Nachrichten juni 2008


POLITIK: Grenznahe Konsulate bleiben bestehen

Den Haag. JOK/BZ. 24. Juni 2008.

Der niederländische Außenminister Maxime Verhagen gab am Freitag bekannt, dass die niederländischen Konsulate in den deutschen Städten Emden, Kleve, Münster, Aachen und Köln nicht geschlossen werden. Er erklärte den Abgeordneten der Zweiten Kammer, dass er die Pläne zur Schließung der Konsulate (NiederlandeNet berichtete) trotz der Einsparungsvorhaben fallen gelassen habe. Der Minister regierte damit auch auf die heftigen Proteste aus Wirtschaft und Politik, die den positiven Einfluss der binationalen Kooperationen betonten. Die essenzielle Bedeutung der Konsulate für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit sei für seine Entscheidung ausschlaggebend gewesen ließ der Minister wissen. Die engen Kontakte würden die fortschreitende Vitalität der Region und die guten Arbeitsplatzmöglichkeiten befördern. „Als erste staatliche Anlaufstelle nehmen die Konsulate eine wichtige Rolle in den wachsenden wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Kontakten zwischen den beiden Grenzregionen ein“, so Verhagen.

Die Generalkonsulate in Hamburg und Frankfurt werden in Netherlands Business Support Offices (NBSO) umgewandelt. Die NBSOs sind speziell auf grenzüberschreitend arbeitende Unternehmen zugeschnitten. Das niederländische Außenministerium arbeitet dafür eng mit dem Wirtschaftsministerium zusammen, um so gezielt Großunternehmen, aber vor allem auch mittelständischen Unternehmen, Kontakte zu potenziellen Handelspartnern zu vermitteln, Marktanalysen zu erstellen und den Einstieg in den fremden Handel zu erleichtern.

Neben den nun elf in ganz Deutschland verteilten Konsulaten, behalten die Niederlande die Generalkonsulate in München und Düsseldorf, sowie die Botschaft in Berlin. Außerdem bestätigte die Presse- und Kulturabteilung der niederländischen Botschaft, dass am 19. September 2008 ein viertes NBSO (neben Stuttgart, Hamburg und Frankfurt) in Leipzig eröffnet werde.