Nachrichten Dezember 2009


KULTUR: Arnon Grunberg wird mit dem Huygenspreis ausgezeichnet

Den Haag. Jok/VK. 17. Dezember 2009.

Der 1971 in Amsterdam geborene Schriftsteller Arnon Grunberg wird für sein Gesamtoeuvre mit dem altehrwürdigen Constantijn Huygenspreis ausgezeichnet. Die Vorsitzenden der Jan Campert Stiftung, die bereits seit 1947 den Literaturpreis für Gesamtwerke verleihen, haben dies am Donnerstag bekannt gegeben. Der Preis ist mit einem Geldbetrag von 10.000 Euro dotiert.

Grunberg - der laut Personalausweis Arnon Yasha Yves Grünberg  heißt (und in Deutschland auch unter seinem Geburtstnamen "Grünberg" veröffentlicht) und seit 2000 zusätzlich unter dem Heteronym Marek van der Jagt einige Bibliographien publizierte – wurde bereits mit zahlreichen Literaturpreisen  (z.B. mit dem NRW-Literaturpreis für sein Gesamtwerk, dem AKO-Preis aus den Niederlanden (für Phantomschmerz) und gleich zweimal mit dem Preis De Gouden Uil (u.a. für Tirza), der wichtigsten Literaturauszeichnung aus Belgien) ausgezeichnet. Seine Werke wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt, er ist zudem Kolumnist und Essayist zahlreicher Zeitungen und Zeitschriften. Ab 2006 hat er verstärkt journalistische Reportagen – unter anderem über seinen Besuch in Guantánamo Bay oder bei den niederländischen Truppen in Afghanistan - verfasst.

In einer Belletristikkolumne der Wochenzeitung Die Zeit hieß es einmal, „Grünberg zu lesen ist Waten durch Blei“, und ähnliche Begründungen finden sich in der Juryerklärung zu Grunbergs Nominierung wieder, wenn es heißt, dass sein sehr eigener, gleichzeitig  locker-ernster und ironisch-harter Stil gerühmt werde, der meist „die schwarzen Seiten der Menschheit“ in seinen Werken illustriere.