Nachrichten Juli 2009


WIRTSCHAFT: Niederlande unter die Top5-Exportnationen gerückt

Genf. TM/TR/NOS/NRC. 22. Juli 2009.

Beim internationalen Vergleich der führenden Exportnationen der Welt rückten die Niederlande aktuell auf  Platz fünf vor und überholten dabei Frankreich und Italien. Dies geht aus dem heute publizierten World Trade Report 2009 der Welthandelsorganisation WTO hervor.

Die Weltrangliste der größten Güter-Exporteure der Welt führt weiterhin Deutschland mit einem Exportwert von 1.500 Milliarden US-Dollar im Jahr 2008 an – dicht gefolgt von China mit einem Export von 1.430 Milliarden Dollar. Auf den weiteren Plätzen folgen die USA (1.300 Mrd. Dollar) und  Japan (782 Mrd. Dollar), bevor die Niederlande mit einer Ausfuhr im Umfang von 634 Milliarden Dollar den fünften Platz einnehmen. Sie exportieren vor allem Maschinen und Fahrzeuge, aber auch chemische Produkte und mineralische Brennstoffe wie Öl werden verstärkt ausgeführt. Im Jahr 2008 stieg zudem der Export von Medikamenten aus den Niederlanden stark an.

Trotz einer Steigerung des Exportwerts der sechst- und siebtplazierten Länder Frankreich und Italien konnten die Niederlande beide Staaten mit einem noch stärkeren Wachstum überholen und dabei zum zweitgrößten Exporteur in Europa aufsteigen. Würde man die Europäische Union mitzählen, dann führt diese den Wettbewerb mit Abstand an – dabei ist sie nicht nur der größte Exporteur, sondern auch der größte Importeur weltweit.

Durch die weltweite Rezession wuchs der Welthandel im Jahr 2008 weniger stark als in den vergangenen Jahren an – anstatt der gewohnten sechs Prozent konnte man nur noch einen Anstieg des Exports um zwei Prozent verzeichnen. In den Niederlanden setzte der Rückgang im letzten Quartal des Jahres 2008 ein, wo man eine Absenkung der Exporte um 5,7 Prozent verzeichnete. In diesem Jahr werden die Zahlen jedoch noch schlechter ausfallen, wie WTO-Generaldirektor Pascal Lamy in seinem Vorwort zum Report schreibt: Der Welthandel sei seit den 1930er Jahren nicht mehr so stark geschrumpft wie aktuell in Zeiten von Wirtschafts- und Finanzkrise.