Nachrichten Februar 2009


UNGLÜCK: Tote und Schwerverletzte bei Flugzeugabsturz in den Niederlanden

Schiphol. TM/VK/NOS. 25. Februar 2009

Am heutigen Vormittag kam es beim Flug TK 951 gegen 10:30 Ortszeit zu einem Flugzeugunglück in der Nähe des niederländischen Flughafens Amsterdam-Schiphol. Die Maschine des Typs 737-800 der Gesellschaft Turkish Airlines war auf dem Weg von Istanbul nach Amsterdam, als sie kurz vor der geplanten Landung auf dem Flughafen Schiphol stark absank und in die Tiefe fiel. Sie stürzte auf einen Acker in der Gemeinde Haarlemmermeer – nur wenige hundert Meter von der Landebahn des Flughafens entfernt. Bei dem Aufprall auf den Boden zerbrach das Flugzeug in drei Teile.

Sah es zunächst danach aus, dass man einer schrecklichen  Katastrophe ganz knapp entgangen war, musste man später doch melden, dass etliche Opfer zu beklagen sind. Man geht zur Stunde davon aus, dass von den insgesamt 134 Personen an Bord neun bei dem Crash ums Leben kamen – drei davon gehörten der siebenköpfigen Besatzungsmannschaft an.  Weiterhin werden 86 verwundete Passagiere gemeldet, wovon 31 schwer verletzt sind und sechs sich in einem kritischen Zustand befinden. Auf der Passagierliste befanden sich unter anderem auch niederländische Namen.

Erste Rettungskräfte waren bereits nach zehn Minuten an der Unglücksstelle und kümmerten sich um die vielen Unglücksopfer. Um die 60 Rettungswagen waren im Einsatz, um erste Hilfe zu leisten und die Schwerverletzten in elf Krankenhäuser der näheren größeren Städte zu transportieren. Die Leichen der bei dem Unglück ums Leben gekommenen Passagiere und Crew-Mitglieder wurden zum Flughafen Schiphol gebracht, wo man eine Leichenhalle einrichtete. Am Nachmittag war von Istanbul aus ein Flugzeug mit Familienangehörigen der Opfer gestartet, welches am frühen Abend  in Amsterdam erwartet wird.

Über die konkrete Ursache des Unglücks konnte bis zum späten Nachmittag nur spekuliert werden – konkrete Hinweise lagen nicht vor. Zur Aufklärung der Absturzursache nahm der Onderzoeksraad voor Veiligheid – eine Untersuchungskommission für Unglücke aller Art – unter der Leitung von Pieter van Vollenhoven seine Arbeit an der Unglücksstelle auf. Erste Ergebnisse dieser Kommission deuten darauf hin, dass der Pilot des Flugzeugs längere Zeit versucht hat, die Maschine in der Luft zu halten: „Nur wenn man dann an Geschwindigkeit verliert, fällt man bildlich aus der Luft.“, so Vollenhoven in einer ersten Erklärung.