Nachrichten September 2009


UNFALL: Zugunglück fordert ein Menschenleben

Rotterdam. JoK/NRC/VK/TR. 25. September 2009.

Auf der Strecke zwischen Barendrecht und Dordrecht hat sich gestern in den späten Abendstunden ein Zugunglück ereignet. Zwei niederländische Güterzüge fuhren frontal aufeinander. Der Lokführer des einen Zuges kam dabei ums Leben. Durch den Aufprall entgleiste einer der Güterzüge und versperrte ein weiteres Gleis, auf dem ein internationaler Passagierzug jedoch noch frühzeitig bremsen konnte, um einen weiteren Aufprall zu verhindern, so der Vorsitzende des Sicherheitsrates, Pieter van Vollenhoven. 150 Passagiere kamen mit dem Schrecken und einige wenige mit leichten Verletzungen davon. Sie wurden vorübergehend in einem in der Nähe gelegenen Restaurant untergebracht. Auch ein passierender Nahverkehrszug wurde durch umher fliegende Teile leicht beschädigt.

Zwei der Züge seien relativ unbeschädigt, der eine Güterzug liege, so die niederländische Tageszeitung De Volkskrant, „wie eine Harmonika aufgerollt“ unter der Unterführung, unter der sich das Zugunglück ereignete. Die Güterzüge hatten Container und Kraftstoffe als Fracht transportiert. Ein Sprecher versicherte, dass keine gefährlichen Stoffe durchsickerten und dass man eine Explosionsgefahr inzwischen ausschließe.

Der Zugverkehr zwischen Rotterdam und Dordrecht war die ganze Nacht über eingestellt, und die Eisenbahngesellschaft ProRail verkündete, dass die Strecke bis zum Abschluss der Untersuchungen gesperrt bleiben werde. Die niederländische Bahn (NS) hat auf dem Abschnitt Busse eingesetzt und rät Passagieren zwischen Rotterdam und dem Süden, via Utrecht zu reisen. Die in der Nähe gelegene Autobahn ist seit den Morgenstunden wieder für den Verkehr freigegeben.

Die Untersuchungen der Inspektion Verkehr und Wasserwirtschaft, des Sicherheitsrates und der Polizei laufen noch auf Hochtouren. Zu den Gründen des Auffahrunfalls wurde noch nichts bekannt gegeben.