Nachrichten August 2010

GEDENKEN: Judolegende Anton Geesink verstorben

Utrecht. AKS/VK/TR/NRC/antongeesink.com. 31. August 2010.

Am vergangenen Freitag ist die Judolegende Anton Geesink im Alter von 76 Jahren in seinem Haus in Utrecht verstorben. Geesink, der 1964 olympisches Gold im Judo errang, verstarb nach kurzer Krankheit. Er hinterlässt seine Frau Johanna, seine drei Kinder und seine Enkelkinder.

Fällt in Japan der Name Geesink, kann allgemein mit Begeisterung gerechnet werden – denn Anton Geesink schaffte das, was keiner vor ihm schaffte: Er wurde als erster Nicht-Japaner Weltmeister und Olympiasieger im Judo. 1961 besiegte Geesink bei den Weltmeisterschaften in Paris drei japanische Judomeister und gewann Gold. Der Höhepunkt seiner Karriere lag aber im Sieg 1964 bei den Olympischen Spielen in Tokio. Es war das erste Mal, das Judo als Olympische Disziplin ausgeschrieben war und vor 18.000 größtenteils japanischen Zuschauern schickte Geesink seinen Gegner Akio Kaminaga wortwörtlich von der Matte, oder besser der Tatami. 

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Auch nach seiner aktiven Sportkarriere, die er mit 21 europäischen, 16 nationalen und zwei Weltmeistertiteln beendete, engagierte sich Geesink für seine Leidenschaft. Zunächst nur in den Niederlanden, ab 1987 auch international als Mitglied des International Olympic Committee (IOC). Geesink war bis zum Schluss von großer Bedeutung für den  internationalen Sport. 1997 wurde ihm der 10. Dan - der höchste Grad im Judo - überreicht. Nur 18 Judokas weltweit durften sicher bisher dieser Ehre erfreuen. Zudem wurde Geesink zum Ritter im Orden von Oranje-Nassau ernannt und 2004 in der Hall of Fame der Intnational Judo Federation (IJF) aufgenommen.

Am heutigen Dienstag besteht die Möglichkeit, sich von Anton Geesink zu verabschieden. In der von ihm errichteten Sportschule in der Anton Geesinkstraat in Utrecht wird zwischen 19.00 und 21.00 Uhr eine Gedenkfeier zu seinen Ehren stattfinden. Später wird im geschlossenen Kreis der Familie die Beisetzung erfolgen.