Herausgeber konzentrieren will.

Für eingefleischte Fans besteht aber kein Grund zur Sorge: Fokke und Sukke werden nicht ganz aus den Medien verschwinden. Auf der letzten Seite des NRC Handelsblads, in nrc.next, bei Rendement und im Fernsehsendung De Wereld Draait Door werden die Zeichnungen von Fokke en  Sukke immer noch erscheinen.