Nachrichten APRIL 2009


ISLAMDEBATTE: Geert Wilders plant Fortsetzung von Fitna

Amsterdam. JoK/ANP/VK/TR. 16. April 2009.

Der niederländische Parlamentsabgeordnete Geert Wilders (PVV), der in den letzten Jahren durch zahlreiche islamfeindliche und äußerst umstrittene Aussagen auf sich aufmerksam gemacht hat, möchte einen weiteren Anti-Islam-Film veröffentlichen.

Im März vergangenen Jahres hatte Wilders nach monatelangen Ankündigungen und großem Medienspektakel den etwa siebzehnminütigen Collagenfilm „Fitna“ online gestellt, der zwar nicht die von niederländischer Politik und Bevölkerung befürchteten Reaktionen (Handelsboykott, Terrordrohungen, Ausschreitungen) hervorrief, dafür aber Wilders eine Geldstrafe (wegen Urheberrechtsverletzungen) und eine Anzeige wegen Volksverhetzung einbrachte. Zahlreiche Botschafter und Politiker bis hin zum UN-Generalsekretär verurteilten, neben der Veröffentlichung, die plakative Verhetzung aller Muslime. Dessen ungeachtet tourte Wilders in den letzten Monaten mit „Fitna“ im Gepäck durch einige Länder. Bei dieser Tour zeigte er den Film u.a. auch in Israel sowie im amerikanischen Senat, um „Allianzen für Freiheit und gegen Islamisierung“ zu schließen.

Der niederländischen Tageszeitung De Telegraaf gegenüber äußerte Wilders, dass er die Fortsetzung gerne nächstes Jahr, mithilfe „professioneller Unterstützung aus New York und Holywood“, veröffentlichen würde. Der Film solle zeigen, welche Folgen die „massenhafte Einwanderung aus muslimischen Ländern“ habe. Weitere Themen werden die Meinungsfreiheit und die Scharia, die islamische Gesetzgebung, sein. Wilders zufolge wird der Film auch Lösungsvorschläge - mit Blick auf  Islamisierung der Niederlande - bieten.