Nachrichten MÄRZ 2009


D-NL WIRTSCHAFT: Niederlande wichtigster Importpartner Deutschlands

Den Haag. CK/Deutsch-niederländische Handelskammer. 26. März 2009.

Die Niederlande haben Frankreich im Jahr 2008 als wichtigstes Importland für die Bundesrepublik abgelöst. Laut Statistischem Bundesamt bezog Deutschland im vergangenen Jahr Güter im Wert von mehr als 72 Mrd Euro aus den Niederlanden. Frankreich folgt mit einem Exportwert von insgesamt 66 Mrd Euro. Die zunehmende Bedeutung der Niederlande als wichtige Güterplattform für die Bundesrepublik zeigte sich insbesondere bei Erdöl- und Erdgasprodukten. Hier stieg der Wert der eingeführten Produkte im Vergleich zum Vorjahr von 4,6 auf 6,3 Mrd Euro. Auch in der Lebensmittelindustrie erhöhte sich der Exportanteil.

Zugleich steigt die Bedeutung der Niederlande als Absatzmarkt für deutsche Produkte. Nach Frankreich, den USA und England belegte das Land im vergangenen Jahr Platz  4. der deutschen Exportländer. Güter im Wert von 65,6 Mrd Euro passierten 2008 die deutsch-niederländische Grenze Richtung Westen. Gefragt waren insbesondere Chemieprodukte, Eisen- und Stahlprodukte sowie Kraftfahrzeuge.

Axel Gerberding, Direktor der Deutsch-niederländischen Handelskammer (DNHK) in Den Haag betonte, dass auch in Zukunft ist mit einer positiven Entwicklung des Handelsverkehrs zwischen beiden Ländern zu rechnen sei: “Hinsichtlich der aktuellen Krise findete eine Neubesinnung auf die Nachbarmärkte statt.” Eine ähnliche Geschäftskultur und geringe Hindernisse auf dem Markt würden, so Gerberding, dazu führen, dass viele deutsche Unternehmen ihre Aufmerksamkeit wieder verstärkt auf den westlichen Nachbarn richten würden.