Nachrichten MÄRZ 2009


WIRTSCHAFTSKRISE: Niederländer trotz Wirtschaftskrise zuversichtlich

Amsterdam. CK/NRC/VK. 18. März 2009

39 Milliarden Euro Verlust erlitten die niederländischen Großbanken laut Quartalsbericht der Nederlandsche Bank (DNB) im letzten Jahr. Ein Teil konnte mit Hilfe einer Kapitalspritze der Regierung (10,75 Milliarden) ausgeglichen oder via Gewinn- und Verlustrechnung abgeschrieben werden, so dass der tatsächliche Verlust auf rund 28 Milliarden Euro geschätzt wird.


Die niederländische Bevölkerung zeigt sich dennoch zuversichtlich. Laut einer Umfrage der DNB geht etwa die Hälfte der Niederländer davon aus, dass die Rezession bereits in 1-2 Jahren beendet sein wird. Rund ein Drittel glaubt, dass die Krise spätestens nach drei Jahren enden wird, nur ein kleiner Teil ist weniger optimistisch und geht von einer länger andauernden Rezession aus. Insgesamt stimmen die Erwartungen der Befragten mit den neuesten Vorhersagen des Centraal Planbureaus (CPB) überein: Dieses prognostiziert bereits ab dem übernächsten Jahr eine Erholung der Wirtschaft. Auch das Konsumverhalten der Bevölkerung soll laut CPB in den folgenden Jahren stabil bleiben. Dennoch gab die Mehrheit der Personen, die an der Befragung der DNB teilgenommen haben, an, persönlich weniger Geld auszugeben. Insbesondere teurere Einkäufe werden zurückgestellt. Viele achten auf günstigere Kaufangebote und sparen im Alltag etwa beim Kinobesuch. Im Urlaub möchten die Niederländer den Gürtel allerdings nicht kürzer schnallen. Etwa die Hälfte der Befragten hat Angst um den eigenen Job. Schwärzer in die Zukunft sehen dabei insbesondere Beschäftigte mit einem geringeren Einkommen.