Nachrichten Dezember 2009


SCHNEE- UND EISCHAOS: 700 Fluggäste mussten teils auf Feldbetten übernachten

De Bilt. TM/ANWB/KNMI/NOS. 21. Dezember 2009.

Die Niederlande sind während des aktuellen Wintereinbruchs besonders stark von Schneefall und Glätte betroffen. Obwohl des meiste Schnee mittlerweile von den Straßen geräumt wurde, kommt es im gesamten Land zu glatten Straßen durch Matsch und überfrierende Nässe. Auf vielen Straßen gab es deshalb auch am frühen Nachmittag kein Durchkommen. Vor allem um die Städte Utrecht und Rotterdam kam es zu langen Staus auf der niederländischen A2 Amsterdam-Utrecht und der A12 Den Haag-Utrecht. Wie es aussieht geht der morgendliche Berufsverkehr nahtlos in den abendlichen Rückreiseverkehr über. Unterdessen zog ein neues Gebiet mit leichtem Schnee über dem Süden der Niederlande langsam gen Norden. In der Nacht soll es vor allem im Südosten des Landes zu erneuten Schneefällen und lokal auch zu Eisregen kommen – insgesamt werden zwei bis fünf Zentimeter Neuschnee im Land erwartet.

Neben den Straßen ist auch der Zugverkehr teilweise zum Erliegen gekommen. Die niederländische Eisenbahngesellschaft NS gab dazu eine Reisewarnung heraus und bat die Reisenden, wenn möglich auf andere Verkehrsmittel zurückzugreifen. Wenn überhaupt wurde nur ein eingeschränkter Fahrplan angeboten – auf Teilstrecken konnten durch die Witterung gar keine Züge fahren. Alle Nahverkehrsstrecken wurden aber bedient, so die NS. In Amsterdam und Amstelveen kam es unterdessen zu mehreren Entgleisungen von Straßenbahnen – ob der Schneefall dafür ursächlich war konnte allerdings noch nicht bestätigt werden. Ein regelrechtes Chaos brach allerdings auf vielen Flughäfen aus. Auf dem größten Airport Schiphol kam und kommt es zu großen Verspätungen – etliche Flüge wurden komplett gecancelled. Am Nachmittag kam es wiederum zu langen Menschenreihen vor den Flugschaltern. In der Nacht zum Montag mussten etwa 700 Passagiere die Nacht auf Feldbetten oder in Hotels in der Nähe des Flughafens übernachten.