Nachrichten Juni 2009


D-NL: Niederlande setzen Makler für Grenzregion ein

Den Haag/Gronau. TM/MinBzk.nl/WN. 24. Juni 2009.

Grenzpendler, die im Grenzgebiet zwischen den Niederlanden und Deutschland oder Belgien leben und arbeiten, stoßen immer wieder auf Probleme, die sich aus der nicht immer optimalen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Länder ergeben. Sei es bei der Anerkennung von Ausbildungsabschlüssen oder bei der Zusammenarbeit im Katastrophenschutz – trotz offener Grenzen stehen vielen Grenzpendlern bürokratische und technische Hindernisse im Weg, die eine reibungslose Zusammenarbeit erschweren. So kämpfen viele Grenzpendlern beispielweise mit doppelten Steuerabgaben auf beiden Seiten der Grenze.

Zu welchen Problemen es im Einzelnen noch kommt, erfuhren die Niederländische Innenministerin Guusje ter Horst und Europa-Staatssekretär Frans Timmermans nun aus erster Hand. Bei einem Besuch in der EUREGIO-Geschäftsstelle im münsterländischen Gronau bekamen die beiden Staatsvertreter von Mitarbeitern der EUREGIO und Bewohnern der Grenzregion dargelegt, was die am meisten vorkommenden Fragen und Probleme in der Grenzregion sind. Zudem hat der niederländische Staat in Kooperation mit den Grenzregionen eine gemeinsame Liste mit den dringendsten Barrieren in der Zusammenarbeit erarbeitet, welche einen direkten Eingriff des Staates erfordern. Jüngst wurde mit dem ehemaligen Kommissar der Königin für die Provinz Zeeland, Wim van Gelder, auch ein prominenter Vermittler beauftragt, um Verhandlungen mit den Nachbarländern aufzunehmen und so die dringendsten Probleme zu lösen. Van Gelder sitzt als „Grenzmakler“ der Taskforce Gransoverschrijdende Samenwerking (GROS) vor.