Nachrichten APRIL 2009


NACHRUF: Autor und Kolumnist Martin Bril gestorben

Amsterdam. Jok/NRC/TR/VK. 23. April 2009.

Am Mittwoch ist der bekannte niederländische Autor und Volkskrant-Kolumnist Martin Bril im Alter von 49 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung verstorben.

Bril schrieb seit Oktober 2001 täglich für die niederländische Tageszeitung De Volkskrant Kolumnen über den holländischen Alltag – im Nachruf der Zeitung wird er auch „Chronist der heutigen Niederlande“ genannt -, sein eigenes Sozialmilieu und Politik & Gesellschaft. Zuvor publizierte er Kolumnen in Het Parool (über Amsterdam) und das Magazin Vrij Nederland (über Popmusik). Bril schrieb darüber hinaus für Wochenendmagazine, diverse Zeitschriften und trat regelmäßig im TV und im Theater auf. Einige seiner Texte sind gesammelt in Buchform erschienen.

Bril studierte Ende der 70er Jahre Philosophie in Groningen und besuchte für kurze Zeit die Filmakademie, beides ohne einen Abschluss zu machen. In den 80er Jahren publizierte er mit seinem Autorenkollegen Dirk van Weelden zwei Romane. Der gebürtige Utrechter gewann 1997 den Pop Pers Prijs für seine Artikel über Popmusik, 2009 den Max Pam Oeuvre Preis und in dieser Woche wurde ihm der Bob den Uyl - Preis anerkannt, ein Reiseliteraturpreis, für sein Buch „De klein keizer“ über Napolen. Der Verleihung konnte Bril aufgrund seiner Krankheit nicht beiwohnen. Einen Tag später verstarb er nach jahrelanger Krankheit im Kreise seiner Familie.