Nachrichten September 2009


GESCHICHTE: „Oranje“ in New York

New York. CK/VK/AD/NRC. 9. September 2009.

21 Salutschüsse erklangen gestern über dem New Yorker Hudson zur Begrüßung von Kronprinz Willem-Alexander und seiner Frau Máxima. Sie bildeten den Auftakt eines beinah einwöchigen Besuches des Prinzenpaares in New York anlässlich der Gründung der Stadt vor 400 Jahren. 1609 war Henry Hudson, der im Auftrag der Niederländischen Ost-Indien Kompanie eigentlich eine neue Durchfahrt nach Asien ausfindig machen sollte, mit seinem Schiff ‚Halve Maen’ (Halbmond) auf die Insel ‚Mannahata’ gestoßen. Einige Jahre später errichteten die Niederländer dort den Handelsposten ‚Nieuw Amsterdam’. Während des Zweiten englisch-niederländischen Seekriegs endete 1664 die niederländische Herrschaft über die Stadt, die fortan den Namen New York tragen sollte.

Das Prinzenpaar wurde während der Feierlichkeiten auf dem Hudson, die sie von Deck eines amerikanischen Flugzeugträgers verfolgten, von der amerikanischen Außenministerin Hillary Clinton und New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg begleitet. Während seiner Ansprache verwies Kronprinz Willem-Alexander darauf, dass mit den ersten Schiffen auch die typisch niederländischen Tugenden, wie ‚eine Passion für Freiheit, Gewissensfreiheit und ein fester Glaube daran, dass jeder das Recht hat nach seinem eigenen Glück zu streben’ nach Neu-Amsterdam gekommen seien. Dies seien die „Fundamente, auf denen diese großartige Stadt errichtet wurde und jeder New Yorker wird, unabhängig seines Hintergrunds, bestätigen, dass diese Prinzipien immer die wichtigsten Eigenschaften der Stadt waren und sein werden.“  

Außenministerin Clinton unterstrich in ihrer Rede die engen Bande zwischen den Niederlanden und den USA: „Wir sind miteinander verbunden, seitdem die ‚Halve Maen’ hier am Horizont erschienen ist“, so Clinton. Auch heute seien die Ländern nicht nur „durch ihre lange Geschichte, sondern auch durch ihre gemeinschaftlichen Werte und Hoffnung“ mit einander verbunden. Clinton verwies zudem auf die aktuellen gemeinsamen Aktivitäten, wie das Vorgehen gegen Extremismus und den Einsatz in Afghanistan, der sicherlich auch in den kommenden Tagen ein Thema sein wird.