Nachrichten April 2010


STERBEHILFE: Kein Anstieg seit gesetzlicher Regelung

Utrecht. CK/NRC/Trouw. 9. April 2010.

Als erstes Land der Welt verabschiedeten die Niederlande 2001 ein Gesetz, das aktive Sterbehilfe unter bestimmten Bedingungen rechtlich erlaubte. 8 Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes „Toetsing levensbeëindiging op verzoek en hulp bij zelfdoding“ veröffentlichte das Forschungsinstitut Nivel nun erste Ergebnisse zu den Auswirkungen des Gesetzes. Demnach hat die Anzahl der Sterbehilfe-Anfragen in den vergangenen Jahren nicht zugenommen. Nicht zuletzt aufgrund der vielen Vorgaben ist ein „Euthanasiehype“ ausgeblieben. Auch die Gründe für den Wunsch sein Leben zu beenden, wie Schmerzen oder der Verlust von Würde, haben sich kaum verändert. Das Gesetz hat nach Ansicht der Forscher jedoch dazu geführt, dass die Kommunikation über Sterbehilfe zugenommen und sich verbessert hat: „Und das kommt der Qualität zu Gute. So werden beispielsweise die richtigen Mittel in der richtigen Dosierung eingesetzt.“