Nachrichten Mai 2009


DROGEN: Limburg geht gegen Drogentourismus vor

Maastricht. CK/VK. 13. Mai 2009.

Rund 2,1 Millionen Coffeeshoptouristen besuchen jährlich Limburgs Hauptstadt Maastricht. Beinahe 70 Prozent der Kunden stammen aus dem benachbarten Ausland, darunter viele Deutsche. Um diesem ausländischen Drogentourismus Einhalt zu gebieten, einigten sich gestern lokale und provinzielle Stellen im Beisein von Justizminister Hirsch Ballin und Innenministerin Ter Horst auf einen neuen Coffeshop-Plan für die Provinz Limburg. Demnach müssen die Coffeeshops der Region ab dem kommenden Jahr einen geschlossenen Club bilden, der nur mit einem extra Mitgliedsausweis betreten werden dürfen. Ausländer sind von dem Erwerb dieses Pass nicht von vornherein ausgeschlossen.

Da die Ausstellung des Passes jedoch einige Tage dauern wird, erhofft man sich dadurch bereits einen Rückgang des Drogentourismus. Zudem soll die Menge Cannabis pro Tag auf 5 Gramm begrenzt werden. Indem dieses Maximum für die gesamte Provinz eingeführt wird, soll ein Einkauf in mehreren Coffeeshops verhindert werden. Des Weiteren setzten die Initiatoren auf die Bezahlung mit EC- und Kreditkarte: „Wir holen den Besuch im Coffeeshop dadurch aus der Anonymität hervor“, so Maastrichts Bürgermeister Gerd Leers. Er sieht den Limburger Plan nicht nur als mögliches Modell für das ganze Land, sondern auch für Europa.