Nachrichten MÄRZ 2009


TERRORISMUS: Amsterdam - Verhaftungen nach Terrordrohung

Amsterdam. JoK/NRC/TR. 13. März 2009.

 Im Amsterdamer Stadtteil Zuidoost blieben gestern den ganzen Tag Geschäfte geschlossen. Erst am späten Abend wurde offiziell erklärt, dass es sich um die Verhinderung eines Terroranschlages handelte.


Die Amsterdamer Polizei berichtete, dass man nach einer ernstzunehmenden telefonischen Terrordrohung aus Brüssel, das Gebiet rund um den Arenaboulevard absperren habe lassen. Die Angaben und Beschreibungen der Geschäftsnamen, der Straßen und Aufenthaltsorte an welchen Sprengsätze gelagert werden sollten wurden so detailliert und detailgetreu aufgezählt, so ein Sprecher der Polizei, dass man umgehend Kontakt mit dem Allgemeinen Informations- und Sicherheitsdienst, sowie der Nationalen Koordination zur Bekämpfung des Terrorismus (NCTb) aufnahm. Die Absperrungen, Evakuierungen und Durchsuchungen seien in enger Absprache mit diesen Institutionen geschehen. Im Laufe des Tages wurden sechs Männer und eine Frau festgenommen. Die Verdächtigen seien niederländische Staatsbürger, zum Teil mit bekannten Strafregistern. Auch in Brüssel wurden Personen festgenommen, die unter Verdacht stehen Vorbereitungen zu terroristischen Anschlägen geleistet zu haben.

Die Abriegelung der Geschäftszeile sei Vorbeugend geschehen, so die Amsterdamer Polizei. Man habe verhindern wollen, dass Sprengsätze gelegt werden konnten. Die Durchsuchungen der Gebäude haben bisher keine Funde zu Tage bringen können. Seit heute ist der Arenaboulevard auch wieder für die Bevölkerung zugänglich. Die Untersuchungen nach weiteren Terroristen und den Hintergründen der Tat läuft dessen ungeachtet weiter auf Hochtouren.

Sprecher des NCTb machten Donnerstagabend deutlich, dass der Vorfall in Amsterdam keinen Anlass dazu biete, die Sicherheitsmaßnahmen auf Bundesebene zu erhöhen. Auch das Bedrohungsniveau der Niederlande sei nicht gestiegen und verbleibe auf der zweithöchsten Warnstufe.