Nachrichten September 2008



ENTWICKLUNG: 10 Millionen Euro Soforthilfe für Afrika

Den Haag. JOK/minbuza. 22. September 2008.

Die niederländische Regierung hat beschlossen, zusätzlich 10 Millionen Euro zur Unterstützung der Opfer der langanhaltenden Dürre im Horn von Afrika bereitzustellen. Der sozialdemokratische Minister für Entwicklungszusammenarbeit, Bert Koenders, verkündete das Nothilfeprojekt am Samstag im Radio.

Hintergrund ist ein alarmierender Bericht des Nothilfekoordinators der Vereinten Nationen, John Holmes, der die humanitäre Situation in der Region als sehr bedenklich darstellt. Die Kombination aus extremer Trockenheit, gestiegenen Nahrungsmittelpreisen und in verschiedenen Gebieten anhaltenden Konfliktsituationen mache eine sofortige Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft notwendig. Rund 17 Millionen Menschen im Horn von Afrika seien ernsthaft in Gefahr. Besonders in Äthiopien, Somalia, Dschibuti und Eritrea sei der Ausnahmezustand greifbar nahe. Der niederländische Beitrag wird in Äthiopien und dem krisengeschüttelten Somalia eingesetzt. „Afrika erlebt eine schnelle Klimaveränderung und dadurch nehmen Knappheit und Konflikte zu“, so Koenders, der die Krise ebenfalls auf die steigenden Nahrungsmittelpreise zurückführt. „Wir müssen nicht nur oberflächliche Wunden kitten, wir müssen in strukturelle Lösungen investieren, um solche Notsituationen zu verhindern“.